Zion Mountain Ranch
April 19 in the United States ⋅ ☁️ 28 °C
Nach der super Tour durch den Antelope Canyon haben wir uns in Page noch schnell mit Essen und Kaffee versorgt und sind dann Richtung Las Vegas aufgebrochen. Direkt am Anfang ging es über den beeindruckenden Damm am Lake Powell – genauer gesagt über den Glen Canyon Dam. Schon verrückt: hier wird der Colorado River aufgestaut und bildet diesen riesigen, tiefblauen See mitten in der Wüste. Der Damm ist über 200 Meter hoch und sorgt nicht nur für Strom, sondern auch für die Wasserversorgung in weiten Teilen des Südwestens. Von oben hat man einen genialen Blick in die Schlucht – auf der einen Seite das ruhige Wasser des Sees, auf der anderen Seite der enge, tief eingeschnittene Canyon.
Danach ging es weiter durch ständig wechselnde Landschaften. Erst diese typische rote Wüstenlandschaft, dann wieder mehr Steppe, später fast schon grünere Hochflächen. Genial – alle paar Kilometer sieht es komplett anders aus.
Relativ spontan haben wir uns dann entschieden, noch einen Umweg über den Zion National Park zu machen. Und genau da kam dann eines dieser unerwarteten Highlights: die Zion Mountain Ranch. Sah erst ein bisschen nach Touri-Stopp aus, aber hat sich total gelohnt.
Schon am Eingang dieses massive Holzschild mitten in der Landschaft, daneben eine Statue – sofort Western-Vibes. Und dann standen wir plötzlich mittendrin: offene Weiden, ein paar Gebäude im Ranch-Stil und direkt daneben tatsächlich Bisons. Nicht im Zoo, sondern einfach draußen auf der Weide. Ziemlich beeindruckend, die mal so nah zu sehen – viel größer und massiver, als man denkt.
Spannend ist auch die Geschichte dahinter: Bisons waren früher zu Millionen in Nordamerika unterwegs, Schätzungen gehen von 30 bis 60 Millionen Tieren aus. Ende des 19. Jahrhunderts waren sie dann fast komplett ausgerottet, unter anderem durch gezielte Jagd. Heute gibt es wieder rund 500.000 Tiere in den USA, allerdings lebt nur ein kleiner Teil davon wirklich frei in Nationalparks wie Yellowstone – viele, so wie hier, auf Ranches.
Wir sind dann ins Restaurant rein, komplett im Holzstil, richtig gemütlich, ein bisschen wie in einem alten Saloon. Viele Einheimische, entspannte Stimmung, nichts künstlich aufgesetzt. Das Essen war richtig gut, klassisch amerikanisch, große Portionen – genau das, was man sich vorstellt, wenn man irgendwo „in the middle of nowhere“ einkehrt.
Highlight war aber fast der Hund dort – riesig, komplett zerzaust und offensichtlich der Chef auf der Ranch. Hat sich streicheln lassen, als würde er jeden kennen, der vorbeikommt.
Die Ranch liegt auf etwa 1.800 bis 2.000 Metern Höhe, deshalb auch deutlich kühler als unten in der Wüste. Früher waren solche Ranches echte Arbeitsbetriebe, heute oft eine Mischung aus Landwirtschaft, Tourismus und Erlebnis – hier wirkt es aber noch ziemlich authentisch.
War eigentlich nur als kurzer Stopp geplant, am Ende sind wir deutlich länger geblieben.Read more















