Blue Grotto
August 21 in Malta ⋅ ☀️ 30 °C
Nach einer relativ kurzen Fahrt mit einem wirklich netten Uber-Fahrer kamen wir schließlich bei der Blue Grotto an. 💙
Die Blue Grotto gehört zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten Maltas und liegt an der felsigen Südküste der Insel, in der Nähe des kleinen Ortes Wied iż-Żurrieq. Eigentlich handelt es sich dabei nicht nur um eine einzelne Grotte, sondern um ein ganzes System aus mehreren Meereshöhlen und beeindruckenden Felsformationen. Ihren Namen verdankt die Blue Grotto dem Sonnenlicht, das im klaren Meerwasser reflektiert wird und insbesondere in einigen der Höhlen für intensive Blau- und Türkistöne sorgt. Die große natürliche Felsenöffnung ist dabei wohl das bekannteste Fotomotiv. 🌊
Bevor wir uns das Ganze allerdings genauer anschauen konnten, mussten wir erst einmal etwas viel Wichtigeres erledigen:
Frühstück! 😂
Das hatten wir nämlich vor lauter frühem Aufstehen und St. Peter’s Pool komplett vergessen.
Also erst einmal orientieren, einen Platz zum Frühstücken suchen und ein Spiegelei bestellen. Ein kleines bisschen Heimat auf Malta. 🇩🇪🍳😂
Frisch gestärkt ging es anschließend weiter hinunter in Richtung Bootsanleger. Dort befindet sich eine kleine Bucht, von der aus die Boote zu den verschiedenen Höhlen der Blue Grotto starten. Direkt vor Ort konnten wir unsere Tickets kaufen und für gerade einmal 10 Euro pro erwachsener Person konnte es losgehen.
Und für den Preis kann man wirklich nicht viel falsch machen.
Wenn man so etwas noch nie gesehen hat, ist die Blue Grotto auf jeden Fall beeindruckend und absolut sehenswert. Wenn man allerdings schon einige ähnliche Orte auf Reisen gesehen hat, muss man fairerweise sagen: Es gibt durchaus größere und spektakulärere blaue Grotten.
Ein bisschen erinnert es uns an die Blue Lagoon. Malta hat eine – und sie ist definitiv schön. Andere Länder haben so etwas allerdings ebenfalls, teilweise einfach noch größer, spektakulärer und beeindruckender. 😅
Nichtsdestotrotz: Wenn man schon auf Malta ist, gehört die Blue Grotto einfach dazu.
Also rein ins kleine Boot. Insgesamt passten ungefähr neun Personen hinein und neben uns waren natürlich wieder die unterschiedlichsten Nationalitäten vertreten.
Vor der Abfahrt gab es für jeden eine Schwimmweste. Wir haben unsere allerdings eher nach dem Prinzip „wird schon passen“ locker übergelegt. 😂
Frei nach dem Motto: Sollten wir tatsächlich ins Wasser fallen, dann schwimmen wir eben.
Andere Mitfahrer nahmen die Sicherheitsvorkehrungen dagegen deutlich ernster und legten ihre Westen absolut vorschriftsmäßig an. Das funktionierte hervorragend – zumindest so lange, bis sie die Dinger nach der Fahrt wieder ausziehen wollten. 😂 Da wurde dann gezogen, gedrückt und irgendwann musste sogar ein wenig geholfen werden.
Wir mussten uns das Grinsen etwas verkneifen.
Da die kleinen Boote während der Tour ohnehin immer relativ dicht an der felsigen Küste entlangfahren und wir gefühlt nie besonders weit vom Land entfernt waren, blieben wir bei unserer eher lockeren Variante.
Dann ging es hinein in die verschiedenen Höhlen. 🚤🌊
Und die sind tatsächlich wirklich schön anzusehen. Die Felswände, das unglaublich klare Wasser und die unterschiedlichen Farben machen die kurze Bootstour definitiv sehenswert.
Besonders interessant sind die Höhlen, bei denen das Licht durch das Wasser reflektiert wird. Dadurch entsteht dieser typische blaue Schimmer, der teilweise die gesamte Höhle in ein intensives Blau taucht. Genau dieser Effekt macht letztendlich den besonderen Reiz der Blue Grotto aus. 💙
Unser Fazit deshalb:
Kann man machen. Sollte man sogar machen.
Für 10 Euro bekommt man eine schöne kleine Bootsfahrt, sieht die Küste noch einmal aus einer völlig anderen Perspektive und besucht eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Maltas. Wer schon viele ähnliche Orte gesehen hat, wird wahrscheinlich nicht völlig überwältigt sein – aber wenn man auf Malta ist, gehört es unserer Meinung nach trotzdem einfach dazu.
Nach der Bootstour schlenderten wir noch durch zwei oder drei der obligatorischen Souvenirläden, bevor es wieder Richtung Uber ging.
Unser Fahrer brachte uns zurück zu unserem Apartment, wo wir uns kurz sortierten, denn für diesen Tag hatten wir noch ein weiteres Ziel:
Smart City Malta.
Also wieder los. 🚗
Von der Smart City hatten wir uns tatsächlich ein bisschen mehr versprochen. Das gesamte Areal wirkt modern und man erkennt ziemlich schnell, welches Potenzial dort vorhanden ist. Vieles ist schön angelegt und insbesondere am Abend, wenn alles beleuchtet ist, kann ich mir vorstellen, dass man dort wirklich nett sitzen und etwas trinken oder essen kann.
Aktuell merkt man allerdings auch sehr deutlich:
Das Ganze ist einfach noch nicht fertig.
Es gibt eine kleine Mall, allerdings mit nur wenigen Geschäften, und auch rundherum fehlt noch einiges. Viele Bereiche wirken so, als würde dort in den kommenden Jahren noch ordentlich etwas entstehen.
Unser Eindruck ist deshalb, dass die Smart City in zwei oder drei Jahren richtig interessant werden könnte. Dann könnte das durchaus ein Ort sein, an dem man shoppen, essen und einen entspannten Abend verbringen kann.
Aktuell würden wir allerdings nicht extra dorthin fahren, wenn das Ziel hauptsächlich Shoppen ist.
Dafür ist die Auswahl einfach noch zu klein.
Dann ganz klar lieber The Point in Sliema. 🛍️
Für einen kleinen Abstecher am Abend, einen Spaziergang durch die moderne Anlage oder um einfach einmal zu schauen, was dort gerade entsteht, kann man Smart City durchaus mitnehmen.
Als Shoppingziel bekommt sie von uns momentan allerdings eher ein:
„Kommt in ein paar Jahren noch einmal wieder.“ 😂Read more











