• Tlacotalpan

    4 Oktober, Mexico ⋅ ⛅ 30 °C

    Morgens ein gemütliches Frühstück im parkartigen Gelände des Hotels, welches wir für uns alleine haben. Dann fahren wir los. Heute geht es um Veracruz herum und nördlich so weit wir Zeit und Lust haben. Wir haben einen Stellplatz etwa 40 Kilometer nörlich von Veracruz ausgesucht und wenn es gut geht noch etwas weiter die Costa Esmeralda nach Norden. Und es geht gut, also fahren wir bis zum Schweizer Martin direkt am Strand von Casitas an der Costa Esmeralda. Der Stellplatz ist schön unter Palmen. Zuerst übersehen wir, dass die Palme voller Kokusnüsse hängt. Das ist fatal. Wenn da ein runter aufs Buschen fällt, ist das wie ein Unfall. Also parken wir nochmal um, weg vom Fallradius der Kokosnüsse. Wir machen es uns den Nachmittag gemütlich unter Palmen mit Blick über den Strand und auf den Golf von Mexiko. Abends lernen wir Martin kennen. Der Schweizer ist gerade 2 Jahre älter als Thomas und ist in den 90er Jahren nach Mexiko ausgewandert. Er ist überzeugter Anhänger der aktuellen Präsidentin Claudia Sheinbaum und singt eine Lobeshymne auf deren Politik. In seinen Augen ist Mexiko das einzige Land der Welt, in dem es derzeit aufwärts und vorwärts geht. Das ist ja auch mal schön, so viel Positives zu hören. An seinem eigentlich schönen Hotel nagt jedoch der Zahn der Zeit und seinen schweizer Standard hat er getrost über Bord geworfen und sich voll dem mexikanischen angepasst. Dafür lädt er uns morgen früh zur Freilassung junger Schildkröten ein. Er hat sich zum Schildkrötenretter ernannt und sammelt die im Juli und August von den Schildkröten abgelegten Eier ein. Diese lässt er in Styroporkästen ausbrühten. In abgedunkelten Zimmern bei gleichbleibenden Temperaturen. Abhängig von den Temperaturen entwickeln sich männliche und weibliche Schildkröten. Ist die Temperatur niedriger werden es Männchen, alle höheren Temperaturen werden Weibchen. Leider ist durch die stark ansteigenden Temperaturen eine Überpopulation von Weibchen gegeben. Martin steuert dem etwas entgegen, da er die Temperatur in seinen Zimmern selber steuern kann. Begleitet wird sein Projekt von zwei jungen Biologen. Na dann sind wir mal gespannt.Baca lagi