• Zu den Tapiren

    23 de maio, Peru ⋅ ☁️ 22 °C

    Heute geht es weiter Richtung Osten, natürlich wieder mit dem Boot. Beim ersten Stop unternehmen wir eine „Schlamm“-Wanderung zu einem riesigen Cederbaum, der bei den Indigenen hier heilig ist, in dem Baum wohnen die Geister.
    Danach schauen wir uns in einem Dorf um, dieses hat einen Anlegeplatz, wo die Bananen und andere Produkte der entfernt wohnenden Bauern und Indigenen auf LKWs verladen werden. Da es keine festen Lieferzeiten gibt wartet der LKW so lange, bis er voll ist, was schonmal ein paar Tage dauern kann.

    Nach einer Erfrischung zeigt uns ein Einheimischer noch stolz das Fell und den Kopf eines Jaguars, der kürzlich hier geschossen wurde weil er die Tiere im Dorf riss.

    Auf unserer weiteren Bootsetappe machen wir alle die Erfahrung, dass auch hier einiges schief gehen kann…wir kollidieren in voller Fahrt mit einem Baumstamm, es gibt einen tierischen Knall und das Boot entgeht nur knapp schlimmeren. Das Wasser steht abwechselnd links und rechts bis an die Bootskante, der Schreck steht allen ins Gesicht geschrieben. Zum Glück ist aber nichts weiteres passiert, nur ein paar nasse Klamotten.

    Mit einem kurzen Zwischenstopp an einer heißen Quelle erreichen wir dann unsere nächste Unterkunft. Wir hatten aber schon beschlossen hier nicht zu übernachten, sondern zu einer Aussichtsplattform an einer Salzlecke von Tapiren zu wandern und dort zu übernachten, um diese Tiere nachts zu beobachten. Also mal wieder kein vernünftiges Bett, Toilette und Dusche, dafür aber ein tolles Erlebnis mit einer grandiosen Geräuschkulisse des Dschungels…und des Schnarchen der Eingeschlafenen.
    Bei mir ist die Nacht gegen fünf zu Ende, ich muss im stockdunkeln dann doch mal die Dschungeltoilette aufsuchen…😬
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