• Tag 4: Coma d'en Vidal - Esporles

    February 3 in Spain ⋅ ☁️ 12 °C

    Wieder im Dunkeln aufgestanden, erstmal im Zelt Klarschiff gemacht. Dann Kaffee und Frühstück gemacht. Es wurde hell und los ging's. Erfreut hörte ich den Nachrichtenton von meinem Handy nach ein paar hundert Metern - ich hatte wieder Empfang und konnte zu Hause Bescheid geben, dass die Nacht gut war. Laut Beschreibung im Wanderbuch sollte die nächste Etappe easy sein, kein Klettern, nur Spaziergang. Sonne kam raus, Abstieg nach Estellencs begann. Kurze Wasserpause, da war mein Handy plötzlich aus. Pin eingeben, ok, kein Problem, Pin falsch. Noch 2 Versuche. Häh? 2. Versuch wieder falsch! Ja was soll ich sagen, nach dem 3. Versuch war das Handy dann gesperrt. !!!
    Zurück in die 90er? Aber ich hatte ja noch nicht mal die Uhrzeit, geschweige denn einen Fotoapparat oder ein Flugticket dabei. Welcher Tag war überhaupt?
    Erstmal rein nach Estellencs. Ich wollte Coke und Kekse ...und vor allem brauchte ich eine Toilette. Und eine Person, die mir ihr Handy lieh.
    Ich fand Coke und Kekse. Und in so einem Dorfverwaltungsbüro ein richtig sauberes Bad! Die Freude war groß, ich konnte mich da sogar waschen und Wasser auffüllen. Läuft doch.
    Ich bin dann erstmal weiter, auf dem Weg würde ich sicher noch Leute treffen. Da war dann auch eine deutsche Wandergruppe und ich traute mich, die anzusprechen. Ein Rentner fand meine Geschichte sehr lustig, hahaha, beste Auswandergeschichte, goodbye Deutschland.
    Naja, niemand von den Telefonnummern, die ich zum Glück auswendig konnte, ging ran. (Unbekannte Nummer)..
    Also deswegen jetzt von diesem Abschnitt keine Fotos, es war aber sehr schön bis Banyalbufar. Viel Blick aufs Mittelmeer, schöne Blau - Grün Kontraste.
    In Banyalbufar war ich dann erfolgreich und beste Freundin nahm ab, ich schilderte die leichten technischen Probleme und dringliche Benötigung des PUK.
    Ok, dann erstmal weiter Richtung Tagesziel Esporles. Der Weg war viel mit diesen namensgebenden Trockensteinmauern gebaut. Extrem unangenehm zu gehen, jeder Schritt ein Schmerz.
    In Esporles konnte ich den Mann erreichen und dieser fand auf meinem selbstverständlich aufgeräumten Schreibtisch den korrekten PUK. Jubel, Trubel, Heiterkeit. Rettung.
    Oh, aber es wurde bald dunkel, ich hatte keinen Schlafplatz, kein Essen mehr. Das Refugi war geschlossen! Dann sah mich der Besitzer, rief mich zurück, und ich durfte im Garten zelten.
    Langer Text, kaum Fotos. Aber Reisen ohne Handy war schon früher auch richtig toll.
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