• Tina SlowFlow
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GR221 Mallorca

Bald geht's los. Flug gebucht, Hostel in Palma für die erste Nacht Read more
  • Trip start
    January 31, 2026
  • Tag 2: Port d'Andratx bis La Trapa

    Feb 1–2 in Spain ⋅ ☁️ 12 °C

    Gestartet in Palma mit dem Bus nach Port d'Andratx. Großer Supermarkt im Winter wohl Sonntags geschlossen. Ein kleiner Bioladen öffnete um 9 Uhr, sehr leckeres Schoko- Croissant und Saft dazu an der Promenade. Dann ging es los, bergauf (aber das war noch gar nichts, sollte sich herausstellen). Herrlich blauer Himmel, viele bunte Farben, gute Temperatur. Wirklich traumhaft.
    In Sant Elm wollte ich eigentlich einkaufen für die nächsten 2 Tage, aber auch hier Supermarkt geschlossen (Winter, Sonntag?). Es gab einige schicke Restaurants, aber das war gerade nicht das richtige. Ganz am Anfang des Ortes was etwas für mich, es gab ein Baguette mit Tomate und Mozzarella, Kaffee und Orangensaft (wirkte nicht frisch gepresst), war aber alles vollkommen in Ordnung.
    Dann beim Eisladen noch 3 Liter Wasser gekauft, insgesamt mit 4,5 Liter Zusatzgepäck unterwegs, da wäre Bier/Wein keine gute Idee gewesen. Mit dem mitgebrachten Essen könnte ich eventuell auskommen.
    Dann ging's hoch nach La Trapa. Es kamen mir viele Tageswanderer entgegen (die meisten Menschen, die ich die nächsten Tage sehen sollte. An den anderen Tagen habe ich max. 8 Leute/Tag getroffen).
    Der Anstieg war echt hart, auch ein bisschen klettern dabei. Überall sehr gut ausgeschildert, Schilder sahen auch neu aus.
    Oben angekommen in La Trapa war dann noch ein Herr von den freiwilligen Helfern der Umweltorganisation, der mich erst abweisen wollte. Als ich ihm sagte, dass ich reserviert hatte und auch einen Brief (ja per Post!) an die Regierung geschickt hatte, wie auf der Internetseite gefordert. Da lachte er, dass ich eine Antwort bekommen hatte, erstaunte ihn sehr. Wollte er aber nicht sehen. Nachdem er eine Katze gefüttert hatte, ging er weg (zu Fuß, 85 Jahre und topfit). Der Platz war wunderschön, sehr friedlich - und ich hatte keine Angst.
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  • Tag 3: La Trapa - Refugi Coma d'en Vidal

    Feb 2–3 in Spain ⋅ ☁️ 13 °C

    Die Nacht war gut, ziemlich hell durch den Vollmond. Es wurde ja schon um 19 Uhr dunkel, so hatte ich früh geschlafen und war auch um 6 Uhr schon wach. Zauberhafte Aussicht aus dem Zelt. Beim Frühstück und Packen verfolgte mich die Katze (ihre Augen leuchteten im Dunkeln auf), da hatte ich Angst 😊.
    Im Morgengrauen gegen 8 Uhr ging es los. Es war trocken, aber es gab nichts zu sehen, ich war komplett in Wolken und Nebel, aber diese Einsamkeit da war auch schön. Bin einfach über viele Stunden niemanden begegnet.
    Mein Zwischenziel war Refugi de ses fontanelles, dort war die einzige Möglichkeit, Wasser zu bekommen bis Estellencs. Ich hatte da auch angefragt vorab wegen Übernachtung, aber eine nicht so positive Kommunikation mit dem deutschen Betreiber hielt mich davon ab. Sein Wasser brauchte ich dann auch nicht, ich hatte noch 3 Liter.
    Mein Glück war, das es jetzt aufklarte, der Himmel war blau. Aber der Aufstieg auf diesen gut 800 m hohen Berg war echt krass für mich. Es war sehr windig mit stürmischen Böen. Der Weg war sehr steil und Orientierung gaben nur Steinstapel und Wegespfeiler, im Nebel hätte ich das niemals geschafft. Es war eigentlich kein Weg. So musste ich mich irgendwie zur Ruhe zwingen, jeden einzelnen Schritt planen. Nicht Umknicken, nicht wegrrutschen, nicht weggeweht werden. Sehr anstrengend . Hatte kein Handyempfang, GPS machte auch Probleme. Schritt für Schritt. Die Wanderstöcke störten, weil ich zum Klettern die Hände brauchte, konnte aber den Rucksack nicht abnehmen zum Verstauen (zu gefährlich bei dem starken Wind und der Steilheit). War ein sehr großes Abenteuer für mich.
    Nach dem Abstieg zur Wanderhütte, die geschlossen hatte, war sofort klar, dort zu bleiben.
    Bis auf 2 Personen hatte ich niemanden getroffen, die nächsten Stunden kam auch niemand zu meinem Lagerplatz. Mein Zelt passte in diesen Unterstand, das war sehr gut, der Sturm war echt laut in der Nacht. Aber ich hatte guten Schutz. Fühlte mich wieder sicher und habe sehr lange geschlafen von 20 Uhr bis 6 Uhr (ich betone das so, weil ich letztes Jahr auf dem Diemelsteig im Sauerland nachts mal richtig Angst hatte. Da war es ganz still, Totenstille. Plötzlich Schritte direkt neben meinem Zelt. Keine Ahnung, was es war.)
    Dann lieber Sturmgeräusche.
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  • Tag 4: Coma d'en Vidal - Esporles

