• Weiter geht's nach Costa Rica

    27. marts 2025, Nicaragua ⋅ 🌬 31 °C

    Wir haben von den Fähren Rückantwort bekommen. Wir können um 17:30 und 13:30 nach Omethepe übersetzen. Wir nehmen natürlich die 13:30 Fähre und sagen zu. Doch zunächst gehen wir lecker Frühstücken an einer tollen Strandbar mit Blick über die gesamte Bucht. Danach wandern wie wieder den Strand entlang und hoch zu einer riesigen Cristusstatue, welche hoch über der Bucht prangt, genauso wie die Statue von Rio in Brasilien. Es ist ein heißer Anstieg, aber oben empfängt uns ein herrlicher Blick über die gesamte Küste und ein heftiger Wind. Wir machen uns auf den Rückweg, denn wir sollen eine Stunde vor Abfahrt im Hafen sein. Also sind wir pünktlich in San Jorge, kaufen das Fährticket, bezahlen die Hafengebühr und setzen uns zum Warten auf die schattige Veranda eines Restaurants. Pünktlich wird geborded. Die Fähre ist ein winziger Kahn. Zunächst fährt ein verbeulter Transporter rauf und wird mit einem dicken Spanngurt an der Reling festgezurrt. Interessante Variante. Dann kommt ein Pickup mit Hühnern und Wellblech beladen rauf und wir ebenfalls festgezurrt. Wir sollen in die Mitte. Festsurren geht bei uns wegen unserer Markise und der Solarpanele nicht. Wir sollen also in die Mitte. Thomas setzt sich ins Buschen und fährt an. Da saust ein nigelnagelneuer Geländewagen auf die Fähre, direkt in die Mitte. Na super und wo sollen wir hin? Die Fährleute meinen, wir passen dahinter. Wir sind 6,5 Meter lang und es sind nur 4 große Schritte Platz hinter dem Geländewagen. Wie soll das gehen. Thomas fährt drauf und unser Hinterreifen kommt exakt am Fährrand zum Stehen. Unser gesamtes Heck hängt über. Eine Sicherung gibt es auch nicht. Kein Problem meinen die Fährangestellten, sie ziehen einfach die Heckklappe der Fähre nicht hoch. Und das bei heftigen Wind und Seegang für eine 1,5 stündige Überfahrt. So geht das nicht und Thomas fährt schnell wieder runter, bevor sie ablegen. Die Fährleute zucken nur mit den Schultern und die Fähre fährt ohne uns ab. Das ist ein Ding. Wir haben da wirklich nicht mehr drauf gepasst und das Risiko, dass unser Buschen bei dem Seegang abgerutscht wäre, wäre dann unser Problem gewesen, oder dass die Heckklappe der Fähre unser Heck beschädigt hätte. So geht das nicht. Die Nicaraguaner meinen das sei unser Problem und erstatten auch nicht den Fährpreis, obwohl die Fähre überbucht war. Wir hätten ja mitfahren können. Wir ärgern uns kurz, beschließen das aber als eine Fingerzeig zu nehmen und die Insel Ometephe nicht zu besuchen. So nicht. Wir beschließen dafür heute über die nahgelegene Grenze nach Cost Rica zu fahren. Auf dem Weg dahin halten wir an einem Restaurant am See, welches eine herrliche Terrasse hat mit Sicht auf Ometepe. Wir bestellen Essen bei einer stark geschminkten Kellnerin. Es gäbe nur gegrilltes Schweinefleisch. Also nehmen wir das und zwei kalte Cola. Wir warten etwa 30 Minuten. Nichts passiert. Wir bekommen keine Getränke, keine Essen einfach nichts. Die Kellnerin straht hinterm Tresen als Thomas nachfragt. Wir verstehen so viel, dass sie meint sie würden jetzt anfangen. Das kann doch nicht wahr sein. Wir wollen doch noch über die Grenze. Also fahren wir so ab, ohne Essen. Nicaragua verabschiedet uns irgendwie mit einem Desaster. Die Grenze funktioniert dann halbwegs. Wir sind nach etwa 1,5 Stunden aus Nicaragua raus und bekommen in Costa Rica recht zügig die Einreisestempel im Pass und auch das TIP. Dann brauchen wir noch eine zusätzliche Versicherung, welche direkt hinter der Grenze verkauft wird. Reine Formsache. Da jedoch eine Baustelle an der Grenze ist, können wir nicht vor dem Gebäude stoppen, sonder fahren etwas weiter. Dort gibt es einen Parkplatz und die netten Wachleute zeigen Thomas, wo er die Versicherung kaufen kann. Thomas läuft los und ich bleibe im Auto. Als ich dann etwa 50 Seiten in meinem Buch gelesen habe, werde ich doch unruhig. Ich beschließe Thomas zu suchen. Ich schließe das Buschen ab und laufe los. Dem Wachman erzähle ich, dass ich meinen Man suchen gehe. Er meint, ich könne doch anrufen. Aber ich habe keine SIM Karte und kein WLAN. Er gibt mir netterweise Hotspot und ich rufe Thomas an. Er sagt, dass er in einer Schlange steht und 5 Leute noch vor ihm seien. Der Wachman macht Feierabend und ich befürchte, dass er das Tor zumacht. Thomas meint, ich müsse dann das Buschen einfach rausfahren. Na super. Ich lege auf und dikutiere mit den Wachleuten, ob sie jetzt abschließen. Zum Glück kommen nur neue Wachleute und das Tor bleibt offen. Ich warte also weiter. Da kommt Thomas angelaufen und benötigt noch meinen Pass für die Versicherung, da er mich als Zweitfahrer angeben muss. So ein Mist. Dann ist Thomas fertig, aber es wird schon dunkel. Wir fahren zu einem Stellplatz bei einem schweizer Ehepaar, welcher nur 20 Minuten hinter der Grenze liegt. Wir schaffen das kleine Stück im Dunklen und werden nett begrüßt. Wir können sogar noch ein Abendessen bekommen um 19 Uhr. Wir stellen uns also hin und gehen duschen und dann lecker Abendessen. Da noch weitere Hütten vermietet sind, gibt es noch weitere 4 Touristen die mit zu Abend essen. Wir haben noch eine nette Abendunterhaltung und fallen dann müde in dieBetten.Læs mere