Kabah, Labna, Sayil und nach Campeche
September 28, 2025 in Mexico ⋅ ☁️ 30 °C
Heute stehen die Ausgrabungen der Puuk Kulturphase der Maya auf dem Programm. Die größte Ausgrabung Uxmal hatten wir schon im Mai besucht. Daher jetzt nicht nochmal. Dafür fahren wir aber zum nahegelegenen Kabah. Der Parkplatz ist noch leer, als wir gegen acht Uhr ankommen. Wir sind die ersten und einzigen Besucher. Der Himmel strahlt blau und die riesigen Pyramiden mit ihren Tempeln auf der Spitze schlafen einen Dornröschenschlaf. Wir klettern über die vorgegebene Route nach oben und bewundern die Aussicht über den satt grünen Dschungel. Das ist eine fast mystische Atmosphäre und wir genießen die Ruhe. Geckos und Rieseneidechsen flitzen über die Stufen der Pyramiden, welche reich mit Streinfresken verziert sind. Sogar ganze Figurstatuen befinden sich in einer der Fassaden. Als wir mit der Runde nach einer guten Stunde fertig sind, kommen die ersten anderen Touristen. Was ein Glück, dass wir so früh waren. Dann gehen wir auf die andere Straßenseite. Dort befindet sich im dichten Dschungel ein Torbogen, so groß wie römische Triumphbögen. Dieser stand am Ausgang der Stadt und von dort begann die befestigte Straße nach Uxmal. Die Maya verfügten also neben den Pyramieden, Tempeln und Städten auch über ein festes Straßensystem. Da es im Dschungel kein Internet gibt, gibt es am Eingang freies mexikanisches WLAN. Wir rufen die Eltern an und bestaunen die Menschenmassen, welche aus den Bussen Richtung Ausgrabung stapfen. Weiter geht es nach Labna. Es liegt etwa 9 Kilometer von der Hauptstrasse entfernt und ist über eine schmale aber ausgebaute Teerstraße zu erreichen. In Labna ist es schon richtung heiß. Wir haben Mittagszeit und die Sonne sticht erbarmungslos. Wir gehen an dem eindruckvollen Hauptpalast vorbei zu einigen Nebentempeln. Diese liegen tief im Dschungel und die Mücken schwirren um uns herum. Zuletzt schauen wir uns den Hauptpalast mit seiner aufwendigen Fassade an. Die Maya waren wirklich Steinmetzkünstler. Unter einem großen schattenspenden Baum ruhen wir uns aus und genießen den Anblick. Auf dem Rückweg zur Hauptstraße hält Thomas noch an der Ausgrabungsstätte Sayil. Hier gibt es den größten Mayapalast von allen zu bewundern. Er ist nicht so kunstvoll verziert wie in Labna aber dafür gigantisch. Das gesamte Ausgrabungsfeld ist 5 Quadratkilometer groß. Viel zu viel in der schwülen Hitze mit den Moskitos. Wir beschließen, es gut sein zu lassen und fahren weiter nach Campeche. Kurz nach unserer Abfahrt beginnt es zu regnen. Gut dass uns der Regen nicht im Dschungel erwischt hat. Die Fahrt geht durch üppigs Grün, durchzogen von unzähligen Maisfeldern, Zuckerrohr und Bananenstauden. In Campeche angekommen, stellen wir uns auf einen Parkplatz direkt an der Stadtmauer. Es ist Sonntag nachmittag und daher recht ruhig. Parkplätze können wir uns aussuchen. Dann gehen wir durch eines der Stadttore in die wunderschöne alte Kolonialstadt. Wir besuchen den Zocalo und die Kathedrale. Dann gehen wir super leckere Tacos essen. Die sind wirklich einer der Besten. Dann besuchen wir die Abendmesse in einer der unzähligen Kirchen und danach noch das alte koloniale Stadthaus, welches zur Besichtigung freigegeben ist. Wir sind schon wieder müde und gehen schlafen, nachdem wir nochmal umgeparkt haben, weil unsere Stellnachbarn nicht so wirklich seriös aussahen.Read more




















