Audierne
August 9 in France ⋅ ☀️ 21 °C
Nach unserem Abstecher durchs Loiretal ging es weiter Richtung Bretagne. Eigentlich wollten wir noch nach Nantes, unter anderem natürlich wegen der Hoffnung auf eine weitere Starbucks-Tasse. Aber irgendwann war klar: Der zusätzliche Aufwand lohnt sich nicht wirklich – zumal es dort offenbar ohnehin keine passende Tasse für die Sammlung gegeben hätte. Also haben wir Nantes gestrichen.
Stattdessen hielten wir vorher noch in Ancenis-Saint-Géréon, direkt an der Loire. Das Städtchen liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen Angers und Nantes und war historisch durch seine Lage am Fluss und als Übergang zwischen Bretagne und Anjou durchaus bedeutend. Heute ist die Umgebung teilweise ziemlich industriell, aber direkt an der Loire ist es trotzdem schön. Wir haben einen kleinen Snack gegessen und uns ein bisschen umgesehen. Besonders schön waren die große Brücke über die Loire und das alte Château d’Ancenis direkt am Fluss. An der Brücke musste natürlich noch einmal die Drohne raus – von oben mit der breiten Loire und ihren Inseln ein richtig schöner Blick.
Danach hieß es allerdings: Kilometer machen. Vor uns lagen noch fast vier Stunden bis Audierne ganz im Westen der Bretagne. Also ab ins Auto und erst einmal ordentlich Strecke fahren.
Kurz vor dem Ziel gab es dann doch noch einen ungeplanten Stopp. An einem Fluss hatte ich aus dem Augenwinkel etwas Großes und Braunes gesehen und war mir sicher, dass dort irgendein ziemlich großer Vogel sitzt. Was hätte das sein können? Vielleicht ein Graureiher, ein großer Kormoran oder sogar ein Greifvogel – aus dem fahrenden Auto und auf Entfernung kann die Silhouette schon einmal täuschen. Die Neugier war jedenfalls groß genug, dass wir noch einmal umdrehten.
Und gut, dass wir es gemacht haben: Der vermeintliche Vogel war eine Robbe! Eigentlich noch viel besser. Sie saß ganz gemütlich auf einer Sandbank im Fluss – sehr schön. Foto mit Tele doch nicht umsonst mitgenommen. War wohl ein Seehund. Kegelrobbe , die es wohl auch gibt, haben einen länglicheren Kopf.
Am Abend kamen wir schließlich in Audierne an. Ein wunderschöner kleiner bretonischer Hafenort an der Mündung des Goyen in den Atlantik. Helle Häuser rund um die Bucht, Boote im Hafen und gerade liefen noch einige Segelschiffe ein. Dazu das Abendlicht – nach der langen Fahrt eine richtig schöne Ankunft.
Unser Hotel liegt direkt am Wasser und vom Zimmer haben wir einen tollen Blick auf den Fluss und hinaus Richtung Meer. Nach dem Einchecken gab es noch ein sehr leckeres Abendessen im Hotel. Danach noch an die Bar, etwas trinken und den Tag langsam ausklingen lassen.
Morgen wird wieder früh gestartet: zum Sonnenaufgang raus zur Pointe du Raz, danach zurück nach Audierne zum Schwimmen und Frühstücken. Wieder einmal ein richtig schöner Tag in Frankreich – und langsam geht es jetzt aber weiter Richtung Heimat. Weiter weg können wir nicht sein.Read more




























