• MiZAR Würzburg

    August 28 in Germany ⋅ ☁️ 24 °C

    MiZAR Würzburg
    Katzengasse 7, 97082 Würzburg
    1 Michelin-Stern
    Küche: modernes Fine Dining mit starkem regionalem und fränkischem Bezug
    Menü: 185 Euro

    Heute war ich auf dem Heimweg von Darmstadt und habe noch einen Stopp in Würzburg eingelegt. Vor dem Abendessen blieb noch etwas Zeit für einen Rundgang durch die Stadt, danach ging es ins MiZAR, ein kleines Fine-Dining-Restaurant im Mainviertel.

    Das MiZAR ist noch relativ jung und hat sich bereits einen Michelin-Stern erkocht. Küchenchef Konstantin Kuntzsch setzt stark auf regionale Produkte, und auch bei der Weinbegleitung bleibt man fast komplett in Franken. Das gefällt mir – Fine Dining, ohne dass dafür unbedingt Produkte und Weine aus der halben Welt eingeflogen werden müssen.

    Los ging es mit mehreren kleinen Häppchen, unter anderem Rote Bete und Melone. Dazu kamen sehr gutes selbst gebackenes Brot und Brioche mit verschiedenen kleinen Begleitern.

    Danach folgte die Rhöner Forelle mit einem Würzburger Weißburgunder vom Weingut am Stein. Schon das war richtig gut. Einer der Höhepunkte war für mich aber der Zander. Perfekt gegart, kräftig im Geschmack.

    Es folgten Bio-Entenleber, Bio-Schwein und Tomate mit Borretsch. Besonders das Schwein war genial. Eigentlich ein recht bodenständiges Produkt, hier aber auf einem ganz anderen Niveau zubereitet. Zusammen mit dem Zander für mich ganz klar eines der besten Gerichte des Abends.

    Beim Fleisch ging es mit heimischem Hirsch weiter, begleitet von einem 2018er Spätburgunder vom Weingut Höfling. Da hatte ich mir noch ein halbes Glas erlaubt. Danach wurde es mit Zwergorange langsam süßer, bevor mit Original Beans und einer Auslesecuvée von Hans Wirsching das eigentliche Dessert kam. Canelé, Tarte und Choux bildeten schließlich den Abschluss.

    Insgesamt ein wirklich rundes Menü. Kein Gericht, bei dem ich mich gefragt hätte, warum es eigentlich dabei ist. Die Teller waren aufwendig und sehr schön angerichtet, mit vielen Kräutern, Blüten und unterschiedlichen Texturen, aber trotzdem stand der Geschmack im Vordergrund.
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