• New Orleans - Jazz und Party

    6. april 2024, Forenede Stater ⋅ ☀️ 24 °C

    Nach einer ruhigen Nacht und einem gemütlichen Frühstück wollen wir noch kurz den Birdwatching Trail entlanglaufen. Aber kurz nach unserem Start werden wir von Mückenschwärmen eingehüllt, so dass wir fluchtartig wieder in unser Buschen hechten. Obwohl wir relativ früh dran sind, fahren wir Richtung New Orleans. Unterwegs tanken wir noch mal und sind dann 40 Minuten vorher am Campingplatz in New Orleans. Da wir erst um 12 Uhr rauf dürfen, parken wir direkt vor dem Tor und warten. Etwa 15 Minuten vorher öffnet sich das Gate und die Lady winkt uns entnervt rein, da wir ihre Einfahrt blockieren. Wir bekommen Platz 16 zugewiesen, direkt unterhalb der Interstate 10. Das kann eine laute Nacht werden. Ein kanadisches Päarchen kommt neben uns an. Sie waren die letzten 3 Monate in Texas, und New Orleans ist ihr Abschluss. Sie haben bereits Karten für die Persih Hall gebucht. Die sind Monate im Voraus ausgebucht. Also nichts für uns. Wir laufen los. Noch ist alles ruhig. An vielen Ecken stinkt es nach Müll, Pi….. und vielem mehr. Wir laufen zu Ursulinenkloster, dem ältesten Gebäude der Stadt. Dort soll es um 13 Uhr eine Führung geben. Doch an der Türe hängt ein Zettel auf dem steht, dass heute nur um 9 und 11 Uhr Führung ist und dann erst wieder nächste Woche Donnerstag. Dann eben nicht. Wir schlendern zur Kathedrale, besichtigen sie (die in Savannah war schöner) und laufen vor an den Mississippi. Der Old Man River fließt träge und Grau vorbei. Noch nicht mal besonders breit. Wir wollen Beigenets essen, eine der besonderen Spezialitäten von New Orleans. Das berühmte Café du Monde hat eine sehr lange Schlange, also gehen wir in das Cafe Grand Beigenet, die zweite Wahl. Aber auch gut. Thomas schleppt 2 Portionen an. Für jeden 3 Beigenets. Riesige Hefestückchen. Einfach rechteckig und in Fett ausgebacken. So wie unsere Berliner, nur ohne Füllung und mit einer dicken Schicht Puderzucker. Wir bekommen beide jeweils zwei auf und stecken uns den jeweils dritten für das Frühstück morgen ein. Weiter geht es am Napoleonhaus vorbei zum großen Platz vor der Kathedrale. Es spielt eine Dixieband mit einem beeindruckendem Sousaphon. Und da ist eine große Parade anlässlich der Spring Break. Es werden Blumen verteilt und Flaggen, und so habe ich am Ende der Parade einen wunderschönen bunten Strauß in der Hand. Den kann ich unmöglich durch die Stadt schleppen. Zum Glück ist der Campingplatz ganz in der Nähe und so bringen wir die Blumen ins Buschen, stellen sie ins Wasser und gehen zurück in die Stadt. In einem schönen alten Restaurant mit Innenhof genießen wir einen Drink zur Happy Hour unter dem ältesten Baum von New Orleans. Wir schlendern zum Kathedralenplatz und ergattern einen Platz auf einem Balkon genau oberhalb des Platzes. Ein idealer Spot um Leute zu beobachten und die sind wirklich sehenswert. Weiter geht es über die Bourbon Street. Dort ist alles laut und schrill. Die Menschen und die Musik. Einzigartig für Street Aufnahmen. Thomas hat uns in einem creolischen Restaurant einen Tisch reserviert und wir essen unser erstes Jambalaya und Gumbo. Thomas schmeckt sein Jambalaya, mein Gumbo ist mäßig. Schmeckt irgendwie nach Maggi. Nach dem Essen wieder auf der Bourbon Street wird es noch heftiger. Die ganzen weißen Kids super gestylt und betrunken, die schrill gestylten Farbigen weniger betrunken, aber auch crazy, aufgemotzte Autos und Motorräder mit getuntem Auspuff. Einfach nur crazy. Wir suchen eine klassische Jazzkneipe und landen im Fritzel’s. Thomas hat ein gutes Händchen bewiesen und wir genießen den Abend mit zwei klasse Bands und klassischem Jazz. Neben uns ist eine Frau aus Alabama mit ihren Mädels auf Wochenendtour. Sehr witzig und unterhaltsam.Læs mere