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USA 2026

Wir haben wieder die Messe in Las Vegas. Diesmal sind wir davor und danach ein paar Tage unterwegs. Read more
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    🇺🇸 Las Vegas, Vereinigte Staaten von Ame…

    Zion NP

    April 19 in the United States ⋅ ⛅ 22 °C

    Nach dem Stopp auf der Zion Mountain Ranch sind wir weiter Richtung Zion National Park gefahren. Eigentlich nur als Durchfahrt geplant. Am Eingang dann erstmal kurz Irritation: die Rangerin meinte, für uns als Ausländer wären es eigentlich 100 Dollar pro Person. Haben wir so auch noch nicht gehört. Sie war dann aber entspannt und hat eine pragmatische Lösung gefunden – am Ende sind wir mit einem Jahrespass rausgegangen.

    Die Fahrt durch den Park selbst war ziemlich beeindruckend. Die Landschaft ändert sich nochmal komplett. Diese riesigen, steilen Felswände, alles deutlich grüner im Tal, fast schon unerwartet nach den letzten Tagen in der Wüste.

    Am prägendsten war der Tunnel: lang, dunkel, nicht beleuchtet. Und dann kommst du raus und stehst plötzlich in einer komplett anderen Szenerie. Andere Farben, andere Dimensionen, alles wirkt größer.

    Unterwegs haben wir noch ein paar Bergziegen gesehen, die völlig entspannt auf den Felsen unterwegs waren. Und ein Truthahn hat es fast noch auf die Straße geschafft – kam ziemlich überraschend.

    Zion liegt deutlich höher als die umliegenden Gebiete, deshalb auch spürbar kühler. Durch den Virgin River ist es auch viel grüner als alles, was wir vorher gesehen haben. Die steilen Wände sind über Millionen Jahre entstanden, der Fluss hat sich immer tiefer in den Sandstein gearbeitet.

    Nach dem Park hatte es dann schon über 20 Grad, und mit jedem Kilometer Richtung Las Vegas wurde es spürbar wärmer.
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  • Zion Mountain Ranch

    April 19 in the United States ⋅ ☁️ 28 °C

    Nach der super Tour durch den Antelope Canyon haben wir uns in Page noch schnell mit Essen und Kaffee versorgt und sind dann Richtung Las Vegas aufgebrochen. Direkt am Anfang ging es über den beeindruckenden Damm am Lake Powell – genauer gesagt über den Glen Canyon Dam. Schon verrückt: hier wird der Colorado River aufgestaut und bildet diesen riesigen, tiefblauen See mitten in der Wüste. Der Damm ist über 200 Meter hoch und sorgt nicht nur für Strom, sondern auch für die Wasserversorgung in weiten Teilen des Südwestens. Von oben hat man einen genialen Blick in die Schlucht – auf der einen Seite das ruhige Wasser des Sees, auf der anderen Seite der enge, tief eingeschnittene Canyon.

    Danach ging es weiter durch ständig wechselnde Landschaften. Erst diese typische rote Wüstenlandschaft, dann wieder mehr Steppe, später fast schon grünere Hochflächen. Genial – alle paar Kilometer sieht es komplett anders aus.

    Relativ spontan haben wir uns dann entschieden, noch einen Umweg über den Zion National Park zu machen. Und genau da kam dann eines dieser unerwarteten Highlights: die Zion Mountain Ranch. Sah erst ein bisschen nach Touri-Stopp aus, aber hat sich total gelohnt.

    Schon am Eingang dieses massive Holzschild mitten in der Landschaft, daneben eine Statue – sofort Western-Vibes. Und dann standen wir plötzlich mittendrin: offene Weiden, ein paar Gebäude im Ranch-Stil und direkt daneben tatsächlich Bisons. Nicht im Zoo, sondern einfach draußen auf der Weide. Ziemlich beeindruckend, die mal so nah zu sehen – viel größer und massiver, als man denkt.

    Spannend ist auch die Geschichte dahinter: Bisons waren früher zu Millionen in Nordamerika unterwegs, Schätzungen gehen von 30 bis 60 Millionen Tieren aus. Ende des 19. Jahrhunderts waren sie dann fast komplett ausgerottet, unter anderem durch gezielte Jagd. Heute gibt es wieder rund 500.000 Tiere in den USA, allerdings lebt nur ein kleiner Teil davon wirklich frei in Nationalparks wie Yellowstone – viele, so wie hier, auf Ranches.

    Wir sind dann ins Restaurant rein, komplett im Holzstil, richtig gemütlich, ein bisschen wie in einem alten Saloon. Viele Einheimische, entspannte Stimmung, nichts künstlich aufgesetzt. Das Essen war richtig gut, klassisch amerikanisch, große Portionen – genau das, was man sich vorstellt, wenn man irgendwo „in the middle of nowhere“ einkehrt.

    Highlight war aber fast der Hund dort – riesig, komplett zerzaust und offensichtlich der Chef auf der Ranch. Hat sich streicheln lassen, als würde er jeden kennen, der vorbeikommt.

    Die Ranch liegt auf etwa 1.800 bis 2.000 Metern Höhe, deshalb auch deutlich kühler als unten in der Wüste. Früher waren solche Ranches echte Arbeitsbetriebe, heute oft eine Mischung aus Landwirtschaft, Tourismus und Erlebnis – hier wirkt es aber noch ziemlich authentisch.

