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Quer durch Südamerika

Einmal quer durch das Amazonasgebiet Read more
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    🇧🇴 Municipio Sena, Bolivien

    America

    Yesterday in Bolivia ⋅ ☁️ 29 °C

    Ausschlafen ist angesagt! Und danach wird ganz in Ruhe auf der Kuhwiese gefrühstückt, Dilaras Geburtstag gefeiert und letztendlich wieder aufs Boot gestiegen.
    Nach circa vier Stunden kommen wir in America an, hört sich groß an, ist aber wieder nur eine Farm mit ein paar Häusern drumherum. Alles ist recht verlassen da die Paranussernte seit drei Wochen vorbei ist.
    Immerhin hatte man hier mal auf Initiative von world insight eine Schule gebaut, aber auch die ist inzwischen verlassen, da viele Kinder den Eltern bei der Ernte helfen müssen.
    Spannend jedoch ist, dass vor der Farm zwei Kriegsschiffe aus dem Pazifikkrieg liegen, die hier still vor sich hin rosten😉

    Abends gibt es das letzte Essen von unserem Kochteam, die morgen nach Peru zurückkehren 😢
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  • Zu den Paranusspflückern

    May 28 in Bolivia ⋅ ☀️ 29 °C

    Um acht Uhr gibt es heute Frühstück, aber inzwischen sind wir so ans frühe Aufstehen gewöhnt, das fast alle um sieben Uhr schon irgendwo rumlungern.
    Nach der dreckigen Fahrt gestern tut die eiskalte Dusche richtig gut!!!

    Nach dem Frühstück geht’s wieder aufs Boot, auf der Fahrt werden die Goldsucher am Fluss besucht, die hier im Gegensatz zu Peru legal arbeiten.
    Auf dem Goldsucherboot arbeiten 12 Männer 24 Stunden am Tag (außer Sonntags) und eine Frau ist zuständig fürs kochen und die gute Laune der Männer. 👎👎
    Krasse Zustände auf dem Boot und ein tierischer Lärm von den Motoren, die die Pumpe zum Arbeiten bringen.

    Danach fahren wir nach Santa Rosa, einer Paranussfarm. Wir gehen etwas in den Dschungel hinein zu einem Paranussbaum. Diese Bäume können nicht kultiviert werden, sie benötigen bestimmte Pflanzen und Konstellationen um sich herum um zu wachsen. Sie haben einen sehr langen geraden kahlen Stamm und in der Krone, gerne auch mal 60 m hoch, wachsen die Nüsse.
    Auf dieser Farm arbeiten zur Erntezeit 82 Familien, alle kommen mit Sack und Pack vom Opa bis zum Baby.
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  • Bolivien wartet!

    May 27 in Bolivia ⋅ 🌙 23 °C

    Was für eine Fahrt! Da Touristen nicht über den Fluß von Peru nach Bolivien einreisen dürfen (da gibt es nur einen Militärposten) müssen wir mit den Autos einen Riesenumweg durch den Dschungel fahren, das dauert dann normal circa 4 Stunden anstatt 20 Minuten mit dem Boot.
    Aber was ist schon normal? Wir brauchen den ganzen Tag, da der Grenzposten im Dschungel für den Einreisestempel nach Bolivien dauerhaft geschlossen hat. Wir fahren trotzdem weiter, müssen aber noch einen Umweg nach Cojiba (Grenze zwischen Bolivien und Brasilien) in Kauf nehmen, da wir ja den Einreisestempel brauchen für die Ausreise.
    So summiert sich das ganze auf über 400 km und das auf einer lehmigen Schotterpiste im Slalom wegen der ganzen Löcher.
    Letztendlich kommen wir gegen 22 Uhr in Chive an und beziehen unsere gemütliche komfortlose Dschungelherberge direkt am Fluß.