    February 3 in Spain ⋅ ☁️ 12 °C

    Wieder im Dunkeln aufgestanden, erstmal im Zelt Klarschiff gemacht. Dann Kaffee und Frühstück gemacht. Es wurde hell und los ging's. Erfreut hörte ich den Nachrichtenton von meinem Handy nach ein paar hundert Metern - ich hatte wieder Empfang und konnte zu Hause Bescheid geben, dass die Nacht gut war. Laut Beschreibung im Wanderbuch sollte die nächste Etappe easy sein, kein Klettern, nur Spaziergang. Sonne kam raus, Abstieg nach Estellencs begann. Kurze Wasserpause, da war mein Handy plötzlich aus. Pin eingeben, ok, kein Problem, Pin falsch. Noch 2 Versuche. Häh? 2. Versuch wieder falsch! Ja was soll ich sagen, nach dem 3. Versuch war das Handy dann gesperrt. !!!
    Zurück in die 90er? Aber ich hatte ja noch nicht mal die Uhrzeit, geschweige denn einen Fotoapparat oder ein Flugticket dabei. Welcher Tag war überhaupt?
    Erstmal rein nach Estellencs. Ich wollte Coke und Kekse ...und vor allem brauchte ich eine Toilette. Und eine Person, die mir ihr Handy lieh.
    Ich fand Coke und Kekse. Und in so einem Dorfverwaltungsbüro ein richtig sauberes Bad! Die Freude war groß, ich konnte mich da sogar waschen und Wasser auffüllen. Läuft doch.
    Ich bin dann erstmal weiter, auf dem Weg würde ich sicher noch Leute treffen. Da war dann auch eine deutsche Wandergruppe und ich traute mich, die anzusprechen. Ein Rentner fand meine Geschichte sehr lustig, hahaha, beste Auswandergeschichte, goodbye Deutschland.
    Naja, niemand von den Telefonnummern, die ich zum Glück auswendig konnte, ging ran. (Unbekannte Nummer)..
    Also deswegen jetzt von diesem Abschnitt keine Fotos, es war aber sehr schön bis Banyalbufar. Viel Blick aufs Mittelmeer, schöne Blau - Grün Kontraste.
    In Banyalbufar war ich dann erfolgreich und beste Freundin nahm ab, ich schilderte die leichten technischen Probleme und dringliche Benötigung des PUK.
    Ok, dann erstmal weiter Richtung Tagesziel Esporles. Der Weg war viel mit diesen namensgebenden Trockensteinmauern gebaut. Extrem unangenehm zu gehen, jeder Schritt ein Schmerz.
    In Esporles konnte ich den Mann erreichen und dieser fand auf meinem selbstverständlich aufgeräumten Schreibtisch den korrekten PUK. Jubel, Trubel, Heiterkeit. Rettung.
    Oh, aber es wurde bald dunkel, ich hatte keinen Schlafplatz, kein Essen mehr. Das Refugi war geschlossen! Dann sah mich der Besitzer, rief mich zurück, und ich durfte im Garten zelten.
    Langer Text, kaum Fotos. Aber Reisen ohne Handy war schon früher auch richtig toll.
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  • Tag 5: Esporles bis Valldemossa

    Feb 4–5 in Spain ⋅ ⛅ 13 °C

    Dieser Ort ist echt hübsch, aber es gibt sehr viele Hunde, die den ganzen Tag bellen. Ein verwirrter Hahn krähte um Mitternacht. Totale Idylle und doch ziemlich laut. Morgens etwas Nieselregen, Zelt zum ersten und vorerst letzten Mal nass eingepackt. Im Ort noch vor dem Start einen Kaffee getrunken, im Spar ein bisschen Proviant gekauft und beim Bäcker ein belegtes Sandwich.
    War motiviert trotz Nieselregen, hab dann aber direkt einen Abzweig verpasst und bin einen Weg bestimmt eine Stunde falsch hochgegangen, der dann eine Sackgasse war. Puhhh...
    Die Etappe wurde auch sonst doch wieder eine Herausforderung, es ging wieder sehr hoch, es wurde wieder geklettert, es war sehr windig. Aber mehr Bäume. Ging oben lange einen Pfad lang. Bergziegen. Dachte, wie können die da leben? Horror. Die Ziegen antworteten, wie kann man auf St. Pauli leben, Horror .
    Dann irgendwie, irgendwann Valldemossa erreicht. Mir wurde da auch ein Restaurant empfohlen, aber mein Äußeres, auch olfaktorisch, gab einen Restaurantbesuch nicht her.
    Zurück mit Bus (sorry Sitznachbarin) nach Palma in das Hostel. Beste Dusche, bestes Bett .
    Zelt getrocknet.
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  • Trip end
    February 5, 2026