    War eigentlich nur als kurzer Stopp geplant, am Ende sind wir deutlich länger geblieben.
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  • Antelope Canyon

    April 19 in the United States ⋅ ⛅ 20 °C

    Nach einem weiteren Sonnenaufgang im Monument Valley sind wir entspannt in den Tag gestartet und haben gefrühstückt, bevor es weiter Richtung Page ging. Unser Ziel war der Lower Antelope Canyon, für den wir vorab eine Tour gebucht hatten. Die Ankunft dort war erstmal eher ernüchternd: ein riesiger Parkplatz, Busse, viele Menschen – alles wirkte ziemlich überlaufen und wenig nach dem Naturerlebnis, das wir uns vorgestellt hatten.

    Doch das änderte sich schlagartig, sobald wir in den Canyon hinabgestiegen sind. Der Lower Antelope Canyon ist ein sogenannter Slot Canyon, entstanden durch Erosion von Sandstein über Jahrtausende hinweg – vor allem durch plötzlich auftretende Sturzfluten, die sich ihren Weg durch das Gestein gefressen haben. Genau dadurch sind diese schmalen, geschwungenen Gänge entstanden, die heute so einzigartig wirken.

    Unten im Canyon war es dann einfach nur beeindruckend. Die Felswände leuchten in allen möglichen Farbtönen – von warmem Orange über kräftiges Rot bis hin zu fast violetten Schattierungen, je nach Lichteinfall. Das Sonnenlicht fällt von oben in schmalen Strahlen hinein und sorgt für diese fast surrealen Effekte, die man sonst nur von Fotos kennt. In echt ist es aber nochmal eine ganz andere Dimension.

    Es war zwar weiterhin recht voll und an manchen Stellen ziemlich eng, sodass sich die Gruppen etwas gestaut haben. Aber genau diese Enge gehört auch zum Erlebnis dazu – man bewegt sich durch eine Art natürliche Skulptur, die sich mit jedem Schritt verändert. Hinter jeder Kurve sieht alles wieder anders aus.

    Wir waren insgesamt etwa eine Stunde im Canyon unterwegs und sind ihn langsam wieder nach oben gelaufen. Am Ende waren wir komplett begeistert. Was anfangs nach einer überlaufenen Touristenattraktion aussah, hat sich als eines der beeindruckendsten Naturerlebnisse der gesamten Reise herausgestellt.
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  • Bluff

    April 18 in the United States ⋅ ☀️ 17 °C

    Irgendwie hatten wir keine Lust, schon wieder im Monument Valley essen zu gehen. Also sind wir einfach weitergefahren – in die nächste „Stadt“. Wobei Stadt fast übertrieben ist. Hinter Mexican Hat liegt Bluff, ein Ort mit vielleicht 300 Einwohnern, schön gelegen, aber auf den ersten Blick ziemlich unspektakulär.

    Die Fahrt dorthin war dafür richtig nett – diese weite Landschaft, das warme Abendlicht, alles ruhig und fast schon unwirklich. In Bluff sind wir zuerst ins Bluff Fort Historic Site gegangen. Dort wird die Geschichte der sogenannten Hole-in-the-Rock-Expedition erzählt: Rund 260 Mormonen sind Ende des 19. Jahrhunderts von Utah aus hierher gezogen – eine extrem harte und abenteuerliche Reise durch unwegsames Gelände. Kaum vorstellbar, wenn man heute gemütlich mit dem Auto unterwegs ist. Sie haben dann Bluff gegründet – und viel mehr ist daraus bis heute eigentlich nicht geworden.

    Zum Abendessen haben wir dann aber einen richtig guten Treffer gelandet: ein kleines, unscheinbares Restaurant, aber genau so, wie man sich ein klassisch amerikanisches Dinner vorstellt. Gutes Fleisch, ordentlich zubereitet, nichts Überkandideltes – einfach ehrlich und richtig lecker.

    Auf dem Rückweg haben wir noch einen Abstecher zum Sand Island Petroglyph Panel gemacht. Dort gibt es uralte Felszeichnungen, teilweise über tausend Jahre alt. Wir sind noch eine kleine Runde gelaufen, vielleicht zwei Kilometer, oben entlang. Die Stimmung war genial: klare Luft, fast 20 Grad, ein ganz leichter Abendwind – einfach perfekt.

    Zurück im Monument Valley war es dann schon dunkel. Der Himmel komplett klar, unendlich viele Sterne. Ein richtig runder Abend.
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  • Monument Valley Scenic Drive

    April 18 in the United States ⋅ ☀️ 9 °C

    Nach dem Frühstück sind wir ins Monument Valley Navajo Tribal Park gefahren und haben uns direkt auf den berühmten Scenic Drive gemacht. Die Strecke führt einmal durch das Tal, vorbei an diesen ikonischen Felsformationen, die man aus unzähligen Western kennt. Alles wirkt hier irgendwie größer und weiter als gedacht – diese roten Tafelberge, die einfach so aus der Ebene ragen.

    Teilweise fährt man direkt auf die Buttes zu, dann wieder öffnen sich weite Ebenen, in denen kaum etwas wächst außer ein paar Sträucher, Kakteen und Yucca-Pflanzen. Genau diese Mischung aus karger Landschaft und massiven Felsen macht den Reiz aus. Kein Wunder, dass hier so viele Filme gedreht wurden – unter anderem mit John Wayne, der das Monument Valley quasi zum Symbol des Wilden Westens gemacht hat.

