Blau, blau, blau ….
14.–16. maj 2024, Marokko ⋅ ⛅ 18 °C
Wir fühlten uns bereits nach unserem Aufenthalt in Fes erschöpft und irgendwie FERTIG.
Eine gewisse Übersättigung hatte sich bei uns allen eingestellt, was uns veranlasste, zügig zur Fähre nach Ceuta zu eilen, um von dort aus wieder nach Spanien überzusetzen. Die Fahrt über das Rif-Gebirge stellte jedoch noch einmal eine fahrtechnische Herausforderung dar und bot völlig andere landschaftliche Eindrücke. Diese Straße war mit Abstand die schlechteste Straße, die wir in Marokko hatten! Schönes Abschiedsgeschenk 😉. Auf unserem Weg mussten wir daher einen Zwischenstopp in der blauen Stadt Chefchaouen einlegen. Dort schlenderten wir durch die unerschöpflichen blauen Gassen und genossen unsere letzte Tajine.
Optisch ist Chefchaouen wirklich ein sehr schöner Ort, wie für Postkarten gemacht, allerdings ist er fest in touristischer Hand und wirkt schon deutlich europäischer. Hinzu kamen bei Marcus und mir die unangenehmen Folgen eines Chicken Sandwiches aus einem französischen Supermarkt (!), die unsere letzte Etappe zusätzlich erschwerten.
Während eines Gesprächs mit einem Ingenieur, der seit zwei Jahren als Aussteiger alleine reist, tauschten wir unsere Eindrücke über Marokko aus und stellten fest, dass diese Erfahrungen uns noch lange beschäftigen werden. Themen wie Religion, die Rolle der Frau, die Bedeutung der Familie, grundlegende gesellschaftliche Werte, Hilfsbereitschaft und Wohlstand sowie die Frage, was es für ein gutes und erfülltes Leben braucht, wurden intensiv diskutiert. In Marokko begegneten uns viele neue, fremde und unbekannte Aspekte, die so stark auf uns wirkten, dass wir am Ende der Reise gleichsam gesättigt und übersättigt waren und kaum mehr neue Eindrücke aufnehmen konnten.
Im Nachhinein einzelnen Gedanken nachzuspüren, sie zu reflektieren und daraus gewonnene Erkenntnisse bewusst in unser eigenes Lebenskonzept zu integrieren, bildet das Echo unserer Zeit in Marokko. Diesen persönlichen Schatz, dieses Mitbringsel, in einem Reiseblog zu teilen, erscheint uns schwierig, wenn nicht unmöglich. Es wird sich jedoch sicher in Gesprächen und im Austausch mit euch, die ihr uns folgt, offenbaren.
Mit einem Bauchgrummeln haben wir uns nach Marokko begeben, da keiner von uns vorher so lange in einem islamischen Land zu Gast war. Auf unserer Rückreise von Ceuta aus hatten wir es mehr mit dem Magen- und Darmtrakt zu tun und waren bzw. sind nachhaltig von der Kultur und der Herzlichkeit der Menschen, die wir dort erleben durften, berührt.Læs mere



















Rejsende
Tolle Bilder!