    Es wird noch gegrillt während in der Nachbarschaft heftig der heutige Muttertag gefeiert wird, die Einheimischen haben wirklich Ausdauer, erst um halb vier wird die Musik ausgeschaltet.
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  • Lago Sandoval

    May 26 in Peru ⋅ ⛅ 29 °C

    Ausschlafen ist angesagt!! Zumindest für uns, wir verzichten heute in der Früh auf einen Marktbesuch, erst um 10 Uhr werden wir mit Tuktuks abgeholt und zum Hafen gebracht. Dort steigen wir ins Boot um, das uns in ca. 20 min zu einem Ausstieg bringt, wo eine kleine Wanderung durch den Dschungel über einen tollen Holzsteg zum Lago Sandoval führt. Schon auf dem Weg erklärt der einheimische Guide viel zu diesem wunderschönen Fleckchen und seinen tierischen Bewohnern.
    Schließlich steigen wir wieder in Boote, diesmal Kanadier und verbringen etwa drei Stunden in dieser Idylle. Es ist schon touristisch hier, viele Gruppen sind unterwegs, aber alles sehr ruhig. Die Sonne knallt ganz schön, am Seeufer tummeln sich Vögel, Kaimane, Massen an Wasserschildkröten, in der Höhe entdecken wir imposante Aras und Affen.
    Danach geht es quasi auf demselben Weg wieder zurück nach Puerto Maldonado, ich finde sogar noch einen kleinen Souvenirshop mit einem Tshirt, das ich jetzt mein eigen nennen darf.
    Wieder im Hotel wartet schon unsere frisch gewaschene Wäsche auf uns und es geht zügig zum Essen mit dem letzten köstlichen Pisco Sour in Peru.
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  • Stipvisite in der Zivilisation

    May 25 in Peru ⋅ ⛅ 24 °C

    Auf unserer heutigen Bootsfahrt kommen wir immer öfter an illegalen Goldwäschern vorbei, die hier am Flußrand ihre Anlagen aufgebaut haben. Bei einem dürfen wir aussteigen und ihm ein paar Fragen zu der Arbeit stellen.
    Die Golsucher bleiben immer circa zwei Wochen an einem Ort und ziehen dann weiter zum nächsten, um die Waschanlage aufzubauen. Wenn sie Glück haben holen sie am Tag ein bis zwei Gramm Gold aus dem Fluß. Essen tun sie maximal einmal am Tag oder auch nur alle zwei Tage. Zwischendurch werden Cocablätter gekaut, die aufputschen und das Hungergefühl unterdrücken. Wir haben als Geschenk dafür auch eine große Tüte Blätter mitgebracht 😬.
    Die Fahrt geht weiter bis nach Puerto Maldonado, wo heute ein richtiges Hotel mit Zimmern inclusive Dusche und Toilette auf uns wartet👍👍.
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  • Zu den Tapiren

    May 23 in Peru ⋅ ☁️ 22 °C

    Heute geht es weiter Richtung Osten, natürlich wieder mit dem Boot. Beim ersten Stop unternehmen wir eine „Schlamm“-Wanderung zu einem riesigen Cederbaum, der bei den Indigenen hier heilig ist, in dem Baum wohnen die Geister.
    Danach schauen wir uns in einem Dorf um, dieses hat einen Anlegeplatz, wo die Bananen und andere Produkte der entfernt wohnenden Bauern und Indigenen auf LKWs verladen werden. Da es keine festen Lieferzeiten gibt wartet der LKW so lange, bis er voll ist, was schonmal ein paar Tage dauern kann.

    Nach einer Erfrischung zeigt uns ein Einheimischer noch stolz das Fell und den Kopf eines Jaguars, der kürzlich hier geschossen wurde weil er die Tiere im Dorf riss.

    Auf unserer weiteren Bootsetappe machen wir alle die Erfahrung, dass auch hier einiges schief gehen kann…wir kollidieren in voller Fahrt mit einem Baumstamm, es gibt einen tierischen Knall und das Boot entgeht nur knapp schlimmeren. Das Wasser steht abwechselnd links und rechts bis an die Bootskante, der Schreck steht allen ins Gesicht geschrieben. Zum Glück ist aber nichts weiteres passiert, nur ein paar nasse Klamotten.

