• Bluff

    April 18 in the United States ⋅ ☀️ 17 °C

    Irgendwie hatten wir keine Lust, schon wieder im Monument Valley essen zu gehen. Also sind wir einfach weitergefahren – in die nächste „Stadt“. Wobei Stadt fast übertrieben ist. Hinter Mexican Hat liegt Bluff, ein Ort mit vielleicht 300 Einwohnern, schön gelegen, aber auf den ersten Blick ziemlich unspektakulär.

    Die Fahrt dorthin war dafür richtig nett – diese weite Landschaft, das warme Abendlicht, alles ruhig und fast schon unwirklich. In Bluff sind wir zuerst ins Bluff Fort Historic Site gegangen. Dort wird die Geschichte der sogenannten Hole-in-the-Rock-Expedition erzählt: Rund 260 Mormonen sind Ende des 19. Jahrhunderts von Utah aus hierher gezogen – eine extrem harte und abenteuerliche Reise durch unwegsames Gelände. Kaum vorstellbar, wenn man heute gemütlich mit dem Auto unterwegs ist. Sie haben dann Bluff gegründet – und viel mehr ist daraus bis heute eigentlich nicht geworden.

    Zum Abendessen haben wir dann aber einen richtig guten Treffer gelandet: ein kleines, unscheinbares Restaurant, aber genau so, wie man sich ein klassisch amerikanisches Dinner vorstellt. Gutes Fleisch, ordentlich zubereitet, nichts Überkandideltes – einfach ehrlich und richtig lecker.

    Auf dem Rückweg haben wir noch einen Abstecher zum Sand Island Petroglyph Panel gemacht. Dort gibt es uralte Felszeichnungen, teilweise über tausend Jahre alt. Wir sind noch eine kleine Runde gelaufen, vielleicht zwei Kilometer, oben entlang. Die Stimmung war genial: klare Luft, fast 20 Grad, ein ganz leichter Abendwind – einfach perfekt.

    Zurück im Monument Valley war es dann schon dunkel. Der Himmel komplett klar, unendlich viele Sterne. Ein richtig runder Abend.
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