Mitternachtssonne und Senjaikone Segla
Jun 16–17 in Norway ⋅ ⛅ 9 °C
Gestern Abend hat es mich direkt nochmal gepackt und ich habe den Einstieg der Tour für Donnerstag gesucht - den Sukkertroppen was so viel wie Zuckertropfen auf deutsch heißt. In Hamn i Senja gab es zwischen 1872 und 1886 eine Nickelmine. Die Überreste davon liegen ca. 15Minuten Fußweg entfernt. Gut dass ich rechts der Straße laufe - wäre ich links gelaufen hätte mich vermutlich der Klapptisch vom Camper getroffen, der mich überholt. Der Tisch fliegt wie ein Diskus und knallt links an den Berg. Mein wildes Winken hilft Nix der Tisch bleibt zurück. Neues Equipment für Lasse auch nicht schlecht.
Ich wandere mich zum Leichtturm und genieße das fantastische Wetter am Leuchtturm mit Blick über die Bucht. 0Uhr trete ich den Rückweg an, die Sonne war nicht mal nah am Horizont - völlig verrückt 😅 Auf dem Rückweg bestaune ich die Brücke im Hafen. Ich präferiere die rechte Brücke auf dem Bild nach einer gepflegten Zwicklrunde.
Heute morgen Wecker Wecker sein lassen und leider die deutsche Reisegruppe beim Frühstück verpasst - schade wirklich sehr schade. Ich ergattere die Reste und stelle von deftig auf süß um - mein Magen dankt es mir wie sich rausstellen sollte. Das Wetter passt es geht zur Ikone der Insel Senja dem Segla. Ursprünglich wollte ich entweder noch den Hesten oder den Barden dazu machen, aber ich brauch ja nochn Grund nochmal wieder zu kommen ;) Außerdem hab ich dafür keine Suunto GPX-Daten😅 Der Parkplatz in Fjordgård ist problemlos gefunden und per EasyPark für 4h bezahlt. And LuckyMe auch direkt den Einstieg zur Tour gefunden. Den Dynamoaufkleber am ersten Wegweiser (unten) ist nicht von mir. Danach gehts die ersten 600m ein Forstweg gemach nach oben bis zu einer Grillhütte. Links lasse ich den Barden liegen. 100m weiter gehts links zum Segla und rechts zum Hesten. Ab hier wechseln sich hölzerne Einfeldträger und Durchlaufträger ab, denn es geht wieder übers Moor. Bevor ich die Herleitung des Durchlaufträgers abschließen kann, gehts wie gestern durch ein Birkenwäldchen nach oben. Der Wanderführer sagt links halten - turns out aufm Rückweg rechts wäre viel leichter gewesen 🙃
Ich erreiche Heia und denke intensiv über ein Schläfchen nach. Was danach folgt ist sowas von gottlos - dass es jeder Beschreibung spottet. Wohl gemerkt, dass soll eine Allermanns/Allerfrauenstour sein laut Wanderführer. Also auch heute wieder Hunde in allen Formen und Größen und die ohne-Wanderschuhe-is-besser Fraktion. Es bleibt mir ein Rätsel.
Wir erinnern uns nochmal an das „Linkshalten“ nah am senkrechten Abgrund weil sehenswerter und planen eine Sechsstopstrategie aller 50-75 hm ein. 100hm unterm Gipfel teste ich wie weit eine 2l Wasserflasche fliegt. Ah ja dachte ich mir. Dinge die es nicht braucht. Aber hey als im Januar geborener aktiviere ich meine Steinbocksuperkraft und sammle meine Flasche wieder ein. Die zusätzlichen Höhenmeter schallern nochmal richtig rein. Nach 1h40min erreiche ich den Gipfel. 40m vorher mache ich Trikottausch - aus Mangel an Alternativen mit mir selbst. Fortan trage ich Farben Schwarz und Gelb zum Gipfel und ernte bewundernde Blicke aufgrund dessen das ich nicht schwitze - Mindgame ;) Heute mache ich oben schön Rast und komm mit allerhand Leuten aus Spanien, Deutschland und Frankreich ins Gespräch.
Danach geht’s bergab und ich häng mich an das deutsche Ehepaar. Unmöglich denen zu folgen. Aber der Weg auf der anderen Hangseite ist sowas von besser - nicht leichter - aber besser.
Im unteren Drittel bin ich einmal kurz maximal genervt und getrieben durch eine Gruppe lauter wirklich sehr lauter Amerikaner und funktioniere den Abstieg für 2m zur Bobbahn um - nichts passiert toi toi toi. Kleine Schramme am Daumen weiter nix.
Ich schwöre mir mich nicht wieder stressen zu lassen und die nächsten Gruppen einfach passieren zu lassen für den Rest der Reise.
Wie drückt es eine weitere Amerikanerin aus, der ich einen meiner beiden Stöcke bis unten verleihe: „We are slow, so we enjoy hiking way much longer“.
Am Parkplatz geht’s auf dem Heimweg noch Abendessen mit Blick auf die Steile Rückseite des Segla und vorher einen Cappucino ungefähr dort wo morgen die Tour zum Knuten startet.Read more













