San Ignacio
6. december 2024, Mexico ⋅ ☀️ 26 °C
Nach einem gemütlichen Frühstück am Meer geht es zum Eingang des Naturschutzgebietes zurück. Wir wollen uns nach den Walen erkundigen. Überraschenderweise gibt es sogar freies WLAN und so rufen wir die Eltern an. Der Ranger erklärt uns dann, dass die Walsaison erst im Januar startet. Schade, wir sind zu früh dran. Dafür laufen wir vor auf den Steg und begegnen einem Seeadler, welcher auf dem Geländer sitzt und einen frisch gefangenen Fisch in den Klauen hält. Ein tolles Naturerlebnis. Er lässt uns relativ nahe rankommen, erhebt sich dann doch mit dem schweren Fisch in den Klauen in die Lüfte. Wir haben ihn gestört. Wir können noch unzählige verschiedene Vögel beobachten bevor wir zu unserem Buschen zurücklaufen. Als wir einsteigen, kommt noch ein Kojote ziemlich nahe am Bus vorbei. Also hier gibt es auch noch viele andere Wildtiere, außer die Wale zu sehen. Wir verlassen das wunderschöne Naturschutzgebiet und fahren über die ruckelige Wellblechpist zurück auf die 1. Der weitere Weg ist mit unzähligen Schlaglöcher gespickt. Thomas fährt einen wahren Zickzack und immer schön langsam. Wir brauchen fast drei Stunden für 150 km. Das sind mexikanische Straßenverhältnisse. Wir kommen am späten Nachmittag in San Ignazio an und beziehen einen sehr schönen Camingplatz unter Palmen. Er ist sehr gepflegt und hat schöne Duschen und Toiletten. Wir stellen uns nach hinten unter zwei schöne Dattelpalmen. Vorne stehen zwei deutsche riesige Expedi-Fahrzeuge (im Wert von etwa einer halben Million). Ein Wahnsinn, was die Leute ausgeben und doch nirgedwo anders hinkommen als wir auch. Aber auch hier gibt es das typische Prestigedenken. Wir laufen etwa drei Minuten auf den Hauptplatz de Ortes. An der Stirnseite steht die wunderschöne Missionskirche aus dem 17. Jahrhundert. In der Mitte des Platzes gibt es eine kleine Parkanlage und rundherum Restaurants und Geschäfte. Wir essen ein Stück Kuchen in einenem Café und warten bis die Beerdigungsgesellschaft die Kirche verlassen hat. Mit lauter Musik wird der Sarg in die Parkanlage in die Mitte des Platzes getragen. Der Sarg wird geöffnet und jeder verabschiedet sich mit einem Kuss von dem Toten. Danach wird der Sarg geschlossen, zweimal um den Platz getragen und die Trauergesellschaft läuft in einer Prozession hinterher. Wir beobachten alles interessiert und besichtigen dann die Kirche von innen. Sie ist eher schlicht und hat einige Heiligenfiguren am Altar und den beiden Seitenaltären. Danach gehen wir zurück zu Campingplatz und essen zu Abend. Dort sind mittlerweile die jungen Eltern aus Ludwigsburg und die jungen Leute aus Kassel angekommen, welche wir vorher schon einige Male getroffen haben. Wir gehen in die Stadt und gönnen uns noch ein Bierchen im Restaurant vor der schönen Kulisse der alten Missionskirche. Dort treffen wir die Ludwigsburger. Der kleine Junge ist schon ganz aufgeregt, da er den Nikolaus erwartet. Und tatsächlich hat der ihm doch etwas vor das Wohnmobil gestellt. Der Kleine ist selig und wir unterhalten uns noch etwas mit seinen Eltern und mit Julia und Markus aus Kassel. Diese wollen auch Ende Mai ihren Mercedes Vito nach Kolumbien verschiffen und würden genau mit uns zusammen in einen Container passen. Das wäre ideal. Wir tauschen die Handynummern aus und werden in Kontakt bleiben.Læs mere




















