• Vršič-Pass

    June 19 in Slovenia ⋅ ⛅ 21 °C

    Jetzt musste ich nur noch zurück. Das Navi hatte mir die Route über den Vršič-Pass rausgesucht. Bin mit dem Auto hochgeballert. Die Gegend war einfach nur schön. Auf der einen Seite die Berge, direkt daneben der türkisblaue Fluss. Eines der schönsten Dinge, die ich in den Bergen je gesehen hab.

    Auf der Südseite ging's in durchnummerierten fünfundzwanzig Kehren nach oben. Oben war dann kurz Stau, eine ganze Schafherde stand mitten auf der Straße. Aufgehalten hat mich das aber nicht wirklich. Dann auf der Nordseite wieder runter, auch da wieder fünfundzwanzig Kehren. Kurz danach war ich schon in Österreich, bei Villach auf der Autobahn. Dann ging's nach Hause.

    Der Vršič liegt im Triglav Nationalpark und ist mit 1611 Metern der höchste Straßenpass Sloweniens. Er verbindet Kranjska Gora im Norden mit dem Soča Tal im Süden. Insgesamt hat die Strecke 50 Serpentinen, 26 auf der Südseite von Trenta aus, 24 auf der Nordseite Richtung Kranjska Gora.

    Gebaut wurde die Straße im Ersten Weltkrieg von russischen Kriegsgefangenen, als Nachschubweg für die Isonzofront. Unten an der Nordseite liegt noch original Kopfsteinpflaster aus der Bauzeit von 1915. Oberhalb der Straße steht die Russische Kapelle. Die Überlebenden bauten sie 1916 zum Gedenken an ihre Kameraden, die bei einem Lawinenunglück während der Bauarbeiten ums Leben kamen.

    Im Winter ist der Pass übrigens komplett gesperrt, meist von Ende Oktober bis Ende Mai.
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