• Giglachseehütte - Duisitzkarseehütte

    17. juli 2022, Østrig ⋅ ☀️ 18 °C

    Wir schlafen unterschiedlich gut in unserem Lager, