Quetzal Santuario und Quetzaltenango
2 marca 2025, Gwatemala ⋅ ⛅ 19 °C
Nach einer ruhigen Nacht wachen wir auf und uns erwartet ein strahlend blauer Himmel. Die Wolken von gestern sind wie weggewischt und das dschungelige Bergpanorama liegt frei vor uns. Nach dem Frühstück wandern wir los zum etwa 180 Meter hohen großen Wasserfall. Thomas rutscht mit seinen Teva-Sandalen noch auf einer glitschigen Stufe aus und zieht sich eine großflächige Schürfwunde am Fuß zu. Wir desinfezieren die Wunde, machen ein Pflaster drauf und nun muss er leider mit geschlossenen Schuhen laufen. Dann haben wir noch eine Diskussion mit dem Campingwirt, welcher neben der saftigen Campinggebühr nun auch noch einen Extraeintritt zum Wasserfall haben will. Da allerdings Reisenden vor 14 Tagen genau diese Campinggebühr inklusive der Wanderung zum Wasserfall abverlangt wurde, meint er dann, dass es doch ok sei. Wir wandern etwa 45 Minuten steil bergab zum Wasserfall. Dieser ist mitten im saftig grünen Dschungel und sieht wunderschön aus. Es hat sich wirklich gelohnt, zumal wir die einzigen Besucher sind. Von dort fahren wir wenige Kilometer und sind am Refugio des Quetzales. Dort stoppen wir und wollen doch das Wappentier der Guatemalteken, den Quetzal beobachten. Es ist gerade Brutzeit und so steht eine große Gruppe mit Fotoaparaten vor einer Baumgruppe, in der Brutkästen für die Tiere hängen. So haben wir auch Glück und können ein Quetzalweibchen beobachten, welches recht unspektakulär grün ausssieht. Aber dann kommt ein Quetzalmännchen angeflogen und das sieht schon wirklich eindrucksvoll aus mit seinen riesig langen grünen Schwanzfedern, welche länger sind als der ganze Vogel. Dazu noch ein leuchtend rotes Brustgefieder. Ein wirklich bemerkenswerter Vogel. Die Könige der Maya haben sich aus den Schwanzfedern Kopfschmuck gemacht, den wir schon im ethnologischen Museum in Mexiko Stadt bewundern konnten. Wir haben also wirklich Glück gehabt. Wir wandern zurück zum Parkplatz und es wird eine steile schwierige Aufgabe, unser Buschen rückwärts aus den mittlerweile eng gestellten Autos auszuparken. Wären wir mal besser auf dem unteren Parkplatz geblieben. Das soll uns eine Lehre sein. Wir fahren weiter und in der nächsten größeren Stadt San Marco verliert sich die Hauptstraße 1 mitten in der Stadt. Google hätte uns in irgend eine kleine Straße von der Hauptstraße abgeführt. Ich meinte, es besser zu wissen und habe Thomas gesagt, wir fahren einfach die breite Hauptstraße weiter. Aber dann kommt das dicke Ende. Wir hängen mitten in den kleinen, engen und steilen Gassen von San Marco fest. Thomas fährt mitten über den Hauptmarkt. Rechts und links von uns sind bunte Marktstände und eine buntgekleidete indigene Menschenmenge. Thomas meint ganz cool, solange die kleinen Sammeltaxis der Einheimischen durchkämen, kommen wir auch durch. Diese fahren tatsächlich auch mitten durch und sammeln die Leute ein oder lassen sie raus. Endlich haben wir es durch die Stadt geschafft, aber es gibt noch eine ganz steile Straße nach unten. Thomas meinte nur, die wären wir nie hoch gekommen, aber zum Glück mussten wir ja nur runter. Auf der Hauptstraße geht es weiter entlang der kurvenreichen Straße durch kleine Dörfer bis nach Quezatenango. Die Stadt ist die zweitgrößte von Guatemala. Wir haben uns einen bewachten Parkplatz im Stadtzentrum zum Übernachten rausgesucht. Aber bis ins Stadtzentrum dringen wir zunächst gar nicht vor. Ein großer Markt hat sich am Sonntag ausgebreitet und die Straßen, welche uns der Google schicken will, sind alle gesperrt. Sonntags ist hier Markttag in Guatemala. Thomas will es dennoch irgenwie schaffen. Ich bin schon sehr skeptisch, da es in dem Altstadtkern neben engen Straßen auch Torbögen gibt, welche so niedrig sind, dass wir mit unserem Bus da nicht drunter her passen. Von diesen Torbögen sagt der Google nichts und das umdrehen geht dann auch nicht, da die engen Straßen Einbahnstraßen sind. Echt kniffelig. Wir schaffen es dennoch bis rein und stehen vor dem besagten Parkplatz, welcher mit einem Tor und einer dicken Kette verrammelt ist. Ich rufe und rüttele, aber nichts hilft. Wir fahren an den Zocalo. Eine nette Einweiserin für die Parkplätze will uns weiterhelfen und vermittelt uns einen Privatmann, bei dem wir im Hof stehen können. Wir fahren die zwei Straßenecken weiter und müssen feststellen, dass wir in die Hofeinfahrt von der Höhe nicht reinpassen. Es wird bereits dunkel und wir wissen nicht wo wir bleiben sollen. Wir parken das Wohnmobil am Zocalo, wo die nette Frau uns in einen freien Platz einwinkt. Dann laufen wir nochmal zurück zum Parkplatz und fotografieren die Telefonrufnummer. Unsere Simkarte lässt jedoch keine Telefonate zu, nur Internet und die Nummer hat kein WhatsApp. Also bitten wir die nette Parkplatzeinweiserin ob sie die Nummer anrufen könnte. Diese wählt die Nummer und drückt dem verdutzten Thomas das Handy in die Hand. Und tatsächlich meldet sich einer. Er sagt, das Hintertor des Parkplatzes sei geschlossen, aber wir könnten in der anderen Parallelstraße natürlich in den Parkplatz fahren. Wir laufen die paar Meter dahin um festzustellen, dass dieser Eingang für uns von der Höhe nicht passierbar ist. Aber da der Mann nun weiß, dass wir rein wollen, macht er das Hintertor auf. Wir holen das Buschen und müssen leider noch fünf Minuten wieder die Einbahnstraßen entlang fahren, bis wir nun durch das geöffnete Tor in den bewachten Parkplatz fahren können. Selbstverständlich können wir dort auch über Nacht stehen. Er bietet uns soar sein Bad und die Toilette zur Benutzung an. Endlich geschafft und es ist jetzt wirklich dunkel. Wir laufen auf den Zocalo wo es ein buntes Treiben gibt, besuchen noch den Abendgottesdienst in der Kathedrale, gehen dann ein Bierchen trinken und gönnen uns die erste Käsepopusa dieser Reise auf dem Nachtstand am Zocalo. Czytaj więcej




















