Frühstück im Sprüngli
February 15 in Switzerland ⋅ ☁️ 0 °C
Am Morgen ging es schon wieder los. Mit der 2er Tram direkt zum Paradeplatz – gefühlt gehört das inzwischen schon zum festen Zürich-Ritual. Draußen noch grauer Himmel, drinnen bei Sprüngli warmes Licht, Holzvertäfelung, Marmor, diese klassische Mischung aus Grandezza und Schweizer Zurückhaltung.
Die Confiserie Sprüngli gibt es seit 1836, gegründet von David Sprüngli. Heute ist sie vor allem berühmt für ihre Luxemburgerli – die zarten, kleineren Schweizer Macarons – und natürlich für die edlen Pralinés. Am Paradeplatz sitzt man quasi im Wohnzimmer der Zürcher Genusskultur.
Der Sonntagsbrunch ist mit 79 CHF pro Erwachsenem kein Schnäppchen, aber dafür sehr umfassend. Schon der Start ist typisch Sprüngli: Ein Glas Prosecco (oder alkoholfreie Alternative) inklusive. Als Basis bekommt man eine Etagère an den Tisch – bei uns mit Mini-Bagel mit Pastrami und Meerrettichcreme, einem Waffelstück mit Grapefruit-Curd und Joghurt-Tonka-Schaum sowie weiteren kleinen, fein arrangierten Häppchen.
Vom Buffet gibt es alles, was das Frühstücksherz begehrt:
Gipfeli, Laugengebäck, Brioche, verschiedene Brotsorten – dazu Butter, Honig und die hauseigenen Konfitüren in kleinen Gläsern. Aprikose, Beeren, klassisch und perfekt abgeschmeckt. Daneben Joghurt-Variationen, Granola, Bircher-Müesli, frischer Fruchtsalat.
Herzhaft wird es mit Fleisch- und Käseauswahl, Lachs, Eierspeisen und wechselnden warmen Gerichten. Aus der Küche kommen zusätzlich frisch zubereitete Speisen wie Buttermilch-Pancakes mit Mango und Mandelkrokant oder die Sprüngli-Waffeln mit Grapefruit-Curd und Pistazien. Auch Eggs Benedict mit Sauce Hollandaise stehen auf der Karte, ebenso Roastbeef mit Béarnaise oder – etwas moderner – Kichererbsen-Tomaten-Ragout und gebratener Broccolini.
Besonders schön: Alles wirkt hochwertig, aber nie überladen. Kein Massenbuffet, sondern eher eine kuratierte Auswahl mit klarer Handschrift. Service aufmerksam, freundlich, sehr professionell – genau das erwartet man hier.
Mit Blick aus dem Fenster auf die Fassaden rund um den Paradeplatz, einer guten Tasse Kaffee und noch einem Luxemburgerli zum Abschluss war das ein sehr stilvoller Start in den Sonntag. Zürich kann schon Brunchen.Read more















TravelerHört sich prima an, würde ich jetzt auch gerne essen.