• Volcano de las tres Virgenes

    7. december 2024, Mexico ⋅ ☀️ 24 °C

    Nach einem gemütlichen Frühstück und einem Telefonat mit den Eltern fahren wir heute nur etwa 50 Kilometer zu einer Eco Lodge am Fuße von drei Vulkanen, den "Tres Virgenes". Wir beziehen unseren Stellplatz neben einen Van aus Washington State und beginnen die etwa acht Kilometer Wanderung an den Fuß der Vulkane zu einem erkalteten Lavafluß. Wir wandern entlang der weiß gestrichenen Steine, welche den Weg makieren, durch eine wunderschöne Kakteenlandschft mit der tollen Vulkankulisse. An dem erstarrten Lavafluß angekommen, verlieren wir vor lauter Begeisterung doch unsere weißen Steine aus dem Blick und kommen vom Weg ab. Wir merken es nach einer Weile, nachdem wir nur noch Tierspuren auf dem vermeintlichen Pfad sehen und keine Fußspuren mehr. Wir machen eine kurze Kekspause und kehren um, bis wir den gekennzeichneten Weg mit den weißen Steinen wieder finden. Jetzt achten wir genau auf die Wegmakierung und folgen den Weg in einem Rund über eine kleine Bergrücken. Dann passe ich wieder nicht gut auf und erwische einen Kaktus. Ich streife ihn mit meinem Oberarm und etwa 6 bis 7 große Stacheln bohren sich tief ins Fleisch. Ein Teil des Kaktus bricht ab und bleibt in meinem Oberarm stecken. Thomas zieht die Stacheln vorsichtig wieder raus, aber es tut echt weh und blutet auch. Da ist wirklich Mist, man muss hier sehr vorsichtig sein. Eine Kakteenlandschaft ist kein Spaß. Ich presse ein Taschentuch drauf und zum Glück lässt die Blutung und der Schmerz schnell nach, da alle Stacheln komplett draußen sind. Noch mal Glück gehabt. Es geht biszum Ende des Weges an der Mulikoppel vorbei, wo einige Mulis in den Stallungen sind, sowie ein fettes Schwein, welches sich furchtbar aufregt, weil wir es fotografieren wollen. Fast wäre es über den Zaun gesprungen. Wir gehen zurück zur Lodge und duschen in einem der Bungallowzimmer. Der Besitzer Oscar der I macht uns die Gastherme an, damit das Wasser warm wird. Er ist in Begleitung von Oscar dem III, seinen Enkel. Die Familie ist sehr lustig und super nett. Oscar hat einige Jahre in den USA gelebt und spricht ausgezeichnetes Englisch. Ein sehr alter Mann kommt aus seinem Zimmer und spricht uns an. Er freut sich mit uns auf englisch sprechen zu können. Er lebt bereits seit sieben Monaten bei der Familie. Er ist super nett, aber geistig wie körperlich sehr hinfällig. Nach der Dusche gehen wir zum Essen isn Restaurant. Wir bekommen sehr leckere Burritos und Quesadillas serviert. Ein weiterer älterer Amerikaner gesellt sich zu uns an den Tisch. Es scheint, dass die Familie noch ein Altersheim für alte amerikanische Männer betreibt. Ein weiteres Ehepaar ist zu Gast und es sind ausgerechnet Deutsche aus Berlin. Wir unterhalten uns noch ganz nett und fallen müde ins Bett.Læs mere