    Zwischendurch sind wir immer wieder ausgestiegen, einfach weil die Perspektiven sich ständig ändern. Mal stehst du direkt unter einer dieser riesigen Wände, mal hast du den Blick kilometerweit über die Ebene mit den typischen Felsnadeln im Hintergrund.

    Am Ende gab es dann noch das klassische Touri-Foto – einmal auf dem Pferd vor dieser Kulisse. In dem Moment fühlt man sich wirklich ein bisschen wie im Film. John Wayne wäre vermutlich zufrieden gewesen.
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  • Sonnenaufgang im Monument Valley

    April 18 in the United States ⋅ 🌙 -3 °C

    Der Wecker ging früh, aber es hat sich gelohnt. Sonnenaufgang im Monument Valley – einer dieser Momente, wo man einfach still dasteht und schaut. Erst nur Silhouetten, diese typischen Tafelberge und Felstürme, dann langsam kommt das Licht, alles wird orange, rot, fast schon glühend. Und trotzdem: bitterkalt. Minus 4 Grad, das fühlt sich in der Wüste nochmal anders an, richtig trocken und schneidend.

    Wir sind danach noch zum Forrest Gump Point gefahren. Genau die Straße, die man aus dem Film kennt – schnurgerade, endlos, und direkt auf die Monumente zu. In echt fast noch besser als im Film, weil einfach nichts los ist und man die Landschaft komplett für sich hat.

    Das Monument Valley selbst liegt übrigens auf etwa 1.700 Metern Höhe, deshalb auch die Kälte am Morgen. Gleichzeitig ist die Luft extrem klar, was diese intensiven Farben beim Sonnenaufgang nochmal verstärkt. Die markanten Felsen – die sogenannten Buttes – sind über Millionen Jahre durch Erosion entstanden. Früher war hier eine riesige, zusammenhängende Sandsteinplatte, Wind und Wasser haben daraus diese einzelnen „Inselberge“ geformt.

    Nach dem Kälteschock ging’s dann weiter nach Mexican Hat zum Frühstück. Der Name kommt übrigens von einem Felsen, der wirklich aussieht wie ein Sombrero – typisch amerikanisch pragmatisch benannt.
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  • Moki Dugway

    April 17 in the United States ⋅ ☀️ 10 °C

    Wir sind dann weiter über das Colorado Plateau Richtung Süden gefahren. Die Landschaft hat sich dabei kaum verändert – endlose Weite, rote und braune Töne, kaum Vegetation. Was aber immer wieder überrascht hat: wir waren immer noch auf fast 2000 Meter Höhe unterwegs. Entsprechend frisch war es, obwohl es optisch längst nach heißer Wüste aussah.

    Irgendwann sind wir dann zum Muley Point abgebogen. Die letzten Kilometer dorthin gingen über eine Schotterstraße, die schon ordentlich zur Kante hin abfällt. Und dann steht man plötzlich oben – und vor einem geht es einfach hunderte Meter senkrecht nach unten. Die Abbruchkante hier liegt tatsächlich rund 300 bis 400 Meter über dem Talboden, und man schaut direkt auf eine riesige Canyonlandschaft mit dem San Juan River, der sich tief unten durch die Landschaft zieht.

    Noch beeindruckender wurde es dann kurz danach: wir mussten nämlich wieder runter von diesem Plateau. Und das passiert über den berühmten Moki Dugway – eine in den Fels geschnittene Schotterstraße mit engen Serpentinen. Die Straße wurde Anfang der 1950er Jahre gebaut, genauer gesagt zwischen 1958 und 1959, und zwar ursprünglich gar nicht für Touristen, sondern für den Transport von Uranerz. In dieser Region gab es damals einen richtigen Uran-Boom, und das Erz wurde von den Minen oben auf dem Plateau hinunter ins Tal transportiert.

    Der Dugway war dabei die direkte Verbindung von oben nach unten – ohne ihn hätte man riesige Umwege fahren müssen. Gebaut wurde die Straße relativ simpel direkt in den Fels, ohne Asphalt, dafür mit engen Kurven und steilen Abschnitten von bis zu etwa 10 %. Heute gehört sie offiziell zum Highway-System von Utah, ist aber immer noch unbefestigt und wirkt entsprechend abenteuerlich.

    Da geht es auf wenigen Kilometern mehrere hundert Höhenmeter nach unten. Oben steht man noch im Wind auf dem Plateau, unten ist man plötzlich mitten in der Wüste.

    Unten angekommen hat sich die Landschaft nochmal verändert – weiter, flacher, noch trockener. Von dort sind wir dann weiter zum Goosenecks State Park gefahren. Und das war wirklich eines der spektakulärsten Dinge bisher.

    Der San Juan River hat sich hier über Millionen Jahre extrem tief in den Sandstein eingeschnitten und dabei mehrere enge Schleifen gebildet – sogenannte Incised Meanders. Von oben sieht das aus wie eine perfekte Doppel- oder sogar Dreifachschleife. Die Tiefe dieser Einschnitte liegt bei rund 300 Metern, und man steht direkt an der Kante und schaut senkrecht runter.

    Im Hintergrund konnte man dann schon die ersten Tafelberge und Formationen vom Monument Valley erkennen – ein ziemlich cooler Moment, weil man merkt, dass man jetzt wirklich in diese ikonische Landschaft reinfährt.

