Als der Ozean antwortete 🌊💙
Sep 25–26 in Indonesia ⋅ ⛅ 28 °C
Beim Mittagessen auf dem Boot – es ist übrigens wie immer köstlich – freuen wir uns schon auf die bevorstehende Nap-Time und das Schnorcheln beim Manta Point. 🍽️
Wir dösen gemeinsam auf dem Sonnendeck. Ein heimeliges Gefühl macht sich breit, während die salzige Meeresbrise uns umarmt. ☀️
Da sehen wir sie plötzlich.
«Dolphins!», klingt es aus allen Ecken.
Zwei Schulen ziehen neben dem Boot vorbei – leider zu schnell für ein gutes Bild. Der Ozean scheint heute auf unserer Seite zu sein. 🐬🐬
Vor uns liegt Taka Makassar, eine flache Sandbank mit türkisblauem, lagunenartigem Wasser. Wir sind beim letzten Schnorchelspot des Tages angekommen. 🏝️
Auf dem Beiboot zum Drop-off spreche ich in Gedanken mit dem Ozean. Klingt vielleicht komisch, aber ich glaube daran, dass das Meer uns antwortet. 💙
«So guys, ready? The current is very, very strong today and here are big waves!», ruft Adi.
«YEEEES!», kommt es von der Gruppe zurück. 🙌
Wir plumpsen – mittlerweile fast routiniert – ins Wasser und WOAH: Die Strömung ist heftig, die Sicht extrem trüb. Auf unserer Haut prickelt es. Neben den vielen Partikeln und dem Plankton treiben offenbar auch wieder winzige Nesseltierchen im Wasser. 🌊😬
Wie immer schwimme ich etwas hinter der Gruppe, als jemand von einem Boot neben mir ruft:
«MANTA, MANTA!»
Ich folge der ausgestreckten Hand, halte den Kopf unter Wasser und da ist er. 🥹
Anmutig und schnell zugleich gleitet das Männchen auf mich zu und zieht dann weiter.
Ich kreische vor Glück. Die Tränen schiessen mir in die Augen – auch jetzt wieder beim Schreiben dieser Zeilen. 😭💙
Um das nachzuvollziehen, muss man es erlebt haben. Solche Begegnungen im Ozean verändern einen und bleiben für immer im Gedächtnis eingebrannt. Sie machen regelrecht süchtig nach me(e)hr.
Nach gemeinsamem Jubel und Abklatschen an der Oberfläche ziehen wir weiter und sehen noch sechs Mantarochen, darunter eine Gruppe aus drei Tieren. Glückselig paddeln wir durch die Strömung. 🙌
Ich wende den Blick kurz vom Riff ab – und da taucht direkt neben Daniel, Tami und mir eine grüne Meeresschildkröte auf.
«Turtle, Turtle!», rufe ich der Gruppe zu. 🐢
«Noch eine!», ruft Tami kurz darauf.
Plötzlich sind zwei Schildkröten direkt vor uns. Und es bleiben nicht die letzten: Auf dem letzten Abschnitt sehen wir noch drei weitere, darunter eine Karettschildkröte, die weltweit vom Aussterben bedroht ist. 🐢🐢
WOW! Wir können unser Glück kaum fassen. 🤯
Offensichtlich kann unsere Osmo-Actioncam das auch nicht mehr. Sie sagt mir: Akku leer. 🪫
Naja – das Wichtigste habe ich.
Genau in diesem Moment gleiten vier Riffmantas auf uns zu. Sie ziehen so nah an uns vorbei, dass wir erst gar nicht glauben können, was wir sehen. 😭
Tja … dieser Moment existiert nun für immer nur in meinem Kopfbilderbuch. Weniger bedeutend ist er deswegen keineswegs. 💙
Zurück auf dem Boot herrscht andächtiges Schweigen. Wir sind zutiefst dankbar für all die Geschenke, die uns der Ozean heute gemacht hat. 🙏
Adi gönnt uns noch eine Verschnaufpause auf Taka Makassar. Ich habe in meinem Leben noch nie so klares Wasser gesehen. 🩵 Danach duschen wir das juckende Zeug von unserer Haut und die Alcira nimmt Kurs auf Kelong.
Auf dem Sonnendeck feiern wir eine kleine Sundowner-Party – mit Rap- und Tanzeinlagen und ein bis zwei Bintang. Sehr lecker, btw. 🍻💃 Der Himmel färbt sich orange und lila, während auf der anderen Seite der fast volle Mond aufgeht. 🌅🌕
Als wir Kelong erreichen, liegen bereits Dutzende Boote vor Anker. Überall Gelächter und Musik; Einheimische verkaufen Bintang aus kleinen Kanus. Dann löschen die Boote ihre Lichter. Nur die nötigen Signallichter blinken noch auf dem Wasser.
Und plötzlich fliegen die ersten Flughunde aus den Mangroven. Es werden immer mehr – tausende Tiere gleiten über uns durch den dunkler werdenden Himmel in Richtung Mond. 🦇🌕
Wir stehen eng zusammen auf Deck. Schweigen, ein volles Herz und Tränen der Rührung machen diesen Augenblick sehr intim und schweissen unsere Gruppe noch enger zusammen. 🥹❤️
Nach Adis Abschlussbriefing – er ist gesundheitlich sichtlich angeschlagen – essen wir in andächtigem Schweigen zu Abend. Diese Nacht ankern wir geschützt und können hoffentlich den Schlaf der vergangenen Nacht nachholen. In unseren Kajüten versuchen wir, all die Eindrücke zu verarbeiten.
Was für ein Tag. ✨Read more
















Traveler
d emotione längä bis dahärä! Was für es wunderbars erläbnis❤️
TravelerJa. 🥹🥹🥹 i chas immer no nid gloube - är isch diräkt uf mi cho. Die angere hei ihn gar nid gseh 🥹🐚🌊
Traveler
Was für ein Gefühl muss dass sein, dem Manta zu begegnen❤️♥️
TravelerMä fühlt sech i däm Momänt sehr demüetig und dankbar 🩵🐚