• Hellas welcome to Greece 🇬🇷

    21. maj, Grækenland ⋅ ⛅ 21 °C

    Kurz nach 10 Uhr ging's los — nicht ohne eine etwas eigenwillige Begegnung zum Abschied. Wir sitzen beim Kaffee, da schlendert ein älterer Herr über den Platz, steuert zielsicher auf mich zu und verpasst mir ungefragt eine Nackenmassage. Nett gemeint, vermutlich. Ich hab das einfach mal lächelnd über mich ergehen lassen, während Elena daneben saß und sich offensichtlich prächtig amüsiert hat. Zum Glück macht der das bei dir. 😛
    Dann on the road. Bis zur griechischen Grenze war's nicht weit, die Vorfreude auf die EU entsprechend groß — die dann an der Grenze schon mal vorsorglich gedämpft wurde. Lange warten mussten wir nicht, gefühlt war's trotzdem eine halbe Ewigkeit.
    Hellas zusammen — endlich Griechenland. Und die Ernüchterung gleich im Doppelpack hinterher: 30 Euro Streckenmaut für Straßen, die ihren Preis nicht ansatzweise wert sind. Ok, vielleicht 5 Cent, aber dann ist auch gut. Zwei Spuren, dafür Seitenstreifen in Landebahn-Breite, und Überholmanöver mit vier Autos nebeneinander — alle in dieselbe Richtung. Wilder Westen mit Asphalt. Irgendwie faszinierend, dass sich die Menschheit auf diese Art noch nicht selbst aussortiert hat. Was ich aber zugeben muss: Der Olymp macht schon was her, wenn man so daran vorbeizieht.
    Bei Camping Sylvia sind wir punktgenau angekommen — der Platz ist rappelvoll, wir haben den letzten brauchbaren Fleck ergattert. Dumbo geparkt, Tische und Stühle raus, Nachbarn begrüßt — ANGEKOMMEN. 😄 Im Camp-Markt noch schnell 1,5 Liter lokalen Weißwein für 4,50 Euro mitgenommen. Man gönnt sich ja sonst nichts.
    Zum Abendessen sollte gegrillt werden. Alles fertig, Tisch gedeckt, erster Bissen zwischen den Zähnen — und natürlich fängt es genau in dem Moment an zu regnen. "Das hält nicht lange", war die einhellige Meinung beim Blick nach oben. Am Arsch hängt der Hammer. Es goss dann locker 45 Minuten wie aus Eimern, während wir das halbe Abendessen in Dumbo gerettet haben. Immerhin: kuschelig warm-nass gegessen, und den allabendlichen Abwasch durften wir uns dann auch noch verdienen. Ich liebe das. 🙄
    Jetzt sitzen wir im Dumbo, hören eines von Elenas Hörbüchern und lassen den Abend ausklingen. Morgen soll's vielleicht regnen — na, mal sehen, was uns Griechenland so anbietet.
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