    Am Abend sind wir dann dort angekommen und haben in der Nähe übernachtet – mit Vorfreude auf den nächsten Tag und die berühmten Felsformationen.
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  • Natural Bridges National Monument

    April 17 in the United States ⋅ ☀️ 5 °C

    Nach der richtig starken Offroad-Tour waren wir erstmal noch schnell einkaufen – wobei „schnell“ relativ ist. Wir haben gefühlt den halben Supermarkt leer gekauft. Irgendwie immer das gleiche auf so einem Roadtrip: man denkt, man braucht nur ein paar Sachen, und am Ende steht man mit einem vollen Wagen da.

    Unser Guide hat uns dann noch ein paar richtig gute Tipps für die Strecke Richtung Monument Valley gegeben. Die haben wir direkt ins Navi gehauen und sind losgefahren. Erste Station: Natural Bridges National Monument.

    Die Fahrt dorthin war schon ein Highlight für sich. Kleine Straßen, kaum Verkehr, strahlend blauer Himmel – richtig entspannt. Die Landschaft wirkt zwar schon total nach Wüste, aber die Temperaturen haben uns immer wieder überrascht. Draußen waren es vielleicht 5 bis maximal 7 Grad. In der Sonne angenehm, aber sobald man aus dem Auto ausgestiegen ist, wurde es sofort ziemlich frisch.

    Im Park selbst gibt es eine schöne Rundstraße mit mehreren Viewpoints. Man hält immer wieder an, läuft ein paar Minuten und hat dann direkt beeindruckende Ausblicke. Die „Bridges“ sind im Prinzip riesige natürliche Steinbrücken – und tatsächlich unterscheiden sie sich von den typischen Arches. Während Arches meist durch Wind und Erosion von außen entstehen, wurden diese Brücken hier vom Wasser geformt. Über Millionen Jahre haben kleine Flüsse und Flash Floods den weichen Sandstein von unten ausgewaschen, bis nur noch diese gewaltigen Steinbögen stehen geblieben sind. Teilweise spannen die sich über 60 bis 80 Meter – und wirken dadurch nochmal massiver und „echter“ als viele Arches.

    Ein paar davon kann man auch näher erlaufen, andere schaut man einfach von oben an. Alles sehr ruhig dort, fast keine Leute unterwegs, was die Stimmung nochmal besonderer macht.

    An einer Stelle sieht man dann auch alte Felsbehausungen der Ancestral Puebloans – also der Ureinwohner, die hier etwa zwischen dem 8. und 13. Jahrhundert gelebt haben. Die Gebäude liegen geschützt unter überhängenden Felsen und sind erstaunlich gut erhalten. Man erkennt noch einzelne Räume, Mauern aus sorgfältig geschichteten Steinen und sogar kleine Fensteröffnungen.

    Diese Orte waren perfekt gewählt: Schutz vor Sonne und Wetter, gute Sicht auf die Umgebung und oft in der Nähe von Wasserquellen. Die Menschen haben hier nicht nur gewohnt, sondern auch Vorräte gelagert und Landwirtschaft in der Umgebung betrieben – trotz der heute extrem trockenen Bedingungen. Es ist schon beeindruckend, sich vorzustellen, wie isoliert und gleichzeitig perfekt angepasst das Leben hier gewesen sein muss.

    Leider kommt man nicht direkt hin, sondern kann die Anlagen nur aus der Ferne anschauen – was aber auch hilft, sie zu schützen. Trotzdem ein richtig spannender Einblick in die Geschichte dieser Region.

    Insgesamt ein super schöner, entspannter Zwischenstopp mit Natur, Geschichte und richtig viel Weite – und dann ging es weiter Richtung Monument Valley.
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  • Moab Offroad Tour

    April 17 in the United States ⋅ ☀️ 3 °C

    Heute Morgen sind wir bei minus 3 Grad aufgewacht – und es hat tatsächlich geschneit. Und unser Plan: mit offenen Offroad-Buggys in die Wüste rund um Moab. Klang erstmal nicht nach der besten Kombination.

    Wir sind dann trotzdem früh los, gegen 8 Uhr beim Anbieter gewesen. Die vor Ort haben uns eher abgeraten – oben in den Felsen wohl 50 km/h Wind, Schnee und richtig unangenehm. Eigentlich hätten wir verschieben sollen, aber zeitlich hat es nicht gepasst. Also haben wir gesagt: wir probieren’s einfach.

    Und das war genau die richtige Entscheidung.

    Schon nach kurzer Zeit wurde das Wetter besser, die Sonne kam raus, der Himmel klar – und plötzlich war es einfach perfekt. Diese Landschaft rund um Moab ist sowieso komplett surreal: roter Sand, glatt geschliffene Felsen und diese endlosen Weiten.

    Das Fahren selbst war am Anfang ehrlich gesagt ziemlich respekt-einflößend. Es geht dort nicht einfach über normale Wege – sondern teilweise gefühlt senkrecht die Felsen hoch und wieder runter. Laut Guide war die steilste Stelle 45 Grad. Diese Slickrock-Formationen sind wie Wellen aus Stein, und man fährt einfach drüber, als wäre es eine Achterbahn aus Fels.

    Am Anfang hatten wir echt Respekt, gerade bei den steilen Auf- und Abfahrten. Aber nach den ersten Passagen kam der Spaß – und dann richtig. Unglaubliches Gefühl, wenn das Ding sich einfach überall hochzieht, wo man zu Fuß wahrscheinlich schon überlegen würde.

