• 12. Tag mit Rennstreckenfeeling

    September 15 in France ⋅ ⛅ 17 °C

    Heute Morgen sind wir mit direktem Blick auf die alte Burg neben unserem Schlafplatz aufgewacht. So kann man definitiv mal in den Tag starten! 🏰

    Und es geschah etwas, womit wohl niemand mehr gerechnet hatte: Heute waren tatsächlich die Männer zuerst wach. 😂 Vielleicht lag es aber auch einfach an der bitterkalten Nacht. Nach den warmen Nächten in Spanien war das auf jeden Fall wieder eine ordentliche Umstellung.

    Gegen 8.30 Uhr waren wir schließlich abfahrbereit. Für unsere aktuellen Rallye-Verhältnisse also fast schon Ausschlafen – aber zeitlich immer noch vollkommen im Rahmen.

    Bevor wir heute richtig Strecke machen konnten, standen allerdings erstmal ein paar Erledigungen an. Tanken war dabei überraschenderweise gar nicht so einfach. An mehreren Tankstellen war E5 beziehungsweise E10 nicht verfügbar oder schwer zu finden und wir mussten erstmal suchen, bis unsere Autos wieder versorgt waren. Und auch Buck meldete Bedarf an: Das Hundefutter ging zur Neige. 🐶 Also wurde auch hier noch schnell Nachschub organisiert.

    Bis schließlich alles erledigt war, war es tatsächlich schon gegen 11 Uhr. Jetzt konnte der eigentliche Rallyetag endlich beginnen!

    Heute stand vor allem eines auf dem Programm: Kilometer schrubben. Unser Tagesziel war Saint-Malo und allein von Rochefort aus lagen rund 600 Kilometer vor uns. Im Roadbook waren heute teilweise Autobahnabschnitte erlaubt, um größere Städte oder besonders zähe Strecken zu umgehen. Und langsam merkt man sowieso, dass es Richtung Ende der Rallye geht: Die Distanzen werden länger und es heißt immer öfter einfach Strecke machen.

    Eine Sache wollten wir uns heute aber auf keinen Fall entgehen lassen: die Action Station!

    Gestern hatten wir bereits einen kleinen Hinweis bekommen, was uns dort erwarten könnte. Irgendetwas mit Gaspedal und der Möglichkeit, unsere Physikkenntnisse unter Beweis zu stellen. Unsere erste Vermutung: Driften! 😂

    Gegen 15 Uhr kamen wir dort an. Vorher wurde natürlich noch schnell eine Runde mit Buck gedreht, bevor wir herausfinden konnten, was sich der SAC diesmal für uns ausgedacht hatte.

    Und tatsächlich hatte der Superlative Adventure Club eine komplette Rennstrecke für uns gemietet! 🏁 Eigentlich eine Kartstrecke, aber mit rund 1,5 Kilometern Länge definitiv groß genug für unsere Rallye-Autos.

    Die Aufgabe klang erstmal ziemlich simpel: Eine komplette Runde sollte ohne sichtbare Stoppuhr in möglichst genau zwei Minuten gefahren werden.

    Celine und Marvin hatten allerdings andere Prioritäten. Punkte sammeln wir sowieso nicht mehr – also warum zwei Minuten brauchen, wenn man auch einfach schauen kann, wie schnell es geht? 😂 Dementsprechend wurde die Aufgabe kurzerhand etwas anders interpretiert und auf Geschwindigkeit gefahren.

    Danach durften natürlich auch Torsten und Elly nochmal ran – und tatsächlich wurde selbst der VW-Bus über die Rennstrecke gejagt. 😂

    Die Action Station hat richtig viel Spaß gemacht und entsprechend länger haben wir uns dort aufgehalten. Als wir schließlich wieder loskamen, war es bereits gegen 16.30 Uhr. Unser Zeitplan sagte damit ziemlich eindeutig: Autobahn!

    Also nochmal rund anderthalb Stunden Strecke gemacht – diesmal in Richtung eines der wohl bekanntesten Wahrzeichen Frankreichs: Mont-Saint-Michel.

    Mitten in der flachen Landschaft erhebt sich die kleine Felseninsel mit ihrer mittelalterlichen Abtei. Mont-Saint-Michel liegt in einer Bucht mit besonders starken Gezeitenunterschieden und gehört gemeinsam mit der Bucht seit 1979 zum UNESCO-Welterbe.

    Anschauen werden wir uns das Ganze allerdings erst morgen in Ruhe. Für heute hatten wir genug Kilometer hinter uns.

    Stattdessen hieß es erstmal: Essen! Und wenn man schon in Frankreich ist, müssen natürlich irgendwann auch die ersten richtigen französischen Crêpes getestet werden. 🥞🇫🇷

    Auch bei der Schlafplatzsuche hatten wir heute wieder richtig Glück. Ein super Platz für die Nacht und gleichzeitig die perfekte Ausgangslage, um morgen früh direkt mit Mont-Saint-Michel in Tag 13 zu starten.

    Rennstrecke, jede Menge Autobahnkilometer, Crêpes und zum Abschluss Mont-Saint-Michel vor der Nase – kann man so machen. 😁

    Gute Nacht! 🏰🌙
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