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Sterneküche

Ja, wir essen gerne gut. Wir reisen auch dazu um die ganze Welt. Der Michelin-Guide hilft dabei, außergewöhnliche Restaurants zu finden. Aber natürlich auch Empfehlungen, die Liste der 50 besten Restaurants oder die Serie Chef‘s Table. Read more
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    🇪🇸 Donostia / San Sebastián, Spanien

    Akelarre - San Sebastián - Spain

    August 7 in Spain ⋅ ☀️ 24 °C

    Akelarre
    Padre Orcolaga Ibilbidea 56, 20008 San Sebastián, Spanien
    3 Michelin-Sterne
    Küche: moderne baskische Küche
    Chefkoch: Pedro Subijana

    Mit der Menükarte und den Bildern würde ich den Text noch etwas konkreter und weniger allgemein machen:

    Unser Abend im Akelarre begann eigentlich schon mit der Lage: hoch oben am Hang über dem Atlantik, mit einem fantastischen Blick aufs Meer. Das Restaurant von Pedro Subijana trägt drei Michelin-Sterne – entsprechend gespannt waren wir.

    Es gibt zwei unterschiedliche Menüs, und wir haben jeweils eines genommen. Eine gute Entscheidung, denn so konnten wir sehr unterschiedliche Seiten der Küche kennenlernen. Schon die kleinen Einstimmungen zeigten, wohin die Reise geht: Enten-Micro-Foie, Kabeljau mit violetten Kartoffeln und Kaviar, kleine Spider Crab oder Idiazabal-Käse mit Anchovis. Danach wurde es noch experimenteller.

    Da kam Hummer mit knusprigen Köpfen und einem Sorbet, eine komplett essbare „Gemüseschale“, Thunfisch mit Rogen und Pil-Pil oder eine Neuinterpretation der klassischen Tête de Veau. Im anderen Menü gab es unter anderem den hauchdünn geschnittenen „Squid Handkerchief“, gegrillte Dorade mit Meeresschnecken und schließlich weiße Entenbrust mit Zitrusfrüchten und Minigemüse. Schon an den Bildern sieht man, welcher Aufwand hier in jedem einzelnen Teller steckt.

    Und genau das beschreibt Akelarre eigentlich ziemlich gut: Es ist teilweise mehr Kunstwerk als Teller. Unglaublich filigran, verspielt und technisch aufwendig. Bei manchen Gerichten hatten wir allerdings das Gefühl, dass die Optik und die Idee fast wichtiger sind als der Geschmack. Es ist spannend und innovativ – aber nicht jeder Gang war für uns geschmacklich genauso spektakulär, wie er aussah.

    Ausgerechnet beim Hauptgericht war es dann umgekehrt. Normalerweise sind es bei solchen Menüs gerade die vielen kleinen Sachen am Anfang, die mich am meisten begeistern, während das Fleischgericht am Ende eher solide daherkommt. Hier war die Entenbrust tatsächlich einer unserer Höhepunkte: auf den ersten Blick fast schlicht angerichtet, aber hervorragend zubereitet und einfach richtig gut. Vielleicht gerade deshalb.

    Auch die Dimensionen hinter dem Ganzen sind verrückt. Rund 28 oder 29 Köche sollen in der Küche arbeiten, bei vielleicht 30 Gästen im Restaurant. Wenn man sieht, was auf den Tellern passiert, glaubt man das sofort. Da werden Zutaten in völlig neue Formen gebracht, winzige Komponenten einzeln produziert und Gerichte teilweise eher konstruiert als gekocht. Unser Menü dauerte entsprechend rund drei Stunden.

    Zum Abschluss wurde es wieder spielerisch: kalte Zimt-Zitronen-Milch mit Honig und Kräuter-Granita, der angeblich „dünnste Apfelkuchen der Welt“ und schließlich eine ganze Treppe mit Petits Fours.

    Ein beeindruckender Abend. Handwerklich und organisatorisch ist das schon eine andere Welt und der Aufwand enorm. Trotzdem bleibt bei uns ein etwas gemischtes Fazit: Akelarre will überraschen, neue Techniken zeigen und aus jedem Teller etwas Besonderes machen. Das gelingt optisch fast immer. Geschmacklich hätten wir uns bei einigen Gerichten gewünscht, dass etwas weniger konstruiert und dafür einfach noch konsequenter auf „lecker“ gekocht wird.
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  • Hiša Franko - Slovenien

    June 19 in Slovenia ⋅ ☀️ 28 °C

    Restaurant Hiša Franko
    Ort Staro Selo 1, 5222 Kobarid, Slowenien
    Auszeichnungen ⭐⭐⭐ Michelin, Green Michelin Star, World’s 50 Best Restaurants, Best Female Chef (Ana Roš, 2017), Best Chef Awards
    Besuch Degustationsmenü “Euphorest”, Mittagessen

    Man hat das Gefühl, ans Ende der Welt zu fahren. Die Straßen werden schmaler, die Berge höher und die Landschaft immer beeindruckender. Irgendwann erreicht man Hiša Franko – eingebettet zwischen saftig grünen Wiesen, den Julischen Alpen und dem türkisfarbenen Soča-Tal. Allein die Anfahrt ist bereits ein Erlebnis.

    Schon bei der Ankunft wird man außergewöhnlich herzlich empfangen. Statt eines klassischen Aperitifs gab es eine hausgemachte Cola – vermutlich die beste Cola, die ich je getrunken habe. Erfrischend, komplex und überhaupt nicht mit industriellen Getränken vergleichbar. Allein dieser kleine Willkommensgruß zeigte bereits, worum es hier geht: Handwerk, Kreativität und höchste Qualität bis ins kleinste Detail.

    Ich durfte zunächst im wunderschönen Garten Platz nehmen. Unter schattigen Bäumen, mit Blick auf die Berge und bei herrlichem Sommerwetter hätte ich dort stundenlang sitzen können. Diese Ruhe, kombiniert mit der spektakulären Natur, machte den Aufenthalt bereits vor dem ersten Gang zu etwas Besonderem.

    Für das Menü wechselte ich anschließend in den stilvoll gestalteten Innenbereich. Das aktuelle Menü trug den Namen “Euphorest” – eine Hommage an den Wald, die Natur und die Region. Nahezu alle Zutaten stammen aus der unmittelbaren Umgebung: Wildkräuter, Gemüse aus den eigenen Gärten, Pilze, Flussfische, Wild und Produkte kleiner lokaler Erzeuger. Genau diese kompromisslose Regionalität macht Hiša Franko weltweit so einzigartig.

    Bereits die ersten Kleinigkeiten – die berühmten Mais-Beignets und die “Kartoffel und Heu”-Kreation – zeigten, warum dieses Restaurant inzwischen Kultstatus besitzt. Jeder Teller war ein kleines Kunstwerk. Farben, Formen, Texturen und Aromen wirkten perfekt aufeinander abgestimmt. Nichts war Effekthascherei, alles hatte einen Sinn.

    Besonders beeindruckend war, wie selbstverständlich die Küche mit den Produkten der Region arbeitet. Kein Luxus um des Luxus willen – stattdessen entstehen aus scheinbar einfachen Zutaten Gerichte auf absolutem Weltklasseniveau. Man schmeckt die Berge, die Wälder und die Wiesen förmlich auf jedem Teller.

    Der Service war dabei ebenso außergewöhnlich wie das Essen selbst. Locker, herzlich und gleichzeitig hochprofessionell. Nie steif oder übertrieben förmlich, sondern genau so, dass man sich vom ersten Moment an willkommen fühlt.

    Man versteht schnell, warum Ana Roš zu den prägendsten Köchinnen der Welt gehört. Ohne klassische Ausbildung hat sie Hiša Franko zu einem der berühmtesten Restaurants weltweit entwickelt. Bekannt wurde sie auch durch die Netflix-Serie Chef’s Table, doch vor Ort merkt man sofort: Der Ruhm ist absolut verdient.

