13. Tag mit viel Sightseeing
September 16 in France ⋅ 🌙 13 °C
Nach unserem perfekt gelegenen Schlafplatz waren es heute Morgen gerade einmal 10 Minuten bis zum Mont-Saint-Michel. Kurz vor 8 Uhr waren wir bereits dort, schnell geparkt und losgelaufen.
Da die Abtei selbst erst um 9.30 Uhr öffnet und unser Tagesplan sowieso schon mehr als voll war, stand von Anfang an fest: Heute gibt es nur einen kurzen Besuch von außen und ein paar Bilder. 📸
Was wir dabei etwas unterschätzt hatten: Der Weg vom Parkplatz bis zum Mont-Saint-Michel zieht sich ganz schön, angeschrieben waren es ca. 35 Minuten Fußweg. Und dann war da noch die Sache mit dem Parkticket. Die ersten drei Stunden hätten uns direkt 16 € gekostet pro Rallyefahrzeug – innerhalb der ersten 30 Minuten konnten wir allerdings noch kostenlos wieder rausfahren.
Also wurde aus dem gemütlichen Rückweg irgendwann eine kleine sportliche Herausforderung. 😂 Während der Rest zurücklief, wurde Marvin vorgeschickt und durfte den Rückweg im Sprint zurücklegen, um rechtzeitig das Ticket zu lösen.
Und tatsächlich: Er hat es geschafft! 😂💪🏻
Mont-Saint-Michel gesehen, Bilder gemacht und auch noch die Parkgebühr gespart – erfolgreicher Start in den Tag!
Danach ging es weiter zu einem deutlich ernsteren Ort:
„Omaha Beach in der Normandie“
Hier landeten am 6. Juni 1944, dem sogenannten D-Day, alliierte Truppen im Rahmen der Landung in der Normandie. Omaha Beach war einer von fünf alliierten Landungsabschnitten und besonders heftig umkämpft. Wir hielten am Militärdenkmal an und nahmen uns etwas Zeit, den Ort anzuschauen. Wenn man heute dort steht und auf den friedlichen Strand und das Meer blickt, ist es schon schwer vorstellbar, was sich hier vor über 80 Jahren abgespielt hat.
Anschließend wurde unser Sightseeing-Programm wieder etwas fröhlicher und es ging weiter nach Bayeux.
Und Bayeux hat uns richtig gut gefallen! Eine wunderschöne französische Stadt mit kleinen Gassen, alten Häusern und der beeindruckenden Kathedrale Notre-Dame de Bayeux, deren Ursprünge bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen. Wir sind ein bisschen durch die Stadt gebummelt und nachdem die Crêpes gestern schon so gut waren, gab es natürlich direkt nochmal welche. 😂🥞
Weiter ging es zur nächsten Stadt: Honfleur.
Die kleine Hafenstadt war wieder komplett anders, aber mindestens genauso schön. Besonders der historische Hafen mit seinen dicht aneinanderstehenden schmalen Häusern hat richtig viel Charme. Und Torsten hatte für diesen Stopp eigentlich nur ein wichtiges Ziel: Fisch essen! 🐟 Wenn man schon direkt am Hafen sitzt, muss das schließlich ausgenutzt werden. Also haben wir uns dort gemütlich etwas zu essen gegönnt, bevor es wieder weiterging.
Denn ein großes Highlight hatten wir noch vor uns: Étretat!
Die berühmten weißen Kreidefelsen an der Alabasterküste wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Besonders bekannt ist Étretat für seine riesigen natürlichen Felsbögen, die durch die Erosion des Meeres entstanden sind.
Oben angekommen sind allerdings nur Elly, Celine und natürlich Buck – die Männer waren nach diesem langen Tag offenbar der Meinung, dass sie heute schon genug gesehen hatten und waren zu faul für den Aufstieg. 😂
Selbst schuld!
Denn die Aussicht von oben war atemberaubend. Die steilen weißen Klippen, das Meer, die Felsbögen und der Blick entlang der Küste waren definitiv nochmal eines der Highlights des heutigen Tages. 🌊
Eigentlich hätte damit langsam Feierabend sein können. Eigentlich.
Da morgen allerdings tatsächlich schon unser letzter Rallyetag ansteht und die Ziellinie nur zwischen 16 und 17.30 Uhr geöffnet sein wird, wollten wir lieber heute noch so viel Strecke wie möglich vorfahren.
Unser eigentliches Tagesziel wäre Amiens gewesen. Wir entschieden uns aber, nochmal rund anderthalb Stunden länger im Auto zu sitzen und bis nach Laon weiterzufahren. Damit haben wir für morgen schon wieder einige Kilometer gutgemacht.
Und irgendwie schließt sich heute sogar ein kleiner Kreis: Nachdem wir gestern Morgen mit Blick auf eine Burg aufgewacht sind, haben wir auch für diese Nacht wieder einen Wildcampingplatz mit Blick auf eine Burg beziehungsweise die hoch gelegene Altstadt von Laon gefunden. 🏰
Damit geht ein wirklich langer Tag zu Ende. Um 6.30 Uhr aufgestanden und gegen 23.30 Uhr endlich angekommen – dazwischen Mont-Saint-Michel, Omaha Beach, Bayeux, Honfleur, Étretat und unzählige Kilometer Straße.
Anstrengend? Definitiv. Aber dafür war es auch ein Tag voller wunderschöner Städte, beeindruckender Natur, Geschichte, leckerem Essen und ganz viel Sightseeing.
Und morgen ist es tatsächlich schon soweit: Tag 14 – unser letzter Rallyetag. 🥹
Nach dieser langen, intensiven, teilweise chaotischen, aber vor allem wunderschönen und abenteuerlichen Tour werden wir morgen wahrscheinlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge über die Ziellinie fahren.
So sehr wir uns mittlerweile auf eine warme Dusche und das eigene Bett freuen – irgendwie ist es auch verrückt, dass dieses Abenteuer morgen schon vorbei sein soll. ❤️🚗
Ein letztes Mal gute Nacht – morgen geht’s ins Finale! 🏁Read more











































Traveler
WOW, tolles Foto 😎👍