• Von Santa Elena nach Guanajuato

    1. februar 2025, Mexico ⋅ ☀️ 22 °C

    Wir hatten eine ruhige Nacht und genießen die Ruhe des Dorfes, denn heute wollen wir weiter nach Guanajuato, die nächste Großstadt. Wir haben einen Campingplatz oberhalb der Altstadt in iOverlander gefunden. Also fahren wir in einem großen Bogen um die bergige Stadt mit ihren verwinkelten Gassen herum. Von oben biegen wir ein und hoffen, die wenigen Meter in den kleinen und steilen Gässchen hinzubekommen. Zunächst drücken wir uns an einem parkenden Jeep vorbei. Es ist Millimetersache, aber Thomas steuert souverän durch. Dann links um die Ecke und wieder steil rauf. Thomas stoppt, ich will nochmal um die Ecke, prüfen ob da nicht plötzlich ein Auto parkt. Zum Glück steht da keiner und die Fahrt ist frei. Aber da kommt ein anderes Auto direkt hinter Thomas und er muß nun mit dem schweren Buschen auf der super steilen Straße auf dem glatten Kopfsteinpflaster anfahren. Die Räder drehen durch und die Kupplung raucht, die Nerven liegen blank, aber es klappt und Thomas schafft es mit dem Buschen zum Campingplatz. Das dürfen wir nicht oft machen. Das ist super schlecht für das Material und die Nerven. Wir genießen den einzigartigen Ausblick über Guanajuato und laufen dann zu Fuß in die Stadt. Quer durch einen Autotunnel, so dass wir nach 20 Minuten mitten in der Stadt vor der großen Kathedrale stehen. Wir besichtigen den reich mit Gold verzierten Barockbau. Danach gehen wir Abendessen. Ich habe ein kleines Restaurant rausgesucht. Und es stellt sich wirklich als sehr klein heraus. Die Gastgeberin hat ihren kleinen Herd in der Ecke. Es gibt rund herum eine L förmige Bar an der zwei Amerikanerinen sitzen. Wir setzen uns dazu. Damit ist das Restaurant bereits fast voll. Mehr als 5 Sitzplätze gibt es nicht. Die Meikanerin ist eine junge Frau, welche sich dem gesunden Essen und der veganen Küche verschrieben hat. Wir setzen uns hin und kommen in ein nettes Gespräch mit den beiden Amerikanerinnen. Dann bekommen wir die Linsensuppe als Vorspeise serviert. Danach gibt es ein Curry auf Quinoa. Alles sehr lecker, dazu eine selbst gemachte Limettenlimonade mit Stevia. Uns hat es gut geschmeckt, aber leider sind wir nicht satt. Wir haben seit heute morgen nicht gegessen. Also gönnen wir uns noch eine Quesadilla auf einem der unzähligen Plätze in der Stadt. Wir können dabei eine Feuershow des Freunds der Amerikanerin aus dem vegetarischen Restaurant bewundern. Danach schlendern wir durch die wunderschön beleuchtete Innenstadt Richtung Theater. Dort spielen verschieden Mariachi-Bands in schönen alten Kostümen. Eine hat es uns besonders angetan und so ziehen wir mit der Gruppe durch die Stadt. An verschiedenen Stellen halten sie an und spielen, singen und tanzen. Wir sind fasziniert von dem Schauspiel. Nach etwa 30 Minuten fragt uns einer aus der Band ob wir die Tour gebucht haben. Also so läuft das. Wir dachten es wären Straßenmusiker. Nein, aber da sagt schnell ein netter Mexikaner, wir gehören zu ihm und seiner Familie und seien Freunde. Also gehen wir einfach weiter mit. An einem der unzähligen Plätze von Guanajuato pausiert die Musikgruppe und teilt die Zuschauergruppe in Männer und Frauen auf. Sie erzählen in super schnellem Spanisch und machen viele Witze. Ich verstehe gar nichts. Nach einer Weile schleiche ich mich davon und frage Thomas ob er etwas versteht. Ihm geht es auch so, obwohl sein Spanisch wirklich gut ist. Wir verlassen die Gruppe und schlendern über den Theaterplatz zurück. Die Stadt brodelt vor Leben. Es sind Menschenmassen in den Straßen, welche sich eng an eng durchschieben. Abends im Dunklen wollen wir nicht durch den Tunnel zurück gehen. Also rufen wir uns einen Uber und fahren zu unserem Buschen auf dem Campingplatz.Læs mere