    Das Menü entwickelte sich Gang für Gang weiter und überraschte immer wieder mit neuen Kombinationen. Jeder Teller erzählte eine Geschichte über die Region, die Jahreszeit und die Natur. Genau das macht dieses Restaurant so besonders – hier geht es nicht nur ums Essen, sondern um ein Gesamterlebnis.

    Preislich liegt das Degustationsmenü natürlich auf Spitzenniveau (335 €), doch angesichts der Qualität, der Kreativität und der gesamten Erfahrung empfand ich es als absolut gerechtfertigt.

    Hiša Franko ist weit mehr als ein Drei-Sterne-Restaurant. Es ist eine Reise in eine einzigartige Landschaft, verbunden mit einer Küche, die ihre Umgebung besser widerspiegeln könnte als kaum eine andere weltweit. Die Herzlichkeit des Teams, die unglaubliche Lage, die hausgemachte Cola, der Garten mit Bergblick und schließlich dieses außergewöhnliche Menü machen den Besuch unvergesslich.

    Eines der besten Restaurants, die ich je besucht habe – vielleicht sogar das beeindruckendste kulinarische Erlebnis meines Lebens.
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  • Villa de Winckels, Tregnago, Italien

    June 17 in Italy ⋅ ☀️ 27 °C

    Restaurant & Hotel Villa de Winckels
    Ort Marcemigo di Tregnago, nahe Verona, Italien
    Region Val d’Illasi, Venetien
    Besonderheit Historische Villa mit Hotel, Restaurant und großer Weinkarte im Herzen der Weinberge östlich von Verona.

    Manchmal sind es gar nicht die Sterne oder Auszeichnungen, die einen Abend unvergesslich machen. Manchmal reicht eine historische Villa, ein lauer Sommerabend, ein Innenhof voller Menschen, hervorragendes Essen und Gastgeber, die ihre Leidenschaft für Wein mit ihren Gästen teilen.

    Im Rahmen unseres Workshops verbrachten wir den letzten Abend in der wunderschönen Villa de Winckels, einer historischen Villa in den Hügeln der Val d’Illasi, nur wenige Kilometer von Verona entfernt. Das Anwesen liegt eingebettet zwischen Weinbergen, Olivenhainen und Kirschbäumen und verbindet auf beeindruckende Weise Geschichte, Gastfreundschaft und Kulinarik.

    Schon vor dem Essen führte uns der Hausherr durch die beeindruckende Vinothek. Hunderte Flaschen lagern dort in den historischen Gemäuern – ein Paradies für Weinliebhaber. Anschließend wartete im Innenhof eine lange, festlich gedeckte Tafel auf uns. Als langsam die Sonne hinter den Hügeln verschwand und die Lichterketten den Platz in warmes Licht tauchten, entstand genau diese besondere italienische Atmosphäre, die man sonst nur aus Filmen kennt.

    Anstatt eines klassischen Menüs wurde uns praktisch die gesamte Speisekarte in kleinen Portionen serviert. Von hauchdünnem Prosciutto über knusprig frittierte Zucchiniblüten bis hin zu einem wunderbar cremigen Risotto – jeder Gang zeigte, wie gut einfache, hochwertige Zutaten schmecken können. Nicht verspielt oder übertrieben, sondern ehrlich, regional und mit viel Liebe zubereitet.

    Mindestens genauso beeindruckend war die Weinbegleitung. Der Winzer selbst war an diesem Abend dabei und präsentierte persönlich seine Weine. Glas für Glas konnten wir uns durch nahezu das komplette Sortiment probieren – von frischen Weißweinen über elegante Rotweine bis hin zu den kräftigeren Tropfen der Region. Zu jedem Wein gab es Geschichten über die Reben, den Jahrgang und die Philosophie des Weinguts. So wurde aus einer Weinprobe ein geselliger Abend unter Freunden.

    Mit jedem Gang wurde die Stimmung lockerer, die Gespräche lebhafter und die Gläser füllten sich immer wieder mit einem neuen Wein. Irgendwann vergaß man völlig die Zeit und genoss einfach den Moment – gutes Essen, großartige Weine und das Gefühl, an genau dem richtigen Ort zu sein.

    Die Villa de Winckels ist weit mehr als ein Restaurant oder Hotel. Sie ist ein Ort, an dem italienische Gastfreundschaft gelebt wird. Der letzte Abend unseres Workshops hätte kaum schöner sein können: fantastisches Essen, hervorragende Weine, persönliche Begegnungen mit dem Winzer und eine traumhafte Kulisse im Innenhof einer historischen Villa. Ein Abend, wie man ihn sich für Italien wünscht – und den man noch lange in Erinnerung behält. 🍷🇮🇹
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  • Essigbrätlein - Nürnberg

    May 29 in Germany ⋅ ☀️ 26 °C

    Restaurant: Essigbrätlein
    Ort: Nürnberg, Deutschland
    Auszeichnung: 2 Michelin-Sterne ⭐ ⭐
    👨‍🍳 Küchenchef: Yves Ollech & Fabien Lange (seit der Übergabe von Andree Köthe und Yves Ollech wird die Philosophie konsequent weitergeführt)
    Küche: Regional, saisonal und gemüsezentriert mit außergewöhnlicher Handwerkskunst

    Manchmal braucht es gar keinen besonderen Anlass – nur einen freien Abend und die Lust auf richtig gutes Essen. Also sind wir spontan wieder in unserem absoluten Lieblingsrestaurant gelandet: dem Essigbrätlein in Nürnberg.

    Neu war für uns die kleine Terrasse direkt vor dem Restaurant. Mitten in der Altstadt stehen einige wenige Tische unter großen Sonnenschirmen. Es war ein herrlich warmer Sommerabend, auf dem Platz spielte Livemusik und zwischendurch zeigten Street-Dancer ihr Können. Eine unglaublich entspannte Atmosphäre, die man so mitten in Nürnberg kaum erwartet.

    Wir entschieden uns für die kleine Küche, die mit fünf Gängen perfekt für einen Sommerabend ist. Wie immer dreht sich hier alles um das, was die Region gerade hervorbringt. Spargel, Salatherzen, Kohlrabi, Bohnen, Forelle und Rhabarber – einfache Zutaten, die in einer Präzision und Kreativität auf den Teller kommen, wie man sie nur selten erlebt.

    Schon die kleinen Snacks zum Auftakt machten Lust auf mehr. Besonders beeindruckend war der Gang mit dem Salatherz, das direkt am Tisch mit einer intensiven Kräutersauce vollendet wurde. Der Kohlrabi zeigte einmal mehr, warum das Essigbrätlein für seine Gemüsegerichte berühmt ist: geschmacklich unglaublich intensiv und gleichzeitig erstaunlich leicht. Die perfekt gegarte Forelle mit Kartoffelrösti war ein wunderbarer Hauptgang, bevor der Abend mit Rhabarber und Meerrettich-Eis überraschend frisch und leicht endete.

    Dazu gönnten wir uns eine großartige Flasche Chardonnay, die hervorragend zu den filigranen Gerichten passte.

    Was das Essigbrätlein für uns so besonders macht, ist die Konsequenz. Es gibt keine spektakulären Luxusprodukte, kein Kaviar, keine Trüffelberge. Stattdessen werden regionale Zutaten mit so viel Können verarbeitet, dass sie zu den eigentlichen Stars des Menüs werden. Jeder Teller wirkt reduziert, ist aber bis ins kleinste Detail durchdacht.

    Auch nach vielen Besuchen bleibt das Essigbrätlein für uns eine feste Größe und wahrscheinlich das Restaurant, in das wir am häufigsten zurückkehren. Gerade dieser Sommerabend auf der kleinen Terrasse hat gezeigt, dass selbst ein vertrauter Ort immer wieder neue Seiten zeigen kann.

