Tag 3: La Trapa - Refugi Coma d'en Vidal
Feb 2–3 in Spain ⋅ ☁️ 13 °C
Die Nacht war gut, ziemlich hell durch den Vollmond. Es wurde ja schon um 19 Uhr dunkel, so hatte ich früh geschlafen und war auch um 6 Uhr schon wach. Zauberhafte Aussicht aus dem Zelt. Beim Frühstück und Packen verfolgte mich die Katze (ihre Augen leuchteten im Dunkeln auf), da hatte ich Angst 😊.
Im Morgengrauen gegen 8 Uhr ging es los. Es war trocken, aber es gab nichts zu sehen, ich war komplett in Wolken und Nebel, aber diese Einsamkeit da war auch schön. Bin einfach über viele Stunden niemanden begegnet.
Mein Zwischenziel war Refugi de ses fontanelles, dort war die einzige Möglichkeit, Wasser zu bekommen bis Estellencs. Ich hatte da auch angefragt vorab wegen Übernachtung, aber eine nicht so positive Kommunikation mit dem deutschen Betreiber hielt mich davon ab. Sein Wasser brauchte ich dann auch nicht, ich hatte noch 3 Liter.
Mein Glück war, das es jetzt aufklarte, der Himmel war blau. Aber der Aufstieg auf diesen gut 800 m hohen Berg war echt krass für mich. Es war sehr windig mit stürmischen Böen. Der Weg war sehr steil und Orientierung gaben nur Steinstapel und Wegespfeiler, im Nebel hätte ich das niemals geschafft. Es war eigentlich kein Weg. So musste ich mich irgendwie zur Ruhe zwingen, jeden einzelnen Schritt planen. Nicht Umknicken, nicht wegrrutschen, nicht weggeweht werden. Sehr anstrengend . Hatte kein Handyempfang, GPS machte auch Probleme. Schritt für Schritt. Die Wanderstöcke störten, weil ich zum Klettern die Hände brauchte, konnte aber den Rucksack nicht abnehmen zum Verstauen (zu gefährlich bei dem starken Wind und der Steilheit). War ein sehr großes Abenteuer für mich.
Nach dem Abstieg zur Wanderhütte, die geschlossen hatte, war sofort klar, dort zu bleiben.
Bis auf 2 Personen hatte ich niemanden getroffen, die nächsten Stunden kam auch niemand zu meinem Lagerplatz. Mein Zelt passte in diesen Unterstand, das war sehr gut, der Sturm war echt laut in der Nacht. Aber ich hatte guten Schutz. Fühlte mich wieder sicher und habe sehr lange geschlafen von 20 Uhr bis 6 Uhr (ich betone das so, weil ich letztes Jahr auf dem Diemelsteig im Sauerland nachts mal richtig Angst hatte. Da war es ganz still, Totenstille. Plötzlich Schritte direkt neben meinem Zelt. Keine Ahnung, was es war.)
Dann lieber Sturmgeräusche.Read more























TravelerRespekt, dass du diesen technisch doch sehr anspruchsvollen Weg mit dem Trekkingrucksack gemeistert hast 😃👍👏 ein Freund von mir ist die letztes Jahr mit leichteren Gepäck, da er immer in den Refuges übernachtet hat, gelaufen, und das fand ich schon anspruchsvoll😅
TravelerVielen lieben Dank ❤️, das muntert mich auf😉