• Three Cities

    August 20 in Malta ⋅ ☀️ 30 °C

    Ein weiterer Punkt auf unserer Malta-Liste waren die Three Cities – oder auf Deutsch einfach die drei Städte. 🇲🇹

    Sie liegen direkt gegenüber von Valletta auf der anderen Seite des Grand Harbour und bestehen aus Vittoriosa (Birgu), Senglea (Isla) und Cospicua (Bormla).

    Historisch sind die Three Cities sogar älter als Valletta und spielten insbesondere zur Zeit des Johanniterordens eine wichtige Rolle. Nachdem die Ritter 1530 nach Malta gekommen waren, machten sie zunächst Birgu zu ihrem Hauptsitz. Aufgrund der strategisch wichtigen Lage am Grand Harbour wurden die Befestigungsanlagen in den folgenden Jahrzehnten immer weiter ausgebaut.

    Besonders während der Großen Belagerung Maltas im Jahr 1565, als das Osmanische Reich versuchte, die Insel einzunehmen, waren Birgu und Senglea von enormer Bedeutung. Nach dem erfolgreichen Widerstand wurde schließlich auf der gegenüberliegenden Seite des Hafens eine neue, noch stärker befestigte Hauptstadt errichtet: Valletta.

    Wenn man heute durch die Three Cities läuft, sieht man noch überall die gewaltigen Festungsmauern, Bastionen und historischen Gebäude. Teilweise hat man wirklich das Gefühl, durch eine riesige Festungsanlage zu laufen. 🏰

    Was uns auf Malta außerdem immer wieder aufgefallen ist, sind die zahlreichen und teilweise unglaublich prunkvollen Kirchen.

    Interessant fanden wir dabei, dass es auf Malta keine Kirchensteuer nach deutschem Modell gibt. Die katholische Kirche und insbesondere die örtlichen Pfarrgemeinden werden unter anderem durch freiwillige Spenden und Unterstützung aus der Bevölkerung getragen. Auch bei religiösen Festen und Projekten engagieren sich viele Menschen persönlich und bringen neben Geld teilweise ihre eigene Arbeitskraft ein.

    Wenn man sich anschaut, wie aufwendig manche Kirchen ausgestattet sind und mit welcher Begeisterung die religiösen Feste auf Malta vorbereitet werden, ist das schon beeindruckend. Gerade im Vergleich zu Deutschland ist es interessant zu sehen, wie unterschiedlich so etwas funktionieren kann.

    Wir ließen uns für die Three Cities jedenfalls ordentlich Zeit und schauten uns die kleinen Straßen, die Festungsanlagen und den Hafen ganz in Ruhe an.

    Zwischendurch ging es sogar noch einmal mit einem kleinen Boot übers Wasser, sodass wir die Städte und ihre beeindruckenden Mauern auch vom Grand Harbour aus betrachten konnten. 🚤

    Danach stiegen wir wieder in unseren Hop-on-Hop-off-Bus und setzten unsere Rundfahrt fort.

    Wobei „Hop-on-Hop-off“ bei uns an diesem Tag irgendwann eigentlich nur noch „Hop-on und sitzen bleiben“ bedeutete. 😂

    Es war einfach verdammt warm! ☀️🥵

    Also blieben wir bei den weiteren Stationen teilweise einfach im Bus sitzen, genossen den Fahrtwind und schauten uns die Orte erst einmal vom Bus aus an. Die Ziele, die uns besonders interessierten, haben wir dann an den folgenden Tagen ganz entspannt mit dem Uber angefahren.

    Trotzdem würden wir den Hop-on-Hop-off-Bus auf Malta durchaus empfehlen, insbesondere wenn man zum ersten Mal auf der Insel ist.

    Man bekommt innerhalb relativ kurzer Zeit einen guten Überblick, fährt an vielen der wichtigsten und schönsten Sehenswürdigkeiten vorbei und erhält während der Fahrt über Kopfhörer Informationen zu den jeweiligen Orten in verschiedenen Sprachen.

    Für uns war es deshalb perfekt, um zunächst einmal herauszufinden:

    Was wollen wir unbedingt noch einmal in Ruhe sehen – und wo reicht uns der Blick aus dem Bus? 😅

    Und die Three Cities gehörten definitiv zu den Orten, bei denen sich das Aussteigen gelohnt hat. 🇲🇹❤️
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