    Ein spontaner Abend, perfektes Sommerwetter, eine gemütliche Terrasse mitten in der Nürnberger Altstadt, großartige regionale Küche und ein hervorragender Wein – mehr braucht es eigentlich nicht. Das Essigbrätlein bleibt für uns eines der besten Restaurants Deutschlands und ein Ort, an den wir immer wieder gerne zurückkehren.
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  • Schloss Schauenstein, Fürstenau, Schweiz

    May 15 in Switzerland ⋅ 🌧 10 °C

    Restaurant Schloss Schauenstein
    Ort Fürstenau, Graubünden, Schweiz
    Küchenchef Andreas Caminada & Marcel Skibba
    Auszeichnungen ⭐⭐⭐ Michelin, ⭐ Grüner Michelin-Stern, 19 GaultMillau-Punkte, regelmäßig unter den besten Restaurants Europas und mehrfach auf der World’s 50 Best Restaurants Liste

    Schon die Ankunft ist etwas Besonderes. Durch das schwere, historische Schlosstor betritt man eine ganz andere Welt. Draußen das kleinste Städtchen der Schweiz, drinnen ein wunderschön restauriertes Schloss mit einer unglaublich ruhigen und entspannten Atmosphäre. Alles wirkt unaufgeregt, herzlich und gleichzeitig perfekt.

    Der Abend beginnt mit einer Vielzahl an kleinen Snacks und Amuse-Bouches – eigentlich schon ein eigenes Menü. Jeder einzelne Happen ist bis ins kleinste Detail durchdacht. Besonders beeindruckend ist, wie selbstverständlich Gemüse, Kräuter und Blüten die Hauptrolle spielen. Viele Zutaten stammen direkt aus dem eigenen Schlossgarten, der mittlerweile über 800 verschiedene Pflanzen beherbergt. Luxus wird hier nicht über Kaviar oder Trüffel definiert, sondern über perfekte Produkte aus der Region Graubünden und deren Verarbeitung.

    Das eigentliche Menü überzeugt mit einer unglaublichen Leichtigkeit. Jeder Gang wirkt klar, präzise und konzentriert auf wenige Zutaten, die dafür perfekt harmonieren. Nichts ist überladen oder verspielt, sondern auf den Punkt gebracht. Die Kombinationen überraschen immer wieder, bleiben aber trotzdem nachvollziehbar und harmonisch.

    Auch optisch ist jeder Teller ein kleines Kunstwerk. Blüten, Kräuter und Farben wirken nie dekorativ um der Dekoration willen, sondern gehören geschmacklich immer zum Gericht. Besonders schön fand ich, dass trotz der Perfektion nie das Gefühl entsteht, etwas Steriles zu erleben. Alles wirkt natürlich und authentisch.

    Der Service bewegt sich auf absolutem Weltklasse-Niveau. Locker, freundlich und aufmerksam, ohne jemals aufgesetzt zu wirken. Man fühlt sich als Gast jederzeit willkommen und bestens aufgehoben. Dazu kommt eine hervorragende Weinbegleitung, die die Gerichte perfekt ergänzt und den Abend abrundet.

    Auch die süßen Gänge und die Petits Fours bilden keinen bloßen Abschluss, sondern sind ein echtes Finale. Selbst hier zeigt sich noch einmal die Kreativität der Küche. Besonders schön fand ich den kleinen Vogel auf dem Dessert-Gefäß – ein liebevolles Detail, das perfekt zur Philosophie des Hauses passt. Und als die tiefrote Farbe des Weins ein Herz auf den Tisch projizierte, war das einer dieser kleinen Momente, die den Abend unvergesslich machen.

    Schloss Schauenstein ist weit mehr als ein Drei-Sterne-Restaurant. Es ist ein Gesamterlebnis aus historischem Ambiente, außergewöhnlicher Gastfreundschaft und einer Küche, die Regionalität und Kreativität auf Weltklasse-Niveau verbindet. Jeder Gang erzählt eine Geschichte, ohne laut sein zu müssen. Ein Abend, der lange in Erinnerung bleibt – und ohne Zweifel eines der besten Restauranterlebnisse überhaupt.
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  • Tantris DNA – München

    April 29 in Germany ⋅ ☀️ 15 °C

    Tantris DNA
    Johann-Fichte-Straße 7, 80805 München
    1 Michelin-Stern

    Tantris DNA – München

    Name Adresse Auszeichnungen
    Tantris DNA Johann-Fichte-Straße 7, 80805 München 2 Michelin-Sterne

    Wir waren im Tantris DNA beim Paul-Bocuse-Special „Un centenaire de Paul Bocuse“. Das Menü war eine schöne Hommage an die große klassische französische Küche – nicht modern verspielt, sondern bewusst traditionell, opulent und handwerklich sauber.

    Los ging es mit kleinen Amuse-Bouches. Sehr schön angerichtet, einmal diese kleinen gelben Häppchen mit Fisch, Kapern und eingelegter Zwiebel, dazu kleine rote Tartelettes und diese luftigen, herzhaften Gebäckstücke. Das war schon ein guter Einstieg und passte sehr gut zum Stil des Abends.

    Der erste Gang waren Quenelles de Brochet, also Hechtnocken mit Sauce Homardine. Sehr fein, sehr klassisch, mit dieser intensiven Hummersauce. Dazu Kaviar und kleine Einlagen, alles weich, cremig und elegant. Ein Gericht, das nicht laut sein muss, aber sehr viel Tiefe hat.

    Danach kam Rouget-Barbet en écailles de pomme de terre – Rotbarbe mit Kartoffelschuppen, Rosmarin und einer kräftigen Sauce. Optisch wunderschön, diese knusprige Kartoffelkruste auf dem Fisch. Geschmacklich klar französisch, mit schöner Balance zwischen Fisch, Röstaromen und Sauce.

    Als Hauptgang gab es Fricassée de Volaille de Bresse aux Morilles. Bresse-Huhn mit Spargel, Morcheln und Sauce Suprême. Das war für mich der stärkste Gang. Serviert in der großen Schale, mit viel Sauce, perfekt gegartem Fleisch, Morcheln, Gemüse und dazu Reis. Sehr klassisch, sehr reichhaltig, aber genau richtig. Diese Sauce war der Mittelpunkt des Gerichts.

    Zum Abschluss kam die Mousse au Chocolat à la Paul Bocuse. Groß serviert, nicht als kleines Dessertkunstwerk, sondern richtig klassisch und großzügig. Dunkel, intensiv, cremig, fast schon mächtig, aber genau so erwartet man das bei so einem Menü.

    Dazu gab es noch die kleine Weinkarte „Un verre de trop“. Besonders schön war der Puligny-Montrachet Village von Etienne Sauzet, der sehr gut zu den Gerichten gepasst hat.

    Ein besonderer Abend im Tantris DNA. Nicht die Küche der großen Überraschungen, sondern eine sehr gelungene Erinnerung an Paul Bocuse und an eine Zeit, in der Sauce, Produkt und Handwerk im Mittelpunkt standen.
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  • Deutsches Haus – Dinkelsbühl

    March 29 in Germany ⋅ ☀️ 5 °C

    Restaurant: Altdeutsches Restaurant im Hotel Deutsches Haus
    Ort: Dinkelsbühl, Bayern
    Guide Michelin: Michelin-Empfehlung (kein Stern)
    Küche: Moderne fränkische Küche mit regionalen Produkten

    Auf dem Weg nach Zürich wollte ich mir zum Sonntagabend noch einmal etwas Besonderes gönnen. Also kurzer Zwischenstopp in Dinkelsbühl – einer der schönsten mittelalterlichen Städte Deutschlands. Schon das Hotel Deutsches Haus mit seiner beeindruckenden Fachwerkfassade ist ein echter Blickfang und zählt zu den bekanntesten Gebäuden der Altstadt.

