7-Zip-Lines
5. januar 2025, Mexico ⋅ ⛅ 18 °C
Nach einer ruhigen Nacht machen wir uns ein gutes Frühstück in der Küche. Wir haben im Lebensmittelgeschäft von Berta gestern Abend noch alles eingekauft. Es gibt Rührei mit Tomate, Jalapeno und Avocados. Dazu noch Tortillas und ein Brötchen für mich. So gestärkt wandern wir zur Seilbahn. Carlos hat uns gestern die 7 Zip Lines empfohlen. Er meinte, das geht über zwei Stunden und man sieht deutlich mehr vom Canyon als bei der langen Zip Line, welche allerdings mit mehr als 2,5 Kilometern die längste der Welt ist. Jeder entscheidet sich unabhängig, aber am Ende fahren wir alle 4 zusammen die 7 Zip Lines. Wir werden ausgestattet und los geht es. Die erste Zipline ist nur etwa 500 Meter lang. Sie geht über ein tiefes Seitental. Es ist für mich die erste Zipline meines Lebens und so habe ich entsprechendes Herzrasen und kann diese kaum genießen. Alle anderen haben einen Heidenspaß. Wir wandern weiter zur nächsten Zipline. Diese ist noch kürzer und nicht so tief. Ich glaube, da kann ich mich gut dran gewöhnen und langsam genieße ich auch das freie Fliegen über die tiefen Canyons. Dann folgt eine Hängebrücke, welche definitiv nach meinem Geschmack ist. Und dann die nächste Zipöine und ich genieße es wirklich. So macht es allen einen riesigen Spaß. Die längste Zipline ist 1,5 Kilometer und wirklich ein herrlicher Spaß mit einer freien Sicht in den tiefen Canyon. Eine Zipline geht nur zu zweit, da das Gewicht gebraucht wird, im rüber zu kommen. Also flitze ich mit Thomas rüber. Die letzte geht über den tiefsten Abgrund. Ich stoppe schon ein paar Meter bevor ich drüben bin. Schnell halte ich mich mit der Hand fest damit ich nicht zurückrutsche. Ich soll mich am Seil bis zur Station hangeln. Das schaffe ich nicht und so kommt schnell ein Mitarbeiter und holt mich rüber. Der tolle Spaß ist nun schon vorbei. Wir gehen zur Seibahnstation, hören uns noch eine mexikanische Band an, wandern etwas herum, Rebekka schließt Freundschaft mit einem kleinen indianischen Mädchen, welches sie anhimmelt und schon sitzen wir in der letzten Seilbahn zurück. Der Seilbahnführer macht Witze über deutsches und mexikanisches Bier und schon sind wir wieder am Rand des Canyons. Wir wandern noch etwa eine Stunde zurück, genießen die Aussichten auf den Canyon im abendlichen Sonnenlicht und kommen gerade im Örtchen an, als noch die Abendmess in der Kirche im vollen Gange ist. Der Pfarrer begrüßt uns, will unsere Namen wissen und woher wir kommen. Er betet sehr persönlich und spricht die einzelnen Gottesdienstteilnehmer an. Danach gibt es noch ein milchiges Süßgetränk und Pfarrer Ernesto unterhält sich noch freundlich mit uns. Schade dass wir die Gottesdienstzeit nicht wussten und erst am Ende dazugestoßen sind. Nach einem guten Abendessen im selben Restaurant, dem einzigen des Ortes, werfen wir uns den Holzofen in unserem Hostel an und haben so einen gemütlichen Abend. Carlos ist zu seiner Freundin nach Chihuahua gefahren und hat uns das ganze Haus zur freien Verfügung gelassen. Was ein Luxus.Læs mere




















