• Oaxaca

    18 febbraio 2025, Messico ⋅ ☀️ 28 °C

    Wir wachen morgen auf dem stinkenden Parkplatz auf. Hier wollen wir nicht frühstücken. Also laufen wir in die Innenstadt und frühstücken erst mal gemütlich am Zocalo. Dann streunen wir durch die Stadt, welche wir so schön in Erinnerung haben. Hinter der Kathedrale werden die Straßen vorzeigbar. Die Dominikanerkirche ist eindrucksvoll und strotzt im strahlendem goldenen mexikanischen Barrock. Daran können wir uns selbst nach 26 Jahren erinnern. Wir stromern durch das schöne Viertel mit den bunten Häuschen bis zum Treffpunkt der Free Walking Tour der Locals. Auch ein Tip der französischen Kanadierin. Dieser entpuppt sich im Gegenzatz zum Parkplatz als sehr gut. Ein junger Mexikaner zeigt uns seine Stadt. Wir lernen viel Nützliches und viel Lustiges über die Stadt. Dazu kommen noch unzählige Restaurant- und Mezcalempfehlungen. Das hat sich gelohnt. Wir kehren in eine Bar ein und Thomas gönnt sich eine Pulque und ich ein kühles Bierchen. Da wir hungrig sind, laufen wir zum Markt. Das Angebot an Obst und allen Dingen des täglichen Gebrauchs ist groß und natürlich auch jede Menge Souvenirs. Wir bestellen uns an einem Stand Essen. Thomas hat Glück und bekommt eine vorzügliche Mole mit Hühnchen. Ich bekomme ein undefinierbares etwas mit gelber Sauce. Selbst die Kartoffel schmeckt widerlich. Ich hatte eigentlich Hühnchen bestellt. Was im Gericht schwimmt ist nicht zuzuordnen. Die Mexikanerin am Tisch hat Mitleid und gibt mir ein Stück ihrer vorzüglichen Tlayuda ab. Reklamation auch von ihrer Seite hilft nichts. Sie nehmen das Gericht zurück, stellen es aber nicht in Rechnung. Das ist großzügig. So etwas würde uns in Deutschland nicht passieren. Wir gehen zum nächten Stand und ich bestelle mir eine Tlayuda, welche sehr lecker ist. Sie ist fast wie Pizza. Unten ein dünner knuspriger Boden aus Maistortilla. Darauf Bohnenmus, Käse, Fleisch, Wurst, Salat, Tomate, Avocado und Zwiebel und ein Gewürz, was jeder Stand individuell hat. Daran kann man sich gewöhnen. Wir haben uns eigentlich heute Abend mit dem holländischen Pärchen verabredet, aber als wir unser Obst in das Buschen bringen, wird mir fast schlecht auf diesem ekeligen Parkplatz. Spontan beschließen wir, diesen zu verlassen und auf einen Campingplatz am Stadtrand zu fahren. Den Holländern sagen wir kurzfristig ab. Man muss eben Prioritäten setzen. Der Campingplatz ist schön. Sehr sauber mit Duschen und Pool. Die Nacht ist ruhig und ich bin so froh, nicht mehr auf dem Parkplatz zu sein.Leggi altro