    Der Name „Altdeutsches Restaurant“ klingt zunächst etwas rustikal und traditionell. Tatsächlich erwartet einen aber eine moderne, fein interpretierte fränkische Küche. Das Restaurant wird seit vielen Generationen familiengeführt und verbindet die historische Atmosphäre des Hauses mit zeitgemäßer Kulinarik. Nicht umsonst wird es seit Jahren vom Michelin Guide empfohlen.

    Hatte das das 4-Gang-Menü. Bereits die Amuse-Bouches machten Lust auf mehr und zeigten viel Liebe zum Detail. Besonders gelungen war der Kaisergranat mit knuspriger Kruste und feiner Schaumsauce. Auch der Hauptgang mit perfekt gegartem Geflügel, Morcheln, Erbsen und einem herrlich cremigen Risotto war wunderbar ausgewogen und überzeugte durch beste Produktqualität. Alles war sauber gekocht, geschmacklich stimmig und ohne unnötige Spielereien.

    Mindestens genauso angenehm wie das Essen war der Service. Locker, aufmerksam und mit einer guten Portion Humor – genau die Art von Gastfreundschaft, die einen entspannten Abend noch schöner macht. Man fühlte sich vom ersten Moment an willkommen.

    Kein Sterne-Restaurant – und das muss es auch gar nicht sein. Das Altdeutsche Restaurant im Hotel Deutsches Haus bietet ehrliche, moderne Spitzenküche in einem der schönsten historischen Gebäude Deutschlands. Zusammen mit dem sympathischen Service und der besonderen Atmosphäre war es der perfekte Abschluss unseres Wochenendes, bevor es weiter nach Zürich ging. Ein Ort, den man sich für einen Besuch in Dinkelsbühl unbedingt merken sollte.
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  • De Kristalijn, Genk, Belgien

    February 4 in Germany ⋅ ☁️ 2 °C

    De Kristalijn
    Oude Hoevestraat 16, 3600 Genk
    1 Michelin-Stern

    Wir waren zum Mittagessen im De Kristalijn in Genk, auf dem Weg von Löwen nach Bonn. Ein idealer Stopp ohne viel Umweg. Das Restaurant liegt ruhig im Grünen bei dem Golfplatz in einem modernen Gebäude mit viel Glas. Sehr gemütlich!

    Wir haben uns für das 3-gängige Market Menü entschieden. Zum Auftakt gab es nette Amuse-Bouches, unter anderem Austern, sehr frisch und nett angemacht mit Äpfeln. Leider mussten wir uns auf einen Moktail genügen, aber auch der war sehr nett. Aber noch mehr haben die kleinen Teile mit Foie gras … ja …

    Die folgenden Gänge mit Makrele und dann Hirsch waren einfach perfekt zubereitet, ohne viel Schnickschnack.
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  • Cocina Hermanos Torres, Barcelona

    January 14 in Spain ⋅ ☁️ 12 °C

    Cocina Hermanos Torres
    Carrer del Taquígraf Serra 20, 08029 Barcelona, Spanien
    3 Michelin-Sterne

    Hinter dem Restaurant stehen die Zwillingsbrüder Sergio Torres und Javier Torres, die zu den bekanntesten Köchen Spaniens zählen. Ihre Karriere begann klassisch, unter anderem in Spitzenhäusern wie El Racó de Can Fabes und bei Alain Ducasse, bevor sie sich mit eigenen Projekten selbstständig machten. Mit Cocina Hermanos Torres haben sie ihre persönliche Vision eines modernen, produktfokussierten Fine Dining umgesetzt. Der Anspruch ist klar: kompromisslose Produktqualität, handwerkliche Präzision und eine Küche, die Technik und Emotion verbindet, ohne ins Theatralische abzudriften.

    Das Restaurant selbst ist wie eine große, offene Bühne aufgebaut. Mehrere Kücheninseln stehen verteilt im Raum, jede für einen bestimmten Teil des Menüs verantwortlich. Die Gäste sitzen rundherum, sodass man jederzeit Einblick in die Arbeit der Köche hat – vom Anrichten bis zu den letzten Handgriffen. Dadurch entsteht eine sehr direkte, fast transparente Beziehung zwischen Küche und Gast, die man in dieser Konsequenz nur selten erlebt. Trotz der Größe des Raumes wirkt das Ambiente ruhig, elegant und überraschend entspannt.

    Die Auszeichnungen sprechen für sich. Seit 2022 hält Cocina Hermanos Torres die Höchstauszeichnung von drei Michelin-Sternen und gehört damit zur absoluten Weltspitze. Gelobt werden insbesondere die klare Handschrift der Küche, die Konstanz über das gesamte Menü hinweg und das außergewöhnliche Restauranterlebnis als Gesamtkonzept.

    Wir hatten das große Degustationsmenü mit 16 Gängen. Im Mittelpunkt stehen saisonale Produkte, häufig aus dem mediterranen Raum, die sehr pur, aber technisch perfekt verarbeitet werden. Gemüse spielt eine zentrale Rolle, Fisch und Meeresfrüchte sind präzise gegart, Fleisch wird eher dosiert eingesetzt. Die Gänge bauen logisch aufeinander auf, mit feinen Säure- und Texturwechseln, sodass das Menü trotz seiner Länge sehr gut zu bewältigen ist. Portionsgrößen und Rhythmus sind exzellent abgestimmt, man fühlt sich am Ende angenehm gesättigt, aber nicht überladen.

    Insgesamt war der Besuch eine sehr runde Erfahrung: ein außergewöhnliches Restaurantkonzept, Köche mit klarer Vision, höchste Auszeichnung zu Recht – und ein Menü, das über viele Gänge hinweg konstant auf sehr hohem Niveau bleibt.
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  • Restaurant 5, Stuttgart

    January 4 in Germany ⋅ ⛅ -2 °C

    Restaurant 5
    Bolzstraße 8, 70173 Stuttgart
    1 Michelin-Stern

    Wir waren im 5 in Stuttgart und haben einen sehr stimmigen Abend erlebt: moderne Küche mit klarer Idee, präziser Technik und viel Sinn für Balance. Schon der Einstieg mit dem Amuse-Bouche – das „Soulfood-Schälchen“ aus Senfei-Gurke, Kartoffel, Hollandaise und Senf – war mehr als nur netter Gruß aus der Küche.

    Die Brotauswahl hat uns begeistert: warmes Kartoffelbrioche mit feiner Kruste, dazu eine Brotschnecke mit Auberginenfüllung sowie Butter und ein Aufstrich aus Pecorino, Ricotta und Trüffel.

    Der Balfeó-Thunfisch kam als Sashimi, leicht mariniert, begleitet von einer kühlen Buttermilch-Dashi, feinem Kaviar, süß-sauer eingelegter Gurke und Kumquat-Creme. Frisch, cremig und präzise gewürzt, mit einer sehr sauberen Aromatik und schöner Spannung zwischen Säure, Fett und Umami.

    Beim Hauptgang überzeugte das Dan Morgan Ranch US Beef. Als Tramezzini interpretiert, mit feiner Beef-Farce, Wagyu ’Nduja und etwas Foie Gras, schonend gegart und anschließend goldbraun angebraten. Serviert auf Petersilienpüree, dazu Kastaniencreme und eine aromatische Madeira-Sauce, frisch gehobelter Périgord-Trüffel zum Abschluss. Saftig, würzig und luxuriös, ohne schwer zu wirken.

    Das Dessert, die Winterbombe à la „5“, war ein schönes Finale: Mousse aus gebrannter Schokolade, gefüllt mit Miso-Salzkaramell, darunter Earl-Grey-Gelee und Shortbread. Dazu süß-sauer eingelegte Äpfel mit tasmanischem Pfeffer, ein grünes Apfel-Earl-Grey-Sorbet und eine knusprige Hippe. Schokoladig, frisch und duftig, mit klarer Tee-Note und guter Leichtigkeit zum Schluss.

