• Von Serbien nach Nordmazedonien

    20. maj, Nordmakedonien ⋅ ⛅ 21 °C

    Wieder eine ruhige Nacht. Wir wurden morgens mit duftendem, frischem Brot überrascht — eine Geste, die einem hier scheinbar öfter begegnet. Kaffee, ein Plausch mit den Camp-Nachbarn, und langsam kam Dumbo (unser Camper) in Reisemodus. Alles wurde wie immer dreimal geprüft, dann ging's los.
    Nächster Stopp war der Lidl zum Vorräte auffüllen, danach die Tankstelle für Dumbo. Und dann endlich raus aus Niš.
    Die heutige Etappe war zu 95 % Autobahn — abwechselnd holprig und gut, dazwischen tolle Landschaften und überraschend wenig Verkehr. Nach einer langen, aber unaufgeregten Fahrt sind wir am Camp in Demir Kapija angekommen. Freundlich begrüßt von den anderen Campern, einen schönen Platz für die Nacht ausgesucht — Plätze gab es wieder reichlich. Tisch und Stühle raus, Dumbo eingerichtet, und erst dann ging ich einchecken.
    Da Elena laaaaaangweilig war, haben wir beschlossen, uns das Dörfchen anzusehen. Und das wirft mich gedanklich immer ein bisschen raus, wenn man auf dem Balkan unterwegs ist: Man läuft durch die Städte, schaut den Leuten beim Leben zu — und merkt, dass es so nicht meins wäre. Trotzdem wirken die Menschen hier irgendwie zufriedener mit dem, was sie haben. Das gefällt mir.
    Demir Kapija selbst hat bessere Zeiten gesehen. Es gibt sogar eine Einkaufsmeile, aber dort steht fast alles leer. Wir haben uns in eine kleine Wein-Bar gesetzt, einen guten Rotwein und eine Platte mit Käse, Schinken und Mortadella genossen. Um uns herum streunten ein paar Hunde — ob wild oder zugehörig, schwer zu sagen. Gehört wohl dazu.
    Zurück im Camp sitzen wir vor Dumbo und lassen den Tag ausklingen. Griechenland ist jetzt zum Greifen nah — morgen ist es so weit.
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