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  • Day4

    Biking rund um Paraparaumu

    April 3, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 20 °C

    Mit dem Bus geht's 9:10 nach Paraparaumu. In der Touri-Info leihe ich mir ein Rad aus und lasse mir von zwei süßen älteren Damen erklären, wo ich am besten lang fahre. Mein Gepäck lasse ich dort und los geht's. Verfahre mich kurz in der Stadt (ohje, Linksverkehr) und finde dann aber den richtigen Radweg. Die ersten paar Kilometer noch neben dem Highway, dann aber im geschützten Queen Elizabeth Park. Geschwungene, grüne Dünen und Hügel, Schafe, Kühe, Palmen, links im Hintergrund Berge und rechts der Ozean. Und weit und breit kein Mensch zu sehen. Langsam wird mir wie Urlaub.

    Heute früh habe ich mich noch gefragt, warum ich noch nicht so richtig entspannt und konstant überglücklich bin, wie ich mir das vorgestellt habe. Und dann aber gemerkt, dass ja gerade mal Tage zwei ist und solche Erwartungen ja sowieso nichts bringen (zumal gestern ziemlich super war). Aber ein bisschen ist schon im Hinterkopf "du bist jetzt im objektiv schönsten Land der Welt auf deiner Reise, auf die du so lange gewartet hast, jetzt mach gefälligst, dass es richtig super wird!". Ich hab dann tief durchgeatmet. Alles gut. Alles kann, nix muss. Solange ich das Meer sehe und noch eine Wanderung durch einen tausend Jahre alten Wald mache und mir die Höhle mit den Glühwürmchen anschaue, hab ich alles geschafft was ich "erreichen" wollte. Das wird schon. Und ansonsten eben einfach genießen, was sich ergibt.

    So wie die Fahrradtour heute. 12km von Paraparaumu nach Paekakariki (beste Maori-Namen hier). Und dann bin ich am Meer. Riesige Wellen! Wow. Es ist bewölkt, windig und irgendwie rau. Gefällt mir. Ich fahre nach Paekakariki rein und sitze jetzt im Perching Parrot Café mit einem Smoothie und baked beans auf toast.
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