    Insgesamt ein sehr runder Abend mit einer Küche, die komplexe Ideen klar und verständlich auf den Teller bringt. Beim Service mussten sie wohl auf Aushilfskräfte zurückgreifen, da hat einiges nicht gepasst.
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  • Imperial, Nürnberg

    December 30, 2025 in Germany ⋅ 🌙 -3 °C

    Imperial by Alexander Herrmann & Michi Seitz
    Königstraße 70, 90402 Nürnberg
    Empfohlen im Guide Michelin (Empfohlen, „Guide MICHELIN Gute Küche“, aber kein Michelin-Stern).

    Besuch nach längerer Pause. Wir haben diesmal das Celebration Mood Menü mit zwei Gängen gewählt. Das Konzept ist wie immer: alles auf den Tisch, teilen, probieren, entdecken. Viele kleine Schalen, Teller und Häppchen – optisch sehr schön und kreativ angerichtet, geschmacklich überwiegend sehr gut. Man merkt die Handschrift des Hauses und die Kombination aus regionalen Komponenten und internationalen Einflüssen.

    In der ersten Runde gab es unter anderem Sashimi vom Saibling mit Wasabi und Roter Bete, Hamachi-Ceviche mit Chili und Gurke, ein kleines Ramen mit pochiertem Ei, Blaukrautsalat mit Petersiliencreme, Entenleber-Creme mit Birne und Haselnuss sowie einen frischen Caesar-Salat-Ansatz mit Salatherzen. Alles sauber abgeschmeckt, teilweise überraschende Kombinationen, die gut funktioniert haben. Gerade das Ramen und die Ceviche waren für mich die Highlights dieser Runde.

    In der zweiten Runde wurde es dann kräftiger und sättigender: Pekingsentenbrust mit Rotweinbutter, Wirsing mit Zwiebel und Speck, ein würziger Selleriesalat, die fränkischen Trüffel-Pommes und der im Tempurateig gebackene Karpfen. Genau hier lag dann auch unser Kritikpunkt. Geschmacklich in Ordnung, aber der Fisch und die Pommes waren insgesamt zu schwer und sehr fettigim Mundgefühl. Dadurch kam schnell ein sättigendes Gefühl auf und wir waren früh voll. Wir hätten uns für den zweiten Teil des Menüs etwas mehr Leichtigkeit gewünscht, weil der Rest eigentlich sehr fein und ausgewogen war.

    Insgesamt bleibt das Imperial eine gute Adresse in Nürnberg. Kreativ, abwechslungsreich und ein schöner Abend, wenn man Lust auf viele Eindrücke und ein gemeinsames Teilen der Speisen hat. Die Menge ist großzügig, man sollte also hungrig kommen oder rechtzeitig bremsen.
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  • L’Atelier des Augustins, Lyon

    November 28, 2025 in France ⋅ ☁️ 4 °C

    L’Atelier des Augustins
    12 Rue d’Algérie, 69001 Lyon, Frankreich.
    1 Michelin-Stern.

    Am Abend sind wir gemeinsam zu unserem ersten Restaurant in Lyon gelaufen, dem L’Atelier des Augustins. Das kleine Lokal liegt am Fuß des Croix-Rousse-Hügels, mitten in einem Viertel, das früher das Zentrum der Seidenweber war. Heute ist es bekannt für kreative, kleine Restaurants und Bars, und genau so fühlt sich auch dieses Atelier an: unkompliziert, modern, warmes Licht, viel Holz, offene Küche und eine sehr konzentrierte, aber entspannte Atmosphäre.

    Gekocht wird hier eine Mischung aus französischer Bistroküche und sehr modernen Elementen. Es gibt keine Karte, sondern ein Surprise-Menü, das sich konsequent nach Saison und Tagesverfügbarkeit richtet. Man gibt sich der Küche komplett hin, was perfekt zu diesem Ort passt. Wir hatten zwei Tische, und von Anfang an war die Stimmung locker, lebendig und fast familiär.

    Nach den ersten kleinen Tellern ging es mit der Dorade als Hauptgang weiter, perfekt gegart, leicht, präzise und sehr fein angerichtet. Danach folgte die Wildente, klassisch französisch, mit einer tiefen, intensiven Sauce – genau diese Art von Küche, für die Lyon berühmt ist. Man merkt sofort, warum diese Stadt durch Paul Bocuse zur gastronomischen Referenz geworden ist.

    Der Käsewagen war für sich genommen schon ein kleines Highlight, doch das Dessert setzte noch einmal einen unerwarteten Akzent: eine Kombination aus Pilzen und Süße, ungewöhnlich, mutig und erstaunlich harmonisch. Ein Abschluss, der im Gedächtnis bleibt.

    Es war ein großartiger erster Abend, mit sehr gutem Essen, vielen Gesprächen und dem Gefühl, dass diese Reise ein wirklich schönes Wiedersehen für uns alle wird. Gegen Mitternacht sind wir dann noch eine gute halbe Stunde durch das nächtliche Lyon zurück zum Hotel gelaufen.
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  • Inter Scaldes, Kruiningen, Niederlande

    November 9, 2025 in the Netherlands ⋅ ⛅ 10 °C

    Inter Scaldes
    Zandweg 2, 4416 NA Kruiningen, Niederlande
    2 Michelin-Sterne, Mitglied der Les Grandes Tables du Monde

    Nach einer dann doch etwas längeren Anfahrt wurden wir schon auf dem Parkplatz herzlich begrüßt – ein erster Vorgeschmack auf die Gastfreundschaft, die uns den ganzen Abend begleiten sollte. Im stilvollen Empfangsbereich begann das Erlebnis mit einem Glas Wein und den ersten genialen Häppchen.

    Danach führte man uns in die Küche, wo wir einen kurzen Blick hinter die Kulissen werfen durften. Hier standen noch die „Reste vom Fischmarkt“ bereit – als kleine Kostprobe direkt aus der Hand des Küchenteams. Der Abend begann damit ausgesprochen lebendig und persönlich.

    Am Tisch folgte dann ein Menü auf allerhöchstem Niveau. Jeder Gang – kunstvoll angerichtet, perfekt abgeschmeckt und voller überraschender Kombinationen – war ein kleines Kunstwerk. Die Teller erinnerten an Landschaften und Farben der See, von zarten Garnelen über feinste Gemüsekompositionen bis hin zu einem beeindruckenden Hauptgang mit intensiver Sauce.

    Auch die Desserts waren ein Erlebnis für sich: verspielte Formen, leichte Texturen und immer wieder ein Hauch von Säure und Frische. Besonders in Erinnerung bleibt der hohe, fast skulpturale Aufbau eines süßen Turms – beeindruckend anzusehen und köstlich zugleich.

    Der Service war makellos, aufmerksam, aber nie aufdringlich. Man spürte die Ruhe und Erfahrung eines eingespielten Teams.

    Ein Abend im Inter Scaldes ist weit mehr als ein Essen – es ist ein perfekt orchestriertes Erlebnis zwischen Kunst, Handwerk und Herzlichkeit. Ein würdiger Vertreter der niederländischen Spitzenküche.
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  • Bagatelle, Trier

    November 9, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 11 °C

    Bagatelle Auf der Bausch 17, 54294 Trier
    1 Michelin-Stern, 17 Punkte Gault&Millau

    Auf dem Weg nach Antwerpen haben wir mittags einen Stopp im Restaurant Bagatelle gemacht. Ein wunderschöner Platz direkt am Fenster mit Blick über das Moseltal – schon das war ein Erlebnis für sich.

    Wir haben uns für das 4-Gänge-Menü entschieden. Zum Start gab es einen kleinen Gruß aus der Küche: feine Thunfischwürfel auf einem knusprigen Taler mit fruchtiger Note. Danach kam ein wunderbar frischer Gang mit Jakobsmuschel, Kräutern und einem grünen Sorbet, angerichtet in einer großen Muschelschale – optisch wie geschmacklich richtig schön.

