• San Miguel de Allende

    4 febbraio 2025, Messico ⋅ 🌙 15 °C

    Heute haben wir einen Termin in einer deutschen Werkstatt. Wir wollen gerne die Reifen rotieren, sind uns aber gar nicht so sicher, ob die Vorderreifen überhaupt noch gut genug sind. Außerdem ist das vordere rechte Licht kaputt. Das Lämpchen muß ausgetauscht werden. Also fahren wir los. Google führt uns quer durch die verwinkelte Stadt und so verfahren wir uns total. Als wie endlich auf der Umgehungsstraße einbiegen wollen, geht das nicht in die richtige Richtung. Thomas bekommt kurzentschlossen die Idee doch einfach in die andere Richtung aufzufahren.Und das vor der Nase eines Polizisten. Wir versuchen also eine Autobahnabfahrt als Auffahrt zu benutzen. Als wir es merken, ist es zu spät. Der Polizist lotst uns zurück und wir müssen anhalten. Dann verlangt er Ausweis und Wagenpapiere. Eigentlich haben wir Kopien, aber Thomas findet die in der Aufregung nicht. Nur die Passkopie. Der Polizist meint eine Kopie reiche ihm nicht. Die original Fahrzeugpapiere will Thomas auch nicht aus der Hand geben. Erst verlangt er laut Bußgeldkatalog 900 Pesos. Nach einigen Hin und Her schafft Thomas es, ihn auf 400 Pesos runterzuhandelt, bezahlt diese und wir fahren weiter. Puh, das ist nochmal gut gegangen, denn wir haben ja tatsächlich einen Verkehrsverstoß begangen. Das ist nichts für meine Nerven. Dann kommen wir natürlich zur spät in die Werkstatt. Die Leute sind allerdings sehr nett, nur der deutsche Besitzer ist weit und breit nicht zu sehen. Sie machen den ersten Reifen ab und inspezieren ihn. Er ist schon super abgefahren und das nach 38.tkm. Aber die Straßenverhältnisse sind hier in Mexiko auch sehr schlecht. Hinzu kommen unzählige Stellen mit kleinen Löchern und eingefahrenen Steinchen. Das hat keinen Zweck. Statt die Vorderreifen nach hinten zu rotieren, beschließen wir, vorne zwei neue Reifen zu kaufen. Die Mädels im Büro der Werkstatt versuchen, bei den Reifenhändlern in der Umgebung die Reifen zu besorgen. Michelin (die wir drauf hatten) gibt es leider nicht, aber Pirelli. Thomas meint die seien auch gut und so nehmen wir die. Die Mädels bestellen sie und wollen den Kaufpreis von uns in bar. So viel Bargeld haben wir nicht. Wir kratzen alles zusammen und können etwa 90% bezahlen. Für den Rest müssen wir in die Stadt und das Geld vom Automaten abheben. Die Reifen sind in Mexiko super teuer. Die Pirelli Reifen kosten etwa das 1,5 fache wie die Michelinreifen in Deutschland. Wenn wir die Michelinreifen bekommen hätten, wären die in Mexiko sogar doppelt so teuer gewesen. Wahnsinn, und dabei verdienen die Menschen hier deutlich schlechter als in Deutschland. Das ist wieder so ein Preisgefüge, was wir nicht verstehen. Einer der Kollegen aus der Werkstatt bringt uns in die Stadt. Und dann habe ich dummerweise meine Kreditkarten nich mitgenommnen, nur Thomas seine. Da er aber gestern abend abgehoben hat (was nach deutscher Zeit bereits heute war), ist sein Tageslimit ausgereizt. Mist, was sollen wir da tun. Erst malgehen wir auf dem Markt lecker essen und besichtigen noch ein paar Kirchen. Da fällt Thomas zum Glück ein, dass hier um 17 Uhr genau Mitternacht in Deutschland ist und der nächste Tag begint. Um genau 17 Uhr und 1 Minute kann Thomas den gewünschten Betrag vom Automaten abheben. Was ein Glück. Wir schlendern noch etwas durch die Stadt und werden dann wieder abgeholt zurück zur Werkstatt. Die Reifen sind neu drauf und sehen mit ihrem Profil sehr gut aus. Das Licht brennt vorne rechts auch wieder. Sie haben das Lämpchen ausgetauscht. Sehr gut. Alles erledigt und viel Geld losgeworden. Aber das ist Verschleiß auf einer solchen langen Reise und da kann man nichts ändern. Wir fahren mit dem neubereiften Buschen zurück in die Stadt auf unseren Campingplatz und genießen San Migel de Allende nochmal imnächtlichen Glanz bei einem Bierchen auf einer Dachterasse.Leggi altro