    Unser Guide war auch super und hat uns nebenbei einiges erklärt. Die Gegend hier war vor Millionen von Jahren komplett anders – teilweise Meeresboden, später Lebensraum für Dinosaurier. Und tatsächlich sieht man in der Region immer wieder versteinerte Dinosaurier-Fußspuren in den Felsen.

    Zwischendurch hatten wir dann noch einen Aussichtspunkt hoch über dem Colorado River. Der zieht sich tief durch die Landschaft, hat sich über Millionen Jahre in das Gestein eingegraben und diese riesigen Canyons geformt. Von oben sieht das fast unwirklich aus – wie eine Miniatur, obwohl alles gigantisch ist.

    Am Ende waren wir komplett begeistert. Das war nicht nur irgendeine Tour, sondern wirklich eines der besten Erlebnisse, die wir bisher hatten. Mischung aus Abenteuer, Natur und ein bisschen Adrenalin.

    Absolute Empfehlung – muss man hier einfach machen.
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  • Dead Horse Point

    April 16 in the United States ⋅ 🌬 17 °C

    Nach dem (viel zu üppigen) Thai-Abendessen in Moab haben wir uns trotzdem noch ins Auto gesetzt und sind hoch zum Dead Horse Point gerast – in der Hoffnung, den Sonnenuntergang noch zu erwischen. Ganz hat es nicht mehr gereicht, wir kamen ein paar Minuten zu spät an.

    Aber ehrlich gesagt: war völlig egal.

    Die Sonne war gerade weg, der Himmel noch rot und orange angeleuchtet, und dieses Licht hat die ganze Landschaft fast noch spannender gemacht. Der Colorado River zieht sich unten wie eine grüne Schlange durch die Felsen, und die ganzen Schichten und Formationen kommen in diesem weichen Abendlicht richtig gut raus. Viel besser, als wir gedacht hätten.

    Was man von oben besonders gut versteht: Diese Landschaft ist über Millionen von Jahren entstanden. Die verschiedenen Gesteinsschichten stammen aus ganz unterschiedlichen Zeiten – teils Meeresablagerungen, teils Wüstensand, der sich zu Sandstein verfestigt hat. Der Colorado River hat sich dann über unglaublich lange Zeit immer tiefer in dieses Plateau eingeschnitten und diese dramatischen Schleifen geformt. Diese fast perfekten Kurven nennt man „Goosenecks“ – und genau so eine liegt einem hier direkt zu Füßen.

    Unten im Tal sind uns auch diese leuchtend blauen Becken aufgefallen – die sehen fast künstlich aus, und sind es auch. Das sind Verdunstungsbecken aus der Kalium- bzw. Salzgewinnung. Das Wasser wird hineingepumpt, verdunstet durch die Hitze, und je nach Mineralien färbt sich das Ganze in diese intensiven Blau- und Türkistöne. Ein total surrealer Kontrast zu den roten Felsen.

    Richtig besonders war aber auch der Blick in die andere Richtung: Im Osten sieht man die La Sal Mountains, komplett schneebedeckt. Und genau dort hat sich dieses typische „Alpenglühen“ gezeigt – die Gipfel waren noch in warmes, rötliches Licht getaucht, während hier unten im Canyon schon alles langsam ins Dämmerlicht überging. Das hatte fast etwas Unwirkliches, wie zwei verschiedene Welten nebeneinander: unten die trockene, rote Wüstenlandschaft und dahinter diese fast alpine Kulisse.

    Die Aussicht ist insgesamt schon beeindruckend – fast wie ein kompakter Grand Canyon, aber näher dran und irgendwie intensiver. Und vor allem: überraschend leer. Kaum Leute, totale Ruhe, nur der Wind und diese riesige Weite.

    Wir überlegen echt, morgen nochmal hinzufahren – Tagesticket haben wir.
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  • Fish Towers

    April 16 in the United States ⋅ 🌬 20 °C

    Vom Colorado National Monument ging es zurück nach Grand Junction und dann weiter Richtung Moab. Kurz vor der Grenze nach Utah sind wir von der Interstate 70 abgefahren und auf den berühmten Scenic Drive entlang des Colorado Rivers gewechselt – die Route 128. Wirklich eine der schönsten Strecken bisher: der Fluss direkt neben der Straße, rote Felswände links und rechts, alles wirkt plötzlich viel wilder und ursprünglicher.

    Mir war gar nicht bewusst, dass diese Landschaft schon so stark in Richtung Monument Valley geht – diese typischen, freistehenden Felsformationen tauchen hier nämlich schon auf, nur etwas kleiner und näher dran. Genau so eine Formation haben wir dann auch entdeckt: die Fisher Towers. Diese bizarren, nadelartigen Sandsteintürme sehen fast unwirklich aus, als hätte jemand sie absichtlich in die Landschaft gestellt.

    Wir sind spontan abgebogen und ein paar Kilometer über eine Schotterstraße gefahren. Hat sich total gelohnt – die Türme wirken aus der Nähe nochmal viel beeindruckender, mit ihren schichtenartigen Strukturen. Entstanden ist das Ganze vor rund 300 Millionen Jahren durch Ablagerungen und Erosion. Heute stehen hier einige der markantesten Felsnadeln der USA. Der höchste Turm, „The Titan“, ist sogar der größte freistehende Sandsteinturm des Landes und ein echtes Ziel für Kletterer.

