• Geldverschwendung und anderes

    21. januar 1970, Peru

    Den Hauptteil des Tages verbringen wir heute wieder auf dem Boot mit den grünen Dschungelwänden, die links und rechts an uns vorbeigleiten.
    Gegen Mittag halten wir an den Dief Diamante, ein Paradebeispiel für Geldverschwendung der Regierung. Man meinte es gut und baute durch das Dorf eine beleuchtete Fußgängerzone, es gibt allerdings keinen Strom, und jede Hütte bekam ein kleines Klohäuschen, womit die Indigenen hier allerdings GARNICHTS anfangen können und sie kurzerhand zu Lagerräumen umfunktioniert haben.
    Direkt hinter dem Dorf fängt hier das Schutzgebiet an, es darf kein „Weißer“ hinein, dort leben ein indigener Stamm, der keinen Kontakt zur Zivilisation hat.

    Am Ende der Bootsfahrt erreichen wir wieder ein kleines Dorf mit unserer Dachungelherberge, wo wir die nächste Nacht verbringen.
    Dort besuchen wir noch einen Bootsbauer, der uns gerne seine Arbeit erklärt. Für den Bau eines Bootes wird ausschließlich angeschwemmtes Treibholz benutzt, das er nach der Regenzeit und Hochwasser aus dem Fluß zieht. Dieses muss dann noch ein bis zwei Jahre trocknen, bevor es verarbeitet wird. Er baut lediglich auf Bestellung, für ein Boot braucht er circa einen Monat.
    Aus einem dieser Treibholzstämme (so einen hatten wir wohl gerammt) kann er zwei bis drei Boote in der Länge von neun bis zwölf Meter bauen und an einem Boot verdient er circa 1200 Euro.
    Das war ein wirklich kurzweiliger und interessanter Besuch.
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