Sidemen - zwischen Reisfeldern & Tempeln 🌾🙏🏼
Sep 14–17 in Indonesia ⋅ ☀️ 29 °C
Nach einer langen Flugreise mit Umsteigen in Bangkok bin ich am Abend endlich auf Bali gelandet – und wurde von meiner Schwester und meinem Schwager herzlich empfangen. Da sind schon wieder Tränchen geflossen – dieses Mal vor Freude und auch ein bisschen vor Erleichterung. 🥹❤️
Die beiden hatten bereits alles für unsere nächste gemeinsame Etappe organisiert: Fahrer und Bier waren bereit. Was will man mehr? 😄
Rund zwei Stunden dauerte die Fahrt nach Sidemen, einem kleinen, grünen Tal im Osten Balis. Die Gegend ist bekannt für ursprüngliche Dörfer, Reisfelder und wunderschöne Reisterrassen – und vor allem für den Blick auf den mächtigen Gunung Agung, den höchsten Vulkan Balis. Durch das feuchtere Mikroklima rund um den Vulkan ist es hier besonders grün und nachts regnet es häufiger. Und genau das durften wir bei unserer Ankunft erleben: Es goss aus Kübeln! 🌧️
Nach einem weiteren Bier als Apéro in der Unterkunft fiel ich im Devani Resort ins Bett – und schlief meine erste Nacht auf Bali wie ein Baby.
Tag 1 – Reisfelder und Roller-Abenteuer 🌾🛵
Der nächste Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück. Die Energie konnten wir gut gebrauchen, denn wir wollten direkt Sidemen erkunden.
Während ich noch einen kleinen Kulturschock zu verarbeiten hatte, bewegten sich Nicole und Simon schon wie selbstverständlich durch die balinesische Welt. 😄
Ich durfte schnell feststellen: Die Menschen hier machen es einem auch unglaublich einfach. Ein Lächeln und ein freundliches „Selamat pagi!“ – beziehungsweise „Selamat siang“, „Selamat sore“ oder „Selamat malam“, je nach Tageszeit – und die Freundlichkeit kommt einem gleich um ein Vielfaches zurück.
Ich muss zugeben: So viel Nettigkeit sind wir uns ja leider gar nicht mehr gewohnt. Es ist unglaublich erfrischend!
Unser erster Ausflug führte uns in die Reisfelder von Sidemen. Wunderschöne Reisterrassen, dichter Urwald, kleine Wasserläufe, flatternde Vögel und ein unglaubliches Zirpen und Summen überall.
Nur einer fehlte: der Gunung Agung. 😄 Ausgerechnet während unserer Wanderung versteckte er sich hartnäckig hinter den Wolken. Aber auch ohne Vulkanblick war die Landschaft einfach beeindruckend.
Dank Wayan, unserem Guide, erfuhren wir viel über das Leben in den Reisfeldern und den Anbau von Reis – und darüber, wie eng das Leben hier mit Wasser und Natur verbunden ist. "Wayan" heisst übrigens "der/die Erstgeborene" und ist deshalb ein häufiger Name hier.
Nach zwei Stunden voller Eindrücke ging es zurück. Und dann kam mein erstes Roller-Erlebnis:
Nein. Ich bin NICHT selbst gefahren. NIEMALS! 😂
Ich sass hinten bei einem Einheimischen (er hiess auch Wayan 😂) auf dem Roller und liess mich durch den balinesischen Verkehr chauffieren. Und schon dabei dachte ich: DAS sei wild.
Heute weiss ich: Das war noch gar nichts. 😅
Den Tag liessen wir mit einem Apéro am Pool und einem Abendessen im Resort ausklingen.
Tag 2 – Wasserfälle und der Mother Temple 🙏🏼💦
Am nächsten Morgen klingelte um 07:30 Uhr der Wecker. Wir wollten früh los, denn einiges stand auf dem Programm.
Erster Stopp: die Gembleng Wasserfälle. Über steile Treppen ging es nach oben zu mehreren kleinen Kaskaden und natürlichen Süsswasser-Pools. Dort liessen wir uns erst einmal ins kühle Wasser fallen – genau das Richtige nach dem Aufstieg. 💦
Danach stiegen wir wieder ins Auto und machten uns auf den Weg zum Pura Besakih, dem berühmten „Mother Temple of Bali“. Der riesige Tempelkomplex liegt an den Hängen des Gunung Agung und gilt als einer der heiligsten Orte der balinesischen Hindus.
Und hier sollte sich unser Vulkan-Glück dann doch noch wenden. 😍
Während sich der Gunung Agung am Vortag noch hinter den Wolken versteckt hatte, zeigte er sich beim Mother Temple von seiner allerbesten Seite. Majestätisch ragte er hinter der Tempelanlage in den Himmel – ein Anblick, den ich so schnell wohl nicht vergessen werde.
Schon bei der Ankunft konnte ich meinen Blick kaum von den traditionell gekleideten Balinesinnen lösen. Sarong, weisse Spitzenbluse – die Kebaya – und der um die Hüfte getragene Selendang, ein Schal bzw. eine Schärpe: Ich fand das so schön, dass ich mir kurzerhand selbst ein traditionelles Outfit kaufen musste (...also ehrlich gesagt, blieb mir am Schluss keine andere Wahl - die Verkäuferin war hardnäckig). 😄
Beim Einlass erfuhren wir, dass wir nur traditionell gekleidet den inneren Tempelbereich betreten und an einer Opfer-Zeremonie teilnehmen durften.
Und plötzlich waren wir mittendrin. 🌺
Die Opfergaben bestehen unter anderem aus kleinen Körbchen aus Palmblättern mit verschiedenen Blüten. Während des Gebets werden die Blüten zwischen die Finger genommen und zusammen mit dem Rauch des Räucherstäbchens dargebracht. Danach folgen heiliges Wasser und Reiskörner, die als Zeichen des Segens auf die Stirn gelegt werden.
Besonders faszinierend fand ich, wie selbstverständlich diese Rituale in den Alltag integriert sind. Es fühlte sich überhaupt nicht wie eine Show für Touristen an, sondern wie ein ganz natürlicher Teil des Lebens.
Nach einer weiteren Erkundung des riesigen Tempelareals machten wir uns auf den Rückweg.
Am Abend fuhren wir noch in ein schickes Restaurant in einem luxuriösen Viertel von Sidemen.
Und da fühlte es sich plötzlich an wie zwei verschiedene Welten.
Fünf Minuten vorher waren wir noch durch ursprüngliche Dörfer gefahren, vorbei an einfachen Häusern, Reisfeldern und Menschen in ihrem Alltag. Und plötzlich sitzen wir in einem schicken Restaurant inmitten einer kleinen Luxuswelt.
Irgendwie kommt einem das fast ein bisschen wie „Schein“ vor. Nicht unbedingt schlecht – aber doch ziemlich surreal, wenn man diesen Kontrast unmittelbar hintereinander erlebt.
Und genau diese Gegensätze machen Bali für mich gerade so spannend.
Doch lange konnten wir darüber nicht nachdenken …
Denn am nächsten Tag hiess es bereits wieder Abschied nehmen von unserer ersten Unterkunft auf Bali.
Unsere Reise ging weiter.
Nächstes Ziel: Ubud. 🌿✨Read more


















Traveler
Konzentrierter Simu, lächelndi Nici mmhhh z Ässe isch sicher sehr spannend gsi 😋🤣
TravelerZ Ässe isch vorauem ou sehr fein hie 😍
Traveler
😍♥️🥰