• Antelope Canyon

    April 19 in the United States ⋅ ⛅ 20 °C

    Nach einem weiteren Sonnenaufgang im Monument Valley sind wir entspannt in den Tag gestartet und haben gefrühstückt, bevor es weiter Richtung Page ging. Unser Ziel war der Lower Antelope Canyon, für den wir vorab eine Tour gebucht hatten. Die Ankunft dort war erstmal eher ernüchternd: ein riesiger Parkplatz, Busse, viele Menschen – alles wirkte ziemlich überlaufen und wenig nach dem Naturerlebnis, das wir uns vorgestellt hatten.

    Doch das änderte sich schlagartig, sobald wir in den Canyon hinabgestiegen sind. Der Lower Antelope Canyon ist ein sogenannter Slot Canyon, entstanden durch Erosion von Sandstein über Jahrtausende hinweg – vor allem durch plötzlich auftretende Sturzfluten, die sich ihren Weg durch das Gestein gefressen haben. Genau dadurch sind diese schmalen, geschwungenen Gänge entstanden, die heute so einzigartig wirken.

    Unten im Canyon war es dann einfach nur beeindruckend. Die Felswände leuchten in allen möglichen Farbtönen – von warmem Orange über kräftiges Rot bis hin zu fast violetten Schattierungen, je nach Lichteinfall. Das Sonnenlicht fällt von oben in schmalen Strahlen hinein und sorgt für diese fast surrealen Effekte, die man sonst nur von Fotos kennt. In echt ist es aber nochmal eine ganz andere Dimension.

    Es war zwar weiterhin recht voll und an manchen Stellen ziemlich eng, sodass sich die Gruppen etwas gestaut haben. Aber genau diese Enge gehört auch zum Erlebnis dazu – man bewegt sich durch eine Art natürliche Skulptur, die sich mit jedem Schritt verändert. Hinter jeder Kurve sieht alles wieder anders aus.

    Wir waren insgesamt etwa eine Stunde im Canyon unterwegs und sind ihn langsam wieder nach oben gelaufen. Am Ende waren wir komplett begeistert. Was anfangs nach einer überlaufenen Touristenattraktion aussah, hat sich als eines der beeindruckendsten Naturerlebnisse der gesamten Reise herausgestellt.
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