    Es folgte eine klare Brühe mit Lachsforelle, kleinen Gemüseeinlagen und krossem Fischhaut-Chip, sehr aromatisch und fein abgestimmt. Danach der Fischgang: Kabeljau auf knusprigem Kartoffelrösti mit leichter Rahmsauce – perfekt gegart, zart und cremig zugleich.

    Der Hauptgang war ein rosa gebratenes Rind mit Schalotten, Frühlingszwiebeln und kräftiger Jus – klassisch, auf den Punkt und unglaublich saftig.

    Zum Dessert gab es eine Zusammenstellung von Raffaello und Passionsfrucht.

    Das Menü war modern, leicht und sehr präzise gekocht – jeder Gang hatte seine eigene Handschrift. Zusammen mit dem Blick auf die Mosel ein großartiges Mittagserlebnis.
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  • Essigbrätlein, Nürnberg

    October 2, 2025 in Germany ⋅ 🌙 10 °C

    Essigbrätlein
    Weinmarkt 3, 90403 Nürnberg
    2 Michelin-Sterne, 18 Punkte Gault&Millau

    Unser Besuch im Essigbrätlein war wie immer ein Erlebnis. Es ist mittlerweile zu unserem absoluten Lieblingsrestaurant geworden, und jedes Mal sind wir gespannt, welche neuen Kompositionen uns erwarten. Das Menü war wieder perfekt abgestimmt, angefangen von den ersten kleinen Einstimmungen bis hin zum Dessert.

    Besonders beeindruckt hat uns dieses Mal die Gurkenkreation – frisch, leicht, überraschend aromatisch und einfach genial in der Kombination. Sie hat für uns alle anderen Gänge übertroffen, was schon einiges heißen will bei einem Menü auf diesem Niveau. Aber auch die weiteren Gerichte wie die Rote Bete, der Blumenkohl mit Tomate oder die Ente mit Zwiebel waren fein durchdacht und meisterlich umgesetzt.

    Begleitet haben wir das Menü mit einer sehr guten Flasche Riesling, die hervorragend harmonierte und das Erlebnis perfekt abgerundet hat. Das Finale mit den süßen Knabbereien war nicht nur köstlich, sondern auch optisch ein Highlight.

    Ein Abend im Essigbrätlein ist für uns immer ein Stück Genusskultur und wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal.
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  • Minneci, Nürnberg

    September 27, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 15 °C

    Ristorante Minneci
    Zirkelschmiedsgasse 28, 90402 Nürnberg
    Auszeichnungen: Italienische Spitzenküche, bekannt für authentische Menüs und historische Kelleratmosphäre. Eintrag im Michelin Guide

    Wir haben dieses Mal in Nürnberg etwas Neues ausprobiert – das Ristorante Minneci. Schon beim Eintreten waren wir beeindruckt: das Restaurant liegt in einem der wenigen historischen Keller der Stadt, die den Krieg überstanden haben. Eine stimmungsvolle Location mit viel Geschichte, die perfekt zu einem besonderen Abend passt.

    Das Menü war klassisch italienisch inspiriert und fein abgestimmt. Los ging es mit einem Lachs-Schwertfisch-Carpaccio, frisch, zart und elegant angerichtet. Danach folgten hausgemachte Ravioli mit Waldpilzen, die wunderbar aromatisch waren und mit einer leichten Sauce perfekt zur Geltung kamen. Als Hauptgang gab es Reh mit Maronen – kräftig, herbstlich und sehr fein kombiniert. Zum Abschluss überzeugte ein Kürbisgericht mit Honig, das die Aromen des Herbstes auf süße Weise einfing.

    Der Abend im Minneci war eine gelungene Abwechslung. Ein nettes Menü in besonderer Atmosphäre – ein Ort, den man sich in Nürnberg auf jeden Fall merken sollte.
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  • Meier, Hilzhof

    August 31, 2025 in Germany ⋅ ☀️ 21 °C

    Restaurant: Meier | Hilzhof
    Adresse: Hilzhofen 4, 92367 Pilsach
    Auszeichnungen: Bib Gourmand (Guide Michelin 2024), Slow Food Mitglied, Bio-zertifiziert

    Ein sonniger Spätsommertag im Oberpfälzer Land, die Felder rund um Pilsach leuchten goldgelb, und auf dem Hilzhof weht der Duft von frischen Kräutern und Bratensoße über die Terrasse. Wir sitzen draußen unter dem klaren blauen Himmel – und genießen das, was man hier mit gutem Grund als regionale Spitzenküche bezeichnet.

    Der Einstieg ist bodenständig und perfekt: eine kräftige Leberknödelsuppe mit Rinderbrühe vom Galloway-Rind aus der Nachbarschaft. Klar, tief aromatisch, und mit einem Knödel, der so luftig ist, dass er fast zerfällt – ehrlich, hausgemacht und einfach gut.

    Doch das eigentliche Highlight folgt im Hauptgang: Bio-Schweinebraten vom Klostergut Plankstetten mit Natursauce, Bio-Kartoffelknödeln und einem frischen Salat aus eigenem Anbau. Schon der erste Bissen ist eine Offenbarung – außen goldbraun und kross, innen saftig, zart und von dieser unvergleichlichen Würze, die man nur bei wirklich gutem Fleisch bekommt. Die Sauce tief, glänzend und rund, wie man sie selten erlebt. Ganz klar: der beste Schweinebraten meines Lebens.

    Auch die Beilagen verdienen Lob: die Kartoffelknödel samtig und leicht, der Salat knackig mit hauchdünnen Streifen gelber Zucchini, perfekt abgeschmeckt.

    Zum Dessert gönnen wir uns das hausgemachte Garten-Bio-Zwetschgen-Crumble mit cremigem Rahmeis – warm, fruchtig, süß, mit genau der richtigen Balance. Lucas wählt das Apfel-Streusel-Tartelette mit frischem Schlag, das genauso begeistert.

    Die Atmosphäre auf dem Hilzhof ist wunderbar entspannt: schlichte Tische, Kräuter im Wind, ein freundlicher Service, der das Konzept von Regionalität und Nachhaltigkeit wirklich lebt.

    Das Meier in Pilsach ist kein Ort für große Gesten – sondern für ehrliche Küche auf höchstem Niveau. Kein Wunder, dass der Michelin hier seinen Bib Gourmand platziert hat. Ein Mittagessen, das zeigt, wie großartig einfaches Essen sein kann, wenn man es richtig macht.
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  • Stahl, Auernhofen

    August 15, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 31 °C

    Restaurant: Winzerhof Stahl
    Adresse: Hauptstraße 15, 97355 Auernhofen (Franken)
    Auszeichnungen: 1 Michelin Stern, Gault&Millau, Falstaff, Vinum – mehrfach prämiertes Weingut und Gourmetküche

    Es war ein wunderbarer, heißer Sommerabend im Winzerhof Stahl – die Sonne tauchte das kleine Dorf in warmes Licht, und der Duft der Reben lag in der Luft. Wir wurden mit einem Glas Blanc de Noirs brut 2022 empfangen – feinperlig, kühl und elegant – der perfekte Auftakt für das Menü.

    Die Küche begann mit einer intensiven Tomatenessenzemulsion, die an einen sommerlichen Garten erinnerte – tief aromatisch, mit einer Spur Basilikum und Olivenöl. Danach folgte ein kleiner Zwiebelkuchen mit Speck, herzhaft und duftend, wie man ihn in Franken liebt.

    Besonders gelungen war die NY Trout mit Dill, perfekt gegart und wunderschön angerichtet – die Kombination aus zarter Forelle, leichter Säure und einer cremigen Sauce war schlicht perfekt. Auch das Hasennest mit Birnbaum, Kohlrabi und Kaviar überraschte: fruchtig, frisch und fein abgestimmt.