    Danach ging es weiter zur Red Cliffs Lodge, direkt am Colorado River gelegen. Dort gibt es nicht nur ein Hotel und ein Restaurant, sondern auch ein kleines Western-Film-Museum. Das war eine richtig nette Abwechslung – viele alte Filmplakate und Szenen aus Klassikern, die genau hier gedreht wurden. Namen wie John Wayne tauchen da natürlich ständig auf, und man merkt schnell, warum: diese Landschaft ist wie gemacht für Westernfilme.

    Wir haben dort noch kurz etwas gegessen, mit Blick auf den Fluss und die roten Felsen – richtig gute Atmosphäre. Leider zog das Wetter dann langsam zu, was der Stimmung aber irgendwie sogar gepasst hat.

    Danach sind wir weiter nach Moab gefahren, unserem nächsten Stopp.
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  • Colorado National Monument

    April 16 in the United States ⋅ 🌬 15 °C

    Nach dem Frühstück im Hotel in Glenwood Springs sind wir früh los, wirklich früh, Richtung Moab. Die Strecke entlang des Colorado River lag noch ruhig da, kaum Verkehr, klare Luft, genau diese besondere Morgenstimmung in den Rockies. In Grand Junction haben wir einen Stopp eingelegt, tanken mussten wir sowieso, und allein das war schon wieder ein kleines Erlebnis.

    Dann ging es weiter ins Colorado National Monument. Laut Reiseführer eher ein „kann man machen, muss man aber nicht“. Für uns war es genau das Gegenteil. Kaum angekommen, waren wir überrascht, wie wenig los war. Fast keine anderen Autos, totale Ruhe. Die Temperaturen waren perfekt – morgens noch kühl mit etwa 4 bis 5 Grad, jetzt angenehm frisch bei blauem Himmel. Über den Felsen lagen diese typischen Föhnwolken, die der Landschaft nochmal mehr Tiefe gegeben haben.

    Wir sind die Rim Rock Drive entlanggefahren, immer wieder angehalten, ausgestiegen, ein paar Schritte gelaufen und einfach nur geschaut. Diese tief eingeschnittenen Schluchten, die roten Felsen, das Licht – wirklich beeindruckend. Viel intensiver als erwartet und vor allem komplett entspannt, ohne Trubel.

    Irgendwann haben wir uns dann noch kurz daran versucht, ein Stück Offroad zu fahren. Das wurde aber schnell ziemlich schaukelig und rustikal, sodass wir es lieber gelassen und wieder umgedreht haben. Unser Erlebnis für den Tag haben wir abgehakt. War da noch eine Klapperschlange? Wir werden es nie erfahren.

    Am Ende war klar: Der Abstecher hat sich absolut gelohnt. Viel besser als sein Ruf und eine perfekte Einstimmung auf das, was uns rund um Moab noch erwarten würde. Danach ging es weiter Richtung Utah, die Landschaft wurde Schritt für Schritt noch trockener, weiter, spektakulärer.
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  • Hanging Lake

    April 15 in the United States ⋅ ⛅ 8 °C

    Nach einem kurzen Mittagessen in Vail ging es weiter auf der Interstate 70. Die Strecke gehört wirklich zu den schönsten Highways der USA – immer entlang des Colorado River, eingerahmt von steilen Felswänden, die Landschaft wurde mit jedem Kilometer spektakulärer und gleichzeitig trockener. Auffällig war auch, wie schnell der Schnee verschwand – hinter Vail plötzlich fast nichts mehr davon zu sehen, obwohl wir kurz zuvor noch mitten im Winter waren.

    Wir sind dann bis zum Parkplatz vom Hanging Lake gefahren. Von dort ging es direkt los auf die Wanderung. „Kleine Wanderung“ war vielleicht etwas optimistisch gedacht – am Ende waren es rund 350 Höhenmeter, und die haben es in sich. Der Weg führt stetig nach oben, viel über steile Steinstufen, teilweise direkt am Fels entlang. Aber genau das macht auch den Reiz aus, immer wieder öffnen sich Blicke in den Glenwood Canyon und auf den Colorado tief unten.

    Oben angekommen wird man dann komplett belohnt. Der Hanging Lake wirkt fast unwirklich – dieses intensive Türkis, gespeist von kleinen Wasserfällen, die über moosbewachsene Felsen in den See laufen. Das Wasser ist so klar, dass man jeden Stein sieht. Der See „hängt“ tatsächlich wie in einer Felsschale über dem Tal, daher auch der Name.

    Ein paar Minuten weiter nach oben kommt noch ein zweites Highlight: der größere Wasserfall, bekannt als Spouting Rock. Dort kann man sogar hinter dem Wasserfall entlanglaufen, was nochmal eine ganz andere Perspektive gibt – und eine kleine Abkühlung gleich mit.

    Der Ort hat übrigens auch eine interessante Geschichte. Schon die Ute-Indianer kannten die Quelle als besonderen Platz. Später wurde die Gegend durch Eisenbahnarbeiter und Reisende bekannt, die im Glenwood Canyon unterwegs waren. Heute ist der Zugang streng reguliert, um dieses empfindliche Naturwunder zu schützen – zu Recht, wenn man oben steht.

