• Norðradalur

    February 27 in Faroe Islands ⋅ 🌬 2 °C

    Nach einem leckeren Frühstück im Hotel - natürlich mit Lachs von den Inseln und noch ein paar Calls habe ich es dann do h am frühen Nachmittag noch geschafft und bin mit meinem Auto los.

    Das Wetter? Komplett Färöer. Wind, Schnee, Regen, Sonne – alles gleichzeitig. Keine zehn Minuten gleich, ständig neue Lichtstimmungen. Oben auf dem Kamm, von wo man in die Bucht schaut, war es so extrem windig, dass ich echten Respekt hatte. Und das soll was heißen. Man spürt hier oben die rohe Kraft des Atlantiks. Der Wagen wackelt, die Böen drücken, und gleichzeitig reißt der Himmel auf und taucht die Landschaft in dieses fast unwirkliche, helle Grün.

    Dann die Abfahrt ins Tal. Diese scharf geschnittene Küstenlinie, die steilen Flanken, unten die riesigen Wellen, die mit voller Wucht einschlagen. Dazwischen immer wieder Wasserfälle, die sich von den Bergen Richtung Meer ziehen. Kleine Rinnsale neben mächtigen Kaskaden. Und über allem dieses permanente Wechselspiel aus Licht und Schatten.

    Unten im Bauerndörfchen Norðradalur dann fast schon Idylle. Ein paar verstreute Häuser mit Gras auf dem Dach, Schafe auf den Hängen, und überall Stare. Erstaunlich viele – hier überwintern sie. Die Schwärme ziehen tief über die Wiesen, setzen sich in die Hänge, fliegen wieder auf. In Kombination mit dem wechselnden Licht wirkt das fast wie eine Inszenierung.

    Kein großes Spektakel im klassischen Sinne. Kein Café, kein Souvenirshop. Nur Wind, Wasser, Felsen und Weite.

    Genialer Einstieg in die Färöer-Inseln.
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