    Mit einem kurzen Zwischenstopp an einer heißen Quelle erreichen wir dann unsere nächste Unterkunft. Wir hatten aber schon beschlossen hier nicht zu übernachten, sondern zu einer Aussichtsplattform an einer Salzlecke von Tapiren zu wandern und dort zu übernachten, um diese Tiere nachts zu beobachten. Also mal wieder kein vernünftiges Bett, Toilette und Dusche, dafür aber ein tolles Erlebnis mit einer grandiosen Geräuschkulisse des Dschungels…und des Schnarchen der Eingeschlafenen.
    Bei mir ist die Nacht gegen fünf zu Ende, ich muss im stockdunkeln dann doch mal die Dschungeltoilette aufsuchen…😬
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  • Unterwegs mit dem Boot

    May 22 ⋅ ☁️ 20 °C

    Die nächsten drei Tage fahren wir mit einem Expeditionsboot den Rio de Madre runter und unternehmen einige Ausflüge.
    Ab jetzt ist auch absoluter Komfortverzicht angesagt, die Herbergen sind, wenn überhaupt eine da ist, sehr einfach, die Duschen, wenn dann mal Wasser kommt, kalt. Aber dafür werden wir bestens verpflegt, ein Kochteam begleitet uns.

    Als erstes spazieren wir durch das Dorf Pillcopata, das letzte Dorf in dem die Menschen sich versorgen können, besuchen unter anderem das örtliche Krankenhaus, in dem immer ein Arzt und eine Krankenschwester Dienst hat. Dort werden die Patienten nur erstversorgt, bei größeren Sachen wird man in einen Bus oder Auto verfrachtet und man muss die ganze Strecke nach Cuzco fahren, da wird wohl der ein oder andere nicht überleben.
    Nach dem Spaziergang besteigen wir wieder den Bus, besuchen eine Kolibrifarm, eine Tierauffangstation für illegale oder in schlechter Haltung lebende „Haustiere“ und eine Orchideenfarm.

    Nachdem unsere Energie beim Abendessen wieder aufgefüllt ist gehen einige noch für eine Nachtwanderung in den Dschungel, es gibt aber heute nicht viel zu sehen.
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  • Raus aus der Zivilisation

    May 21 in Peru ⋅ ⛅ 12 °C

    Da ist der frühe Vogel wieder….der findet uns immer! Heute gehts auf die andere Seite der Anden.
    Um halb fünf sind wir schon am Flughafen und um sieben steigen wir in den Flieger, der uns flugs in 1,5 Stunden nach Cuzco bringt.
    Vor dem Flughafen bekommt jeder sein Paar Gummistiefel, die sind im Dschungel echt angesagt.
    Dort wartet auch ein kleiner Bus mit dem wir aus der Höhe (irgendwann über 4000hm) mit mehreren Stops runter Richtung Regenwald fahren.
    Die Straße ist echt der Hammer, erst oben durch die Berge und dann geht’s Kurve für Kurve runter auf etwa 640 hm. Zwischendurch wird’s eng enger am engsten während auf einer Seite der Abgrund auf uns wartet. Alle paar hundert Meter gab’s Erdrutsche, da kommt man mit der Reparatur der Straße nicht mehr hinterher.
    Der Dschungel wird immer dichter, irgendwann ist es einfach nur noch eine grüne Wand links und rechts der Straße und wir sind mitten drin, im dampfenden Amazonasgebiet.
    Bei unseren Stops zwischendurch sehen wir die Aymara-Begräbnistürme, die Chullpas von
    Ninamarca und den ehemaligen Inka-Zoll-Posten
    Paucartambo. Im tropischen Nebelwald angekommen finden wir auch noch den Nationalvogel Perus, den knallorangenen
    Andenklippenvogel👍👍, und uns findet eine kleine Eule, die während der Fahrt durch das geöffnete Beifahrerfenster ins Auto fliegt und hallo sagt. Das ist doch wohl wie ein Sechser im Lotto, oder!?
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  • Lima

    May 20 in Peru ⋅ ☀️ 23 °C

    Um fünf Uhr landen wir in Lima, der Flug war klasse, wir haben gut geschlafen.
    Vor dem Flughafen holt uns Andreas, unser Reiseleiter, ab und wir fahren mit dem Bus zum Hotel und Frühstück.
    Kurz Gepäck aufs Zimmer bringen und schon geht’s los zu einer Stadtrundfahrt mit mehreren Stops, Spaziergängen und Mittagessen (für josh gibt es Nudeln mit Shrimps in einer peruanischen Sauce, für mich vegetarisches Cheviche)
    Es ist bewölkt bei angenehmen Temperaturen und auch die Luftfeuchtigkeit verschont uns noch einigermaßen.

    Die Altstadt von Lima war ganz nett, aber es gibt interessantere Städte, zumindest für unseren Geschmack!

    Am späteren Nachmittag genehmigen wir uns noch einen Pisco Sour, das peruanische Nationalgetränk, in einer Bar, da aber alle noch mit der langen Anreise zu kämpfen haben und morgen um 3 Uhr auch schon wieder der Wecker klingelt, liegen wir schon um 21 Uhr im Bett und brauchen nur Sekunden zum einschlafen.
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  • Überraschungen…

    May 19 in Spain ⋅ ☀️ 13 °C

    …kann auch die DB manchmal: pünktliche Abfahrt in Köln Deutz und pünktliche Ankunft am Flughafen Frankfurt.
    Dort gibt es die nächste Überraschung… wir dürfen mit dem neuen Sky-Train zum Terminal 2 fahren, perfekt!!!
    Am Terminal meint man, es gäbe wieder einen Lockdown wie zu Corona-Zeiten, es ist nichts los, die meisten (Sandkasten-)Fluglinien sind schon ins neue Terminal 3 gezogen.
    Und noch ne nette Überraschung, wir lernen in Frankfurt schon über die Hälfte unsere Reisegruppe kennen und haben es dem ersten Eindruck nach gut mit ihnen getroffen👍💪

    Der Flug dauert ca. 2,5 Stunden, proxima estación: Madrid.
    Dort geht wieder das Gerenne von T4 zu T4s los, aber wir haben Zeit genug. Ich versuche sogar noch ein Upgrade zu bekommen, ist aber leider schon ausgebucht🤨 naja, immerhin haben wir drei Sitze für uns, auch nicht schlecht!
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  • Geldverschwendung und anderes

    January 21, 1970 in Peru

    Den Hauptteil des Tages verbringen wir heute wieder auf dem Boot mit den grünen Dschungelwänden, die links und rechts an uns vorbeigleiten.
    Gegen Mittag halten wir an den Dief Diamante, ein Paradebeispiel für Geldverschwendung der Regierung. Man meinte es gut und baute durch das Dorf eine beleuchtete Fußgängerzone, es gibt allerdings keinen Strom, und jede Hütte bekam ein kleines Klohäuschen, womit die Indigenen hier allerdings GARNICHTS anfangen können und sie kurzerhand zu Lagerräumen umfunktioniert haben.
    Direkt hinter dem Dorf fängt hier das Schutzgebiet an, es darf kein „Weißer“ hinein, dort leben ein indigener Stamm, der keinen Kontakt zur Zivilisation hat.

    Am Ende der Bootsfahrt erreichen wir wieder ein kleines Dorf mit unserer Dachungelherberge, wo wir die nächste Nacht verbringen.
    Dort besuchen wir noch einen Bootsbauer, der uns gerne seine Arbeit erklärt. Für den Bau eines Bootes wird ausschließlich angeschwemmtes Treibholz benutzt, das er nach der Regenzeit und Hochwasser aus dem Fluß zieht. Dieses muss dann noch ein bis zwei Jahre trocknen, bevor es verarbeitet wird. Er baut lediglich auf Bestellung, für ein Boot braucht er circa einen Monat.
    Aus einem dieser Treibholzstämme (so einen hatten wir wohl gerammt) kann er zwei bis drei Boote in der Länge von neun bis zwölf Meter bauen und an einem Boot verdient er circa 1200 Euro.
    Das war ein wirklich kurzweiliger und interessanter Besuch.
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    Trip start
    May 19, 2026