• Phoenix

    September 6, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 43 °C

    Nach einer letzten Nacht in der freien Wildnis, fahren wir los nach Phoenix. Nach etwa 2 Stunden Fahrt kommen wir an. Zunächst fahren wir zu einem Waschsalon. Wir wollen alles sauber hinterlassen, wenn wir morgen für einige Monate das Buschen in einem Storage unterstellen. Es ist schon merkwürdig einen Trockner zu benutzen, wenn es draußen fast 40 Grad hat, die Sonne scheint und ein Wind geht. Da wir jedoch weder eine so lange Wäscheleine haben, noch einen Platz alles aufzuhängen, landet die frischgewaschene Wäsche im Trockner. Dann ist alles sauber und duftet. Wir fahren zu einem RV Park auf dem wir uns für heute Nacht einmieten. Freies Stehen in einer amerikanischen Großstadt wie Phoenix scheint uns nicht ratsam. Wir sind die einzigsten Wohnmobilisten die hier eine Nacht stehen. Der ganze Platz ist voller Permanenthäuser und Trailer. Wir stellen uns auf einen schattenlosen Kiesplatz. Na das wird super heiß. Da es keinerlei öffentliche Verkehrsmittel am Stadtrand von Phoenix gibt, rufen wir uns einen Uber und lassen uns zum Kapitol bringen. Der Fahrer setzt uns an der Seite ab und prompt nehmen wir den falschen Eingang. Da es innen keine Verbindung gibt, müssen wir draußen durch die Hitze rund um das Gebäude zum alten Capitoleingang, welcher mehr zu musealen Zwecken genutzt wird. Es hat wieder die obligatorische Kuppel mit den Balkonen auf den einzelnen Zwischenebenen und dem Wappen des Staates Arizona auf dem Boden unter der Kuppel. Wir laufen noch etwas durch das gut klimatisierte Gebäude. Aber hier gibt es keine Senatssal, kein Governeursbüro und nichts was aktuell von den Politikern von Arizona genutzt wird. Es ist ausschließlich eine Ausstellung der Historie. Vom Kapitol geht es durch schöne Parkanlagen in denen ausschließlich Obdachlose rumhängen über eine palmenbestandene Allee in die Innenstadt. Die Straße ist wie leergefegt. KeinFußgänger und auch nur wenig Autoverkehr. Es ist super heiß. Bei 45 Grad im Schatten bewegt sich keiner draußen, außer wir dummen deutschen Touristen. Als wir am Rathaus ankommen, sind wir echt fertig, obwohl wir viel trinken. Das Rathaus und das danebenliegende Courthouse sind fotogen. Dann wollen wir noch in den Stadteil, welcher für seine Graffithis berühmt ist. Aber bis dahin sind es noch 2 Kilometer durch die Hitze. Wir beschließen mit der wohlklimatisierten Straßenbahn zu fahren. Das war gut. In dem Stadtteil werden gerade Straßenstände für einen abendlichen Markt aufgebaut. Die Graffiti auf den Wänden sind plakativ und schrill. Wir gehen in einem Caffee einen kühlen Eistee trinken. Hier fragen sie uns wie wir auf die Schnapsidee gekommen sind im September während der Hitze Phoenix zu besuchen. Wir wissen auch keine Antwort, außer das wir hier unseren USA Reiseabschnitt beenden werden. Nach dem Tee ist uns schon kühler und so schlendern wir durch den Stadtteil, machen Fotos und laufen zum japanischen Garten. Der liegt direkt hinter einer Hochauszeile und ist wirklich liebevoll angelegt. Ein gutes schattiges Plätzchen mit viel Wasser rund herum und fotogenen Motiven. Um 19 Uhr hat Thomas uns einen Tisch bei einem berühmten BBQ Restaurant reserviert, denn wir haben heute Hochzeitstag. So schwitzig haben wir den bisher noch nie verlebt. Wir rufen uns also wieder einen Uber zum Restaurant. Das Restaurant ist klimatisiert und es herrscht reger Betrieb. Gut dass Thomas reserviert hat. Wir bestellen einen Sekt zum anstoßen. Der wird hier wohl nicht so oft nachgefragt, denn die Dame braucht etwas, bis sie die Gläser und den Sekt herbeigebracht hat. Danach bestellen wir uns alle Brisket, welches sich als eine super Wahl herausstellt. Ganz kommt es an Lockhard nicht heranaber es steht kurz danach auf Platz zwei unserer Brisket Hitliste. Nach dem vorzüglichen Essen fährt uns ein Uber zu dem RV Platz, wo unser Buschen auf uns wartet. Es ist unerträglich heiß, also geht Thomas nochmal in dem klimatisierten Indoorpool schwimmen und Rebekka und ich suchen uns einen Billiardtisch, ebenfalls in einem klimatisierten Raum. Nach ungefähr 3 Runden mit mäßigem Erfolg kehren wir spät des Nachts zu unserem Buschen zurück und reißen alle Türen und Fenster auf. Die Luft steht und wir haben immer noch 40 Grad und keine Klimaanlage. Das wird die heißeste Nacht unserer bisherigen Reise. Rebekka ist völlig entnervt und trinkt des Nachts eiskaltes Wasser aus dem Kühlschrank. Das einzigste was kühl ist.Read more