Ånderdalen Nationalpark und Åndervatnet
Jun 17–18 in Norway ⋅ ☁️ 9 °C
Heute Morgen ging um 8Uhr ans Frühstückbuffet und danach direkt ohne Zähneputzen zu Lasse. Dieser war quasi in der hoteleigenen Zapfanstalt über Nacht und war bereit loszuschlagen mit 100%.
Übrigens Lasse ist auch ein Würger - Gurtstraffung nennt es VW - ich bin demgegenüber völlig wertneutral eingestellt. Das Wetter ist viel besser als gedacht, deswegen wird der ursprüngliche Plan kurzerhand über Bord geworfen heute zu relaxen stattdessen geht es ins südliche Senja in den Ånderdalen Nationalpark. Am Parkplatz wird wieder aufgesattelt nur um nach 500m zu merken, dass das Feuerzeug fehlt, das fällt mir erst ein, als ich die erste Feuerholzhütte sehe.
Aber alles verschmerzbar, denn heute ist es mit 120hm quasi topfeben. Am Parkplatz noch schnell Müll entsorgt und das übliche hej hej mit einem Pärchen ausgetauscht. Die Frau trägt das ca. 1jährige Kind im Rucksack. Das motiviert mich, meinen Rucksack auch vollzuladen mit Karoffelköstlichkeiten und Tee sowie ausreichend Wasser. Nach ca. 1km hab ich die beiden eingeholt und gebe mich als Deutscher zu erkennen indem ich die Lüge verbreite dass es heute nur 120hm sind. Voll motiviert stapfen wir zu dritt los. Emely hat dabei die beste Aussicht und thront hoch oben im mütterlichen Rucksack.
nach einem weiteren km erreichen wir die Endstation für Rollstühle und die Keine-Wanderschuh-Fraktion. Danach gehts wie könnte es anders sein wieder über eine weit ausgedehnte Moor- und Teichlandschaft über unzählige Einfeldträger. Ich bestimme die möglichst ungünstigste Lastfallkombination für drei Erwachsene plus Kind. Wir einigen uns daraufhin auf etwas Abstand :)
Ich überzeuge als Laufstegmodell und weiß die Hüften geschickt einzusetzen um nicht im Moor zu fallen und damit von Ameisen, Pilzen und anderen Tierchen zersetzt zu werden.
Nach weiteren 2km trennt sich unsere Gruppe in Richtung Wasserfall und in Richtung Åndervatnet, was im Grunde genommen ein riesiger See ist, der durch Schmelzwasser gespeist wird. Zum Meer hin fällt er dann als laaang gezogener Wasserfall ab.
An dieser Stelle muss ich mein Wanderführer mal kritisieren, der Track ist längst dicht und aus den versprochenen 12km werden 15km und 120hm waren gelogen, am Ende sind es 500hm. Ich nehms mit Humor. Dafür ist der neue Track abgesteckt wie ein Riesentorlauf - nicht zu verfehlen. Den See erreich ich nach 7km und dann geht es direkt ans Kochen. Tee und Kartoffeln mit Bacon und Ei sind schnell zubereitet. So eine 5Minuten Terrine schmeckt nach 7km und viermal so viel Höhenmetern wie versprochen richtig geil. Emely aus Bremen samt Eltern trifft auch ein aber sie sind einfach am Wasserfall bergauf gegangen - schwierig, machbar aber keineswegs von den Norwegern so gewollt was sie auch einsehen.
Ich verabschiede mich etwas eher weil ich auf dem dafür vorgesehenen Weg noch den Wasserfall sehen möchte, dort gibt’s nochn Riegel und das letzte Wasser und Zeit für 20min Kopfaus.
Als ich wieder auf den Hauptweg zurückkehre, kommen die drei wieder von links und ich entscheide mich, dass entgegen meiner Annahme wohl das der richtige Weg zurück ist 😅 Danach verabschiede ich mich von den Dreien und biege nochmal rechts für die Extra-Höhenmeter zur Aussicht ab - und man das hat sich gelohnt. Riesenrundumblick in den Nationalpark mit Grillplatz und Übernachtungshüttenverschlag Deluxe mit Blick auf den Istinden (hatte ich wegen Schnee schon vorab abgewählt). Es gibt noch zahlreiche Lehrpfade zum Thema Flora und Fauna und paar Schnappschüsse mit Tieren bevor es zum Parkplatz und damit zurück nach Hamn zum Hotel geht.
Morgen folgt dann der letzte Tag auf Senja mit Nickelwerk und Sukkertroppen bevor es dann Freitag mit der Fähre von Gryllefjord nach Andenes auf Andøya geht.Read more

















TravelerDer zweite Wüüüürger!!! 😂