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  • Day22

    03.11. Tsitsikamma & Jeffreys Bay

    November 3, 2017 in South Africa ⋅ ⛅ 12 °C

    Heute mussten wir unser schönes Domizil in Wilderness leider verlassen – hier hätten wir es gut auch noch ein paar Tage aushalten können. Wir hatten eine längere Fahrstrecke heute vor uns bis nach Jeffreys Bay. Vorher haben wir noch unsere Wasservorräte augestockt (naja, ganze 2 Flaschen Mineralwasser mit Kohlensäure gab es noch bei Spar). Eigentlich ging es den ganzen Tag nur geradeaus – immer auf der N2 entlang. Die Landschaft abwechslungsreich mit Wald, Hügeln, Bergen, Flüssen, Schluchten – so wurde die Fahrt nicht allzu langweilig. In der Gegend um Knysna waren deutlich noch die Folgen der verheerenden Waldbrände vom Anfang des Jahres zu erkennen. Das war schon bedrückend, zu sehen, über wie viele Kilometer überall vormals bewaldete Hügel nun entweder kahl waren oder mit toten Bäumen mit verkohlten Stämmen übersät. Auch waren einige Häuser nicht den Flammen entkommen – teilweise standen die verrußten Ruinen noch, teilweise waren Grundstücke mit abgerissenen Häusern zu erkennen. Wenn Holzhäuser dann scheinbar völlig unversehrt waren, aber wenige Meter entfernt verkohlte Bäume, kann man sich denken, was für Ängste die Menschen hier ausgestanden haben müssen.
    Nach Knysna kam bald der Tsitsikamma Nationalpark. Hier hatten wir einen längeren Stopp geplant und fuhren in den Nationalpark hinein – natürlich nach Registrierung und Zahlung der Eintrittsgebühr. Landschaftlich erinnert die Gegend an Wilderness mit den steilen, wild bewachsenen Hügeln am Meer. Unser Ziel war eigentlich die Hängebrücke über die Mündung des Storms River. Leider stellten wir fest, dass es bis zur Brücke noch eine Wanderung von ca 1 Stunde hin und danach wieder zurück erfordert hätte. Wir kämpften eine Weile mit uns und der Enttäuschung, entschieden uns dann aber gegen die erneute Wanderung. Einerseits wäre es dann viel später geworden als geplant und andererseits schmerzt nach der Wanderung gestern in Wilderness Kerstins Knie beim Abwärtssteigen. Ein wenig half uns dann eine Dassi-Mama mit ihrem Nachwuchs über die Enttäuschung (wie süüüß!) und eine Gruppe Delfine, die munter vor der Küste schwammen. Gegen 15 Uhr sind wir dann in Jeffreys Bay im On The Bay Guesthouse angekommen. Offensichtlich sind wir die einzigen Gäste zur Zeit, das Haus ist einfach, aber gepflegt und erinnert mit Tischkicker und Billard eher an eine Jugendherberge oder Backpackers. Nach einer Kaffeepause fuhren wir dann in Richtung Ort. Unserer Tochter hatten wir ja versprochen, auf jeden Fall auch das Island Vibe Backpackers anzusehen, in dem sie einen unvergesslichen Abend vor einigen Jahren verbrachte. Wir dachten schon, falsch zu sein, als uns am Ende des Ortes freilaufende Kühe begegneten, doch tatsächlich, am Ende der Straße dann das Island Vibe. Soviel wir sehen konnten, muss man von der Terasse aus einen wirklich schönen Blick auf die Bucht haben, ansonsten wirkte es auf uns wenig einladend. Danach fuhren wir in den Ort zurück, parkten am Hauptstrand und machten uns mit unseren Kameras auf Éntdeckungstour. Hm. Was soll man sagen? Der Strand: Toll. Wellen: Schön anzusehen. Surfer: Keine da – nur einige auf dem Weg nach Hause. Na gut, dann wollten wir eben jetzt Essen gehen. Erster Versuch: Offensichtlich eher eine Beachbar für 300 Personen als ein Restaurant. Die wenigen anwesenden Leute hatten nur Getränke vor sich. Also nächste Station. Das Restaurant war gut besucht und sah gepflegt aus. Leider wurden wir an der Tür schon freundlich abgefangen – einen Kaffee gäbe es noch, aber sie würden gleich schließen. Morgen Früh ab 7.30h sei aber wieder auf, es gäbe schönes Frühstück. Da standen wir nun mit knurrenden Mägen. Überhaupt waren kaum Restaurants auszumachen. Geschäfte schienen alle schon zu schließen (es war mal gerade gegen 17 Uhr) und überhaupt wirkte der Ort auf uns nicht sehr einladend. Nach einigen Irrwegen ergatterten wir dann zwei Pizzen to go bei Debonnairs, die wir dann auf der Terrasse vor unserem Zimmer aßen. Dort ließen wir dann den kühl und windig werdenden Abend bei Gewittergrollen von Ferne ausklingen.

    Es kann sein das wir die nächsten Tage nichts posten können, weil wir nicht wissen ob wir Wlan haben werden. Ihr musst Euch wenn dann gedulden.
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