    Nach dem Abstieg ging es wieder zurück zum Colorado River und weiter nach Glenwood Springs. Die Fahrt durch den Canyon, mit dem Fluss direkt neben der Straße und den Felswänden links und rechts, war nochmal ein echtes Highlight zum Abschluss dieses Tages. In Glenwood Springs sind wir dann in unserem nächsten Hotel angekommen – ziemlich beeindruckt von dem, was wir an diesem Tag alles gesehen haben.
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  • Sapphire Point Overlook

    April 15 in the United States ⋅ ⛅ 6 °C

    Nach dem Pass ging es dann schon wieder stetig bergab. Unser Plan war eigentlich noch ein Kaffee-Stopp in Keystone – aber typisch Nebensaison in einem Skiresort Mitte April: wie ausgestorben. Viele Läden zu, kaum Menschen unterwegs. Also sind wir einfach weitergefahren.

    Zum Glück.

    Denn der Abstecher zum Sapphire Point Overlook hat sich richtig gelohnt. Ein kurzer, entspannter Rundweg – 30 Minuten – einmal um die kleine Kuppe herum, aber mit einer Aussicht, die man so schnell nicht vergisst. Unter uns der Dillon Reservoir, noch teilweise von Schnee umgeben, dahinter die Rockies mit ihren noch weißen Gipfeln.

    Was besonders hängen bleibt: dieser typische Geruch der Nadelbäume. Frisch, klar, fast ein bisschen harzig – genau so stellt man sich die Rockies vor. Dazu überall kleine Chipmunks, die zwischen den Steinen und Bäumen herumhuschen, und immer wieder hört man Vögel, die man so bei uns gar nicht kennt.

    Ein perfekter kurzer Stopp nach der Fahrt über den Loveland Pass – nicht spektakulär im Sinne von „muss man stundenlang hinwandern“, sondern genau richtig: schnell erreichbar, wenig los und dafür umso intensiver.

    Fast schöner als geplant.
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  • Loveland Pass

    April 15 in the United States ⋅ ☁️ -8 °C

    Nach einem leckeren Frühstück im Hotel Windsor ging es schon kurz nach 6 los – unsere inneren Uhren waren noch komplett auf Deutschland eingestellt. Die Straßen waren leer, die Luft klar, und wir hatten genau das richtige Timing, um die Rockies in aller Ruhe zu erleben. Unser Plan: nicht einfach durch den Tunnel, sondern über den Loveland Pass.

    Zunächst sind wir über den US Highway 6 gefahren – eine der längsten historischen Straßen der USA, die sich eigentlich von Massachusetts bis nach Kalifornien zieht. In diesem Abschnitt ist sie deutlich ruhiger als die Interstate und führt einen langsam und stetig in die Berge hinein. Man fährt durch kleine Täler, vorbei an Flüssen und ersten schneebedeckten Hängen, immer mit dem Gefühl, dass es gleich richtig hoch hinausgeht.

    Irgendwann stößt man dann wieder auf die Interstate 70, die große Lebensader durch Colorado. Hier merkt man sofort den Unterschied – mehrere Spuren, mehr Verkehr, alles größer dimensioniert. Die I-70 ist eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen der USA und führt direkt auf den Eisenhower Tunnel zu, der heute den Großteil des Verkehrs unter dem Gebirge hindurchbringt.

    Doch genau kurz vor diesem Tunnel sind wir wieder abgebogen – zurück auf die 6, hoch auf den Loveland Pass. Und ab da wurde es richtig spannend.

    Mit jedem Meter Höhe wurde es winterlicher. Aus nassen Straßen wurde Schnee, aus grünen Hängen eine weiße Landschaft. Die Straße wurde schmaler, kurviger, ursprünglicher. Man merkt sofort: Das hier ist keine moderne Interstate mehr, sondern ein echter Gebirgspass. Die Schneedecke war bereits geschlossen, die Sicht wechselte ständig – und gleichzeitig öffneten sich immer wieder diese unglaublichen Ausblicke über die Rockies.

    Oben angekommen auf 3.655 Metern, direkt an der Continental Divide, fühlt man sich fast ein bisschen wie auf dem Dach der Welt. Der Wind, die Weite, die Stille – und dieses kleine Schild, das zeigt, dass man gerade eine der großen Wasserscheiden des Kontinents überquert.

    Was den Pass besonders macht, ist seine Geschichte. Lange bevor es Asphaltstraßen gab, war genau dieser Übergang eine der wenigen Möglichkeiten, die Front Range von Colorado in Richtung Westen zu überwinden. Im 19. Jahrhundert, zur Zeit des Silber- und Goldrausches, zogen Prospektoren, Händler und Siedler durch diese Berge – allerdings nicht exakt über die heutige Straße, sondern über nahegelegene Routen und einfache Trails. Es war eine raue, gefährliche Gegend: Wetterumschwünge, Lawinen und die Höhe selbst machten jede Überquerung zu einem echten Abenteuer.

    Der Name „Loveland“ geht auf William A. H. Loveland zurück, einen Eisenbahnunternehmer und Politiker aus Colorado im 19. Jahrhundert. Er spielte eine wichtige Rolle beim Ausbau der Infrastruktur in der Region, insbesondere bei den Eisenbahnprojekten, die letztlich die wirtschaftliche Entwicklung Colorados ermöglichten. Sowohl der Pass als auch die Stadt Loveland tragen seinen Namen – ein klassisches Beispiel dafür, wie stark einzelne Pioniere diese Region geprägt haben.

