• Natural Bridges National Monument

    April 17 in the United States ⋅ ☀️ 5 °C

    Nach der richtig starken Offroad-Tour waren wir erstmal noch schnell einkaufen – wobei „schnell“ relativ ist. Wir haben gefühlt den halben Supermarkt leer gekauft. Irgendwie immer das gleiche auf so einem Roadtrip: man denkt, man braucht nur ein paar Sachen, und am Ende steht man mit einem vollen Wagen da.

    Unser Guide hat uns dann noch ein paar richtig gute Tipps für die Strecke Richtung Monument Valley gegeben. Die haben wir direkt ins Navi gehauen und sind losgefahren. Erste Station: Natural Bridges National Monument.

    Die Fahrt dorthin war schon ein Highlight für sich. Kleine Straßen, kaum Verkehr, strahlend blauer Himmel – richtig entspannt. Die Landschaft wirkt zwar schon total nach Wüste, aber die Temperaturen haben uns immer wieder überrascht. Draußen waren es vielleicht 5 bis maximal 7 Grad. In der Sonne angenehm, aber sobald man aus dem Auto ausgestiegen ist, wurde es sofort ziemlich frisch.

    Im Park selbst gibt es eine schöne Rundstraße mit mehreren Viewpoints. Man hält immer wieder an, läuft ein paar Minuten und hat dann direkt beeindruckende Ausblicke. Die „Bridges“ sind im Prinzip riesige natürliche Steinbrücken – und tatsächlich unterscheiden sie sich von den typischen Arches. Während Arches meist durch Wind und Erosion von außen entstehen, wurden diese Brücken hier vom Wasser geformt. Über Millionen Jahre haben kleine Flüsse und Flash Floods den weichen Sandstein von unten ausgewaschen, bis nur noch diese gewaltigen Steinbögen stehen geblieben sind. Teilweise spannen die sich über 60 bis 80 Meter – und wirken dadurch nochmal massiver und „echter“ als viele Arches.

    Ein paar davon kann man auch näher erlaufen, andere schaut man einfach von oben an. Alles sehr ruhig dort, fast keine Leute unterwegs, was die Stimmung nochmal besonderer macht.

    An einer Stelle sieht man dann auch alte Felsbehausungen der Ancestral Puebloans – also der Ureinwohner, die hier etwa zwischen dem 8. und 13. Jahrhundert gelebt haben. Die Gebäude liegen geschützt unter überhängenden Felsen und sind erstaunlich gut erhalten. Man erkennt noch einzelne Räume, Mauern aus sorgfältig geschichteten Steinen und sogar kleine Fensteröffnungen.

    Diese Orte waren perfekt gewählt: Schutz vor Sonne und Wetter, gute Sicht auf die Umgebung und oft in der Nähe von Wasserquellen. Die Menschen haben hier nicht nur gewohnt, sondern auch Vorräte gelagert und Landwirtschaft in der Umgebung betrieben – trotz der heute extrem trockenen Bedingungen. Es ist schon beeindruckend, sich vorzustellen, wie isoliert und gleichzeitig perfekt angepasst das Leben hier gewesen sein muss.

    Leider kommt man nicht direkt hin, sondern kann die Anlagen nur aus der Ferne anschauen – was aber auch hilft, sie zu schützen. Trotzdem ein richtig spannender Einblick in die Geschichte dieser Region.

    Insgesamt ein super schöner, entspannter Zwischenstopp mit Natur, Geschichte und richtig viel Weite – und dann ging es weiter Richtung Monument Valley.
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