• Wupatki Pueblo und Volcano, Sedona

    September 5, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 36 °C

    Nach einer super ruhigen Nacht genießen wir noch ein Frühstück in der einsamen Weite der Prärie und fahren wieder auf die Autostraße, welche uns nun zum Visitor Center des Wupatki Nationalparks führt. Hinter dem Center liegt das Hauptausgrabungsfeld mit eindrucksvollen mehrgeschossigen Pueblobauten. Hier gab es vor Ankunft der Weißen schon eine hochentwickelte sesshafte Indianerkultur, welche intensiven Ackerbau und Viehzucht betrieben hat. Unser Bild der Indianer ist ausschließlich von der nomadischen Indianerkultur geprägt. Aber in Wirklichkeit waren diese Kulturen sehr viel vielfältiger. Die Amerikaner investieren auch in den letzten beiden Jahrzehnten mehr in die Erforschung dieser Ursprungskulturen. Aus dem Nationalpark raus geht es weiter an einigen eindrucksvollen Vulkankegeln vorbei. Wir parken an einem Lavafeld und machen eine kleine Wanderung über und an dem Feld vorbei. Das Lokalfernsehen ist anwesend und übergibt einem indianischen Stammesältesten eine Geldspende. Wir fahren weiter, an gelb leuchtenden Blumenwiesen vorbei in ein Seitental in dem der berühmte Ort Sedona liegt. Das Tal durch das man bis zu dem kleinen Städtchen Sedona fährt ist eine eindrucksvolle rote Felskulisse. Sedona selber ist sehr moderne Kleinstadt. Alles ist super teuer. Wir gönnen uns ein gutes Steak in einem der dort ansässigen Biosupermärkte für heute Abend und beschließen ein Picknick in einem nahegelegenen Naherholungsgebiet an einem Flüsschen zu machen. Wir zahlen unseren Eintritt und machen ein Melonenpicknik unter einem schönen schattenspendenden Dach mit tollen Blick auf die roten Felsformationen rund um Sedona. Alle Leute laufen mit Badesachen und Schwimmreifen unter den Arm vorbei. Also schnappen wir uns auch die Schwimmsachen und laufen zu der Badestelle am Fluß. Wir müssen über eine glitschigen Fels, der nur wenige Zentimeter mit Wasser bedeckt ist auf eine Felsinsel in der Flußmitte auf der sich einige Leute sonnen. Wir legen uns auf den wunderbar warmen Stein und schauen in den blauen Himmel und die roten Felsen. Ein herrlicher Kontrast und fast paradiesisch. Ein kurzer Sprung ins Wasser. Nicht zu lange, denn das Wasser ist richtig kalt und ein ziemlicher Kontrast zu der Hitze. Wir beschließen auf der anderen Flußseite zurück zu gehen. Ich habe mir eingebildet eine Brücke hinter unserem Picknickplatz gesehen zu haben. Doch leider existiert die nicht und so müssen wir durch eine knietiefe Furt. Das ist nicht schlimm, denn der Untergrund ist griffig und man kommt gut rüber. Nicht so glatt und rutschig wie der Fels auf der anderen Seite. Wir fahren weiter und verlassen Sedona einer der teuersten Städte in Arizona Richtung Phoenix unser letztes Ziel auf diesem Reiseabschnitt. Auf etwa der Hälfte des Weges fängt es an Abend zu werden und wir fahren von dem Highway ab auf eine kleine ungeteerte Straße zu einem Stellplatz aus dem iOverlander. Doch die Straße ist heftiges Waschbrett. Bis sie zu einem Örtchen abzweigt wo es auch eine Schule gibt. Offensichtlich hat der Schulbus den Weg zum Waschbrett geformt. Danach ist die Straße steinig aber ohne Waschbrett recht gut befahrbar. Auf einer Anhöhe ist ein Stellplatz der von dem Pfad abgeht. Sehr einsam mit weiter Sicht bis hin nach Phoenix, dessen Lichter am Horizont blinken. Wir lassen den Abend mit einem super Steak und einem Glas Rotwein ausklingen. Unsre letzte freie Stellnacht.Read more