• Mcway Wasserfall

    April 24 in the United States ⋅ ☁️ 10 °C

    Auf dem Death Valley war es ein weiter Weg bis zur Küste. Wir sind quasi den ganzen Tag gefahren, erst durch trockene Täler, dann wieder über Pässe und irgendwann kam dieser Moment, wo sich die Landschaft komplett verändert. Die Luft wurde kühler, feuchter, und plötzlich war da der Pazifik vor uns.

    Der Highway 1 ist wirklich etwas Besonderes. In den 1930er-Jahren gebaut, teilweise direkt in die steilen Felsen gesprengt, zieht er sich in unzähligen Kurven entlang der Küste. Mal fährt man hoch oben auf den Klippen mit freiem Blick aufs Meer, dann wieder runter in kleine Buchten. Links die Felsen, rechts der Ozean, und ständig ändert sich die Stimmung durch Sonne und Nebel.

    Je weiter wir Richtung Big Sur kamen, desto wilder wurde alles. Kaum Häuser, kaum Menschen, nur diese raue Küste und das Rauschen vom Meer. An jeder Ecke hätte man anhalten können, weil es immer wieder neue Ausblicke gab.

    Einen längeren Stopp haben wir bei den Elefantenrobben gemacht. Man hat sie schon von weitem gehört, dieses tiefe, dumpfe Röhren. Am Strand lagen Hunderte von ihnen, riesige Tiere, die Bullen mit diesem markanten Rüssel. Viele lagen einfach nur da und haben sich kaum bewegt, andere haben sich langsam Richtung Wasser geschoben oder sich mit Sand beworfen. Wenn zwei Bullen aufeinandergetroffen sind, wurde es kurz laut und hektisch, dann war wieder alles ruhig. Schon beeindruckend, wie entspannt diese riesigen Tiere wirken.

    Unser eigentliches Ziel war der McWay Wasserfall. Einer der wenigen Orte, wo ein Wasserfall direkt ins Meer fällt. Das Wasser stürzt dort etwa 25 Meter von einer Klippe in eine kleine Bucht mit fast unwirklich türkisfarbenem Wasser. Der Strand darunter ist kaum zugänglich, man schaut von oben darauf, was das Ganze noch besonderer macht.

    Der Wasserfall wird vom McWay Creek gespeist, der das ganze Jahr über Wasser führt, auch wenn es ringsum oft trocken ist. Früher konnte man wohl bis runter an den Strand, heute ist das gesperrt, um die Natur zu schützen.

    Auf dem Weg dorthin sind wir immer wieder an spektakulären Punkten vorbeigekommen, Brücken über tiefe Schluchten, kleine Buchten, in denen die Wellen auf die Felsen krachen, und immer wieder diese Perspektiven, die sich hinter jeder Kurve komplett ändern. Hinter jeder Kurve denkt man, jetzt kann es nicht mehr besser werden, und dann kommt doch wieder ein neuer Blick, der alles toppt.

    Zum Abendessen waren wir direkt am Meer in einem Resort. Super lecker und geniale Aussicht und Sonnenuntergang.
    Read more