    Bevor der Eisenhower-Tunnel in den 1970er-Jahren eröffnet wurde, war der Loveland Pass tatsächlich die Hauptverbindung für Autos und Lastwagen durch diese Region. Gerade im Winter bedeutete das: Schneestürme, gesperrte Straßen und extrem schwierige Fahrbedingungen. Auch heute noch ist der Pass wichtig – vor allem für Gefahrguttransporte, die den Tunnel nicht nutzen dürfen. Deshalb sieht man immer wieder Trucks, die sich die Serpentinen hinaufkämpfen.

    Und genau das macht die Fahrt heute so besonders: Während unten im Tunnel alles schnell und effizient ist, fährt man hier oben noch ein Stück echte Geschichte. Man spürt, wie herausfordernd diese Route früher gewesen sein muss – und gleichzeitig genießt man eine der spektakulärsten Straßen der Rockies.
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  • Denver

    April 14 in the United States ⋅ ☁️ 12 °C

    Nach einer kurzen Pause im Hotel sind wir dann noch mit dem Auto rein nach Denver gefahren. Schon die Anfahrt war richtig gut, diese breiten, mehrspurigen Highways, alles wirkt groß und entspannt. Die Skyline kam immer näher, Wetter wurde auch immer besser, richtig schöner Einstieg in die Stadt.

    Kurz vor der City noch am Coors Field vorbeigefahren, das Baseballstadion. Sieht schon cool aus, typisch amerikanisch, schön eingebettet in die Stadt. Denver selbst hat dann aber direkt so ein etwas ruhigeres, fast verschlafenes Gefühl gehabt. Gar nicht so hektisch, eher entspannt.

    Parken war überraschend einfach. Entlang der großen Straßen überall Plätze gefunden, aber die Preise haben es direkt in sich. Für ein paar Stunden einfach mal rund 30 Euro, wenn irgendwo ein Event ist, wird pauschal abgerechnet. Haben wir dann einfach so genommen.

    Sind dann ein bisschen durch die Stadt gelaufen, aber dieser ruhige Eindruck ist geblieben. Denver ist zwar die Hauptstadt von Colorado mit rund 700.000 Einwohnern, aber fühlt sich nicht wie eine typische Großstadt an. Liegt auf etwa 1.600 Metern Höhe, nennen sie hier auch die “Mile High City”. War früher ein wichtiger Ort im Goldrausch im 19. Jahrhundert, heute eher geprägt von Outdoor, Natur und Nähe zu den Rocky Mountains.

    Abends dann ins Steakhouse, A5 Steakhouse, hatten wir reserviert. Wirklich richtig gut, modernes Steakhouse, ein bisschen stylischer als die klassischen Läden, aber das Fleisch top. Genau das, was man sich am ersten Abend in den USA vorstellt.

    Danach noch eine kleine Runde durch die Stadt, alles ruhig, wenig los. Dann noch auf so einen kleinen Hügel gefahren und noch mal Blick auf die Stadt geworfen, ganz nett, aber nichts spektakuläres.

    Zum Schluss noch in einen Walmart, ein paar Sachen einkaufen. Riesig der Laden, wirklich absurd groß. Es gibt alles und gleichzeitig wirkt es irgendwie nach nichts. So ein typischer Ramschladen, durch den man einmal durchläuft und sich fragt, was man hier eigentlich sucht.

    Dann zurück ins Hotel, komplett platt. Erster Tag rum, direkt im USA-Modus angekommen. Morgen geht’s dann endlich raus in die Berge.
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  • Ab in die USA

    April 14 in Germany ⋅ ☁️ 12 °C

    So richtig rund ging es nicht los. Lufthansa Streik und unsere Flüge wurden einfach annulliert. Erst mal kurzer Schockmoment, aber Umbuchung auf United Airlines ging dann überraschend unkompliziert. Einziger Haken, wir mussten mit dem Zug nach Frankfurt.

    Also heute früh um fünf raus, völlig verschlafen erst mal den Fahrplan gecheckt und natürlich hatte der Zug direkt Verspätung. War sofort klar, so wird das nichts mit dem Flieger. Also kurzerhand Plan geändert, ins Auto gesetzt und mit unserem Bus Richtung Frankfurt Airport gefahren. War am Ende die richtige Entscheidung. Unterwegs noch schnell einen Parkplatz organisiert, Valet Parking, 100 Euro für zwei Wochen. Wir konnten direkt am Gate aussteigen, sie haben unser Auto weggebracht. Genial,

    Dann noch etwas Stress mit Tamaras ESTA, das hat uns ein bisschen Nerven gekostet, aber auch das hat sich am Ende geklärt und wir konnten los. Der Flug selbst war dann die klassischen rund zehn Stunden rüber nach Denver. Nett war der Überflug über Grönland. Die Diskobucht mit den vielen Eisbergen konnte man gut erkennen. Zieht sich natürlich, aber alles ruhig und ohne Besonderheiten.

    In Denver dann die positive Überraschung. Einreise hat gefühlt keine Minute gedauert, einmal kurz durch, keine großen Fragen, das kennt man auch anders. Gepäck kam nach ein paar Minuten, alles da. Dann rüber zum Mietwagen, Shuttle genommen, auch das lief problemlos. Und dann haben wir einen richtig großen Schlitten bekommen, so ein fetter Ford Expedition mit allem Schnickschnack, genau richtig für die nächsten Tage.

    Danach erst mal ins Hotel, kurz ankommen und durchatmen, bevor wir dann später noch Richtung Denver rein sind. Insgesamt trotz holprigem Start am Ende doch alles ziemlich gut ausgegangen.
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    Trip start
    April 14, 2026