    Der Wein begleitete jedes Gericht mit Präzision: vom Silvaner Pfïlben über den Kalksteige Rosé bis hin zum kräftigen Chardonnay Sonnenstuhl Grande Reserve ’21. Jeder Schluck spiegelte die Leidenschaft und den Stil des Hauses Stahl wider – klar, mineralisch, voller Charakter.

    Ein Highlight war der gegrillte Hummer mit Paprika und Krustentierfumé: aromatisch, leicht rauchig, perfekt balanciert. Zum Hauptgang wurde Huhn mit Auerhöfer Allerlei serviert – rustikal interpretiert, aber mit feinem Schliff.

    Zum Abschluss ein Dessert, das Sommerlaune pur war: Tarte mit Erdbeere und Fenchel, begleitet vom halbtrockenen Blanc de Noirs Demi Sec. Danach ein kräftiger Syrischer Mokka und eine kleine Madeleine – ein würdiger Abschluss eines großartigen Abends.

    Die Atmosphäre war herzlich und ungezwungen, der Service aufmerksam, die Weinbegleitung perfekt abgestimmt. Ein Abend, an dem alles passte – von der Sonne über den Wein bis hin zur Stimmung im kleinen Gastraum mit Blick auf die alten Fachwerkhäuser von Auernhofen.

    Ein Genussabend im Winzerhof Stahl, der noch lange nachklingen wird.
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  • Kuhlemann, Neustadt an der Waldnaab

    August 7, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 23 °C

    Restaurant KUHLEMANN
    Freyung 39, 92660 Neustadt
    Keine offiziellen Sterne, aber eindeutig Küche auf Fine-Dining-Niveau

    Wir waren zum Abendessen im Restaurant KUHLEMANN und haben ein kreatives, fein abgestimmtes Menü ohne Weinbegleitung genossen. Der Abend begann mit einem kleinen Amuse-Bouche, das sofort Lust auf mehr gemacht hat.

    Als erster Gang wurde Lachsforelle mit Tomate serviert – roh mariniert, wunderbar frisch, mit essbaren Blüten garniert und fein abgeschmeckt. Danach folgten grüne Bohnen mit frisch geriebenem Meerrettich. Die Kombination aus knackigem Gemüse und der leichten Schärfe war perfekt ausbalanciert.

    Besonders angenehm war das Ei mit Zucchini, das unter einer feinen Schaumkrone versteckt war. Weich, cremig und schön aromatisch. Der folgende Gang – Lauch mit Pilz – war herzhaft, warm und mit einer cremigen Sauce überzogen, die an feine Steinpilz- oder Champignon-Aromen erinnerte.

    Der Hauptgang mit Sika-Hirsch und Kirsche war ein echtes Highlight. Das Fleisch war perfekt gegart, zart und rosa in der Mitte. Dazu fruchtige Kirschen, ein kraftvoller Jus und eine leichte Beilage – kräftig, aber nicht schwer.

    Zum Dessert gab es Aprikose mit Dinkel – fruchtig, leicht süß, mit einem nussigen Getreidearoma. Den Abschluss bildeten zwei kleine Petit Fours, schlicht und gut gemacht.

    Das Ambiente war ruhig, stilvoll und entspannt. Wir hatten einen schönen Abend!
    Am Ende kam noch der Chef vorbei und wir konnten unsere Grüße von Andreas und Manuela ausrichten. Er macht ja.unserem Schneider jedes Jahr ein Austern Event.
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  • Zum Klosterbräu, Bergen

    July 20, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 27 °C

    Zum Klosterbräu
    Kirchplatz 1, 86633 Neuburg-Bergen
    Gepflegte regionale Küche und schöne Lage im Klostergarten

    Wir waren heute zum Mittagessen im Gasthaus zum Klosterbräu in Bergen. Das Restaurant liegt direkt neben der Kirche und hat einen ruhigen, schattigen Garten mit Blick auf gepflegte Beete und den alten Klosterbau. Die Atmosphäre war entspannt und sommerlich, der Service freundlich und aufmerksam.

    Die Karte bietet klassische bayerisch-österreichische Küche, aber mit einem gewissen Anspruch. Wir hatten unter anderem eine Zucchinicremesuppe, die schön abgeschmeckt war und mit Kräutern und Croutons serviert wurde, sowie eine klare Suppe mit fluffigen Grießnockerln. Als Hauptgerichte gab es Wiener Schnitzel, Tafelspitz mit Wurzelgemüse, frisch geriebenem Kren und Schnittlauchsauce sowie ein Traditionsmenü mit geschmortem Kalbsbäckerl, das sehr zart war und von einem kräftigen Jus und Pfifferlingen begleitet wurde. Die Beilagen waren liebevoll angerichtet und das Gemüse noch leicht bissfest.

    Zum Abschluss gönnten wir uns einen Espresso und einen Blick in die Dessertkarte, die Klassiker wie Marillenstrudel nach Originalrezept von Antonie Böhm anbot. Auch eine Auswahl an Käse vom Affineur Waltmann war vermerkt.

    Ein sehr gelungenes Mittagessen in schöner Umgebung. Kein Sterne-Restaurant, aber eine klare Empfehlung für alle, die bodenständige Küche auf hohem Niveau schätzen.
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  • Trisane meets Aston Martin, Nürnberg

    July 19, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 28 °C

    Vergangenen Abend durften wir etwas ganz Besonderes erleben: Ein exklusives Dinner im Trisane in Nürnberg, kombiniert mit einem stilvollen Aston Martin Event.

    Schon beim Betreten des modern gestalteten Lokals spürte man die besondere Stimmung – halb Restaurant, halb Showküche, mit direktem Blick auf das Geschehen. Der Aperitif stimmte auf einen Abend voller Genuss ein. Begleitet war alles mit Live-Musik.

    Ein Highlight ist immer der Blick in die offene Küche. Zu dem Event durfte man auch überall hin. Man konnte sich Küche von innen ansehen. Wein und Wasser konnte man sich einfach holen. Zu Essen gab es auch immer reichlich.

    Nach dem leckeren Brot mit Butter und Speck gab es zur Einstimmung eine samtige rote Paprikasuppe mit Basilikumöl – optisch ein Kunstwerk, geschmacklich eine sanfte Explosion.

    Danach durften wir uns Taccos (eingelegter Lachs) und Tartar-Burger selber belegen. Die Burgen, waren genial, mit viel oder wenig Kaviar darauf …

    Danach wurde es rustikaler: Auf dem offenen Keramikgrill brutzelten massive Cuts vom Fleisch, die später perfekt gegart mit einem intensiven Jus und fluffigem Kartoffelpüree serviert wurden – ein Traum für Fleischliebhaber.

    Zum Dessert wurde ein Stück Mandelkuchen mit fluffiger Creme gereicht. Locker, nussig, einfach lecker. Besonders schön: Die entspannte Atmosphäre an der Theke, an der sich Gäste austauschten, lachten und der Küche beim Arbeiten zusahen.

    Passend zum edlen Menü stand vor dem Restaurant ein Aston Martin in Szene gesetzt – von pinkem Licht dramatisch beleuchtet.
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  • L’Auberge de Saint-Rémy

    June 20, 2025 in France ⋅ ☀️ 30 °C

    L'Auberge de Saint-Rémy - Fanny Rey & Jonathan Wahid

    12 boulevard Mirabeau, Saint-Rémy-de-Provence, 13210, France
    2 Michelin Sterne

    Ein unvergesslicher Abend in einem der elegantesten kulinarischen Orte der Provence – bei Fanny Rey & Jonathan Wahid im „L’Auberge de Saint-Rémy“. Vom ersten Moment an spürt man hier: Das ist mehr als ein Restaurant – das ist eine Inszenierung, ein Erlebnis.

    Wir wurden an einen stilvoll eingedeckten Tisch geführt, wo bereits eine einzelne Chrysantheme, eine kleine Glaskerze und ein eleganter roter Deko-Schmetterling auf uns warteten. Der Service? Persönlich, herzlich, mit echter Liebe zum Detail. Und die Küche? Eine Offenbarung.

    Das Menü „CELEBRATION“ (€330 pro Person) war ein Feuerwerk aus Kreativität, Präzision und Aromenspiel. Der Auftakt kam auf einem kunstvoll drapierten Ast – kleine Kreationen, die wie von einem Waldgeist serviert wirkten. Jeder Gang war durchdacht, verspielt und dabei tief verwurzelt in der südfranzösischen Produktkultur.

    Einige Highlights vom handschriftlichen Menü:
    • Fragonard – wohl eine duftige Hommage an Grasse, die Parfum-Hauptstadt
    • Zucchini Capuccino & Zucchini Flavor Powder – ein Spiel mit Texturen und Nuancen
    • John Dory, Zucchini “51” – perfekt gegart, filigran präsentiert
    • This is a creation / Trompe l’œil – ein Gang, der uns buchstäblich optisch in die Irre führte

    Chef Fanny Rey kam persönlich an den Tisch, um einige der Gerichte zu erklären – ein besonderer Moment. Auch die Drinks waren stimmig: Zwei hausgemachte Cocktails, ein frischer Gang zwischendurch und eine Flasche IGP Pays de l’Hérault, Vaïsse Hazard 2022 – ein Weißwein, der den Abend gekonnt begleitete.

    Insgesamt belief sich die Rechnung auf €817 für zwei Personen – ein stolzer Preis, aber jeden Cent wert, wenn man bedenkt, wie viel Handwerk, Atmosphäre und Persönlichkeit hier aufeinandertreffen.

    Zum Abschluss: ein letzter Blick auf das florale Logo an der Eingangstür, der Duft der Sommernacht und das Gefühl, etwas Außergewöhnliches erlebt zu haben.

    ✨ Ein kulinarisches Gedicht in Saint-Rémy – Merci, Fanny & Jonathan!
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  • Mayta, Lima, Peru

    April 26, 2025 in Peru ⋅ ⛅ 19 °C

    Mayta
    Av. La Mar 1285, Miraflores, Lima 15074, Peru

    Jahr Auszeichnung Platzierung
    2024 World’s 50 Best Restaurants (global) Platz 41
    2024 Latin America’s 50 Best Restaurants Platz 13
    2022 Latin America’s 50 Best Restaurants Höchster Neueinstieg
    2023 The World’s 50 Best Restaurants Discovery Gelistet als Entdeckung
    2024 Beste Pisco-Bar in Lima (lokale Auszeichnung) 1. Platz

    Unser Besuch im Mayta war eine der spannendsten kulinarischen Erfahrungen auf unserer Reise. Das Restaurant von Jaime Pesaque liegt im lebhaften Viertel Miraflores und bietet moderne peruanische Küche auf höchstem Niveau. Die Atmosphäre ist gleichzeitig entspannt und elegant – viel Holz, dezente Beleuchtung und jede Menge Pflanzen schaffen eine warme, offene Stimmung. Das Essen selbst war ein echtes Abenteuer: viele Gänge, jeder einzelne kunstvoll angerichtet, mit intensiven, oft überraschenden Aromen aus den unterschiedlichsten Regionen Perus. Manche Gänge wirkten fast wie kleine Landschaftsgemälde auf dem Teller. Besonders beeindruckt hat uns die Vielfalt der Zutaten – von Amazonaseel bis zu exotischen Früchten wie sanky und pitahaya.

    Das Restaurant war gut besucht und hatte zwei Tischbelegungen pro Abend, was die Stimmung lebendig und etwas lauter machte. Trotzdem haben wir uns sehr wohlgefühlt. Es war aber auch fordernd: die vielen unterschiedlichen Komponenten der Gerichte verlangten Aufmerksamkeit und manchmal auch etwas Neugier, sich auf neue Geschmackskombinationen einzulassen.

    Chef Jaime Pesaque setzt stark auf Nachhaltigkeit und fördert lokale Produkte wie Paiche aus dem Amazonas oder seltene Andenknollen. Mit seinem Yachay-Projekt engagiert er sich auch für die Wiederherstellung der Biodiversität in Peru.

    Mayta steht für eine moderne Interpretation peruanischer Küche, ohne die Wurzeln zu vergessen – ein Pflichtbesuch für alle, die Peru kulinarisch wirklich verstehen wollen.
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  • Kjolle, Lima, Peru

    April 25, 2025 in Peru ⋅ 🌙 20 °C

    Kjolle
    Av. Pedro de Osma 301, Barranco, Lima 15063, Peru

    Das Kjolle ist eines der spannendsten Restaurants in Lima und hat sich längst einen internationalen Ruf erarbeitet. Es ist Teil des gastronomischen Projekts rund um das weltberühmte Restaurant Central, das regelmäßig an der Spitze der World’s 50 Best Restaurants steht (aktuell Platz 1 im Jahr 2023). Geleitet wird Kjolle von Pía León, die nicht nur Mitgründerin des Central ist, sondern viele Jahre dort als Chefköchin an der Seite ihres Partners Virgilio Martínez gearbeitet hat. Kjolle ist ihr ganz eigenes Projekt – ein Ort, an dem sie ihre persönliche Handschrift in der peruanischen Küche zeigt. Seit seiner Eröffnung hat es sich schnell etabliert und belegt aktuell Platz 28 auf der Liste der World’s 50 Best Restaurants (Stand 2024). Pía León selbst wurde 2021 zur „Best Female Chef in the World“ gekürt, ein bedeutender Meilenstein für sie persönlich und für die Rolle von Frauen in der Spitzengastronomie.

    Das Konzept von Kjolle hebt sich bewusst von dem des Central ab. Während im Central strikt nach Höhenlagen gekocht wird – von Meeresniveau bis auf 4.000 Meter – ist Kjolle freier, verspielter und farbenreicher. Der Name „Kjolle“ stammt von einer andinen Pflanze mit leuchtend orangefarbenen Blüten und steht symbolisch für Vielfalt, Farbe und Naturverbundenheit. Pía León bezieht ihre Zutaten aus dem gesamten Land: von der Küste über die Anden bis hin zum Amazonas. Dabei stehen seltene und oft unbekannte Zutaten im Mittelpunkt – Wurzeln, Körner, Früchte und Kräuter, die in der peruanischen Esskultur tief verankert sind, aber kaum außerhalb des Landes bekannt sind. Die Küche ist raffiniert, aber zugänglich, kreativ und dennoch geerdet. Jedes Gericht ist eine Reise durch Peru – modern interpretiert, mit Respekt für Herkunft und Handwerk.
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  • Lasai, Rio de Janairo, Brasilien

    April 5, 2025 in Brazil ⋅ 🌧 22 °C

    Lasai
    Largo dos Leões 35, Humaitá, Rio de Janeiro, 22260-210, Brasilien
    Zwei Michelin Sterne
    No.58 50 Best Restaurants 2024
    No.7 Latin America's 50 Best Restaurants 2024
    The Best Restaurant in Brazil 2024

    Wir hatten einen tollen Abend im Lasai. Man sitzt gemütlich um die kleine Küche und bekommt erst 9 kleine Starter und dann ein Set von herausragenden Gerichten.

    „Dining at this restaurant with just 10 seats is like attending a show, but with the best seats in the house! Although it starts out quietly, the kitchen comes to life as the chefs embark on the task in hand, with interesting interaction between chef Rafa Costa e Silva and his guests. The surprise tasting menu, modern in style, begins with a variety of appetisers, and includes outstanding vegetarian dishes (cooked to perfection and based around seasonal organic ingredients from his gardens in Itanhangá and Vale das Videiras), with the option of superb wine pairings. “Lasai” translates as “tranquil” in Basque – the restaurant takes its name from the time the chef spent refining his skills in the award-winning Mugaritz (in Errentería, in Spain’s Basque country). You’ll need to book ahead and be punctual, as the experience starts at the same time for every guest.“
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