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  • Day42

    Über Bishkek nach Taschkent

    August 28, 2018 in Uzbekistan ⋅ ☀️ 31 °C

    Nach einer Woche Entspannung am See sind wir mit einer überfüllten Marschrutka zurück nach Bishkek gefahren. Ich hatte das Vergnügen 4 h im Gang auf einem Kissen zu sitzen. Es erinnerte stark an Reiten. Die Marschrutkafahrer sind Telefonjunkies. Selbst bei den kühnsten Überholmanövern haben
    sie das Handy am Ohr. Manchmal rauchen sie auch noch.
    In Bishkek trafen wir zufällig wieder die Schweizer Fahrradweltenbummler. Wir saßen abends noch bei einigen Bieren zusammen. Cecil hat schon als Kleinkind 4,5 Jahre auf einem Segelboot gelebt. Da wurden die Grundlagen gelegt.
    Sie erzählte von jungen Mädchen in Kirgisistan, die sich nicht mehr in ihre ländliche Heimat wagen, aus Angst geraubt zu werden.
    Mindestens jede 3. Ehe in Kirgisistan beruht noch immer auf Brautraub.
    In den frühen Morgenstunden haben wir uns auf den Weg nach Taschkent begeben. Da es mit dem Ticket über die russische Bahn nicht klappte, mussten wir doch den Flieger nehmen. Dafür hatten wir herrliche Sicht auf die schneebedeckten Gipfel des Thienschangebirges. Die russische Bahn hat aber trotzdem frech von meinem Konto abgebucht.
    In Taschkent angekommen, ließ sich ein aufdringlicher Taxifahrer nicht abschütteln. Er erwieß sich im Nachhinein aber als sehr hilfsbereit. Er fuhr uns zum Bahnhof, an welchen die Züge nach Samarkand starten und verhalf uns durch Vordrängeln zu einer Fahrkarte.
    Dummerweise ist gerade ein Feiertag in Usbekistan. Man feiert die Unabhängigkeit von Russland. Und wie unsere nette Zugbegleiterin sagte, hat der gute Präsident aus dem einen freien Tag gleich eine freie Woche gemacht.
    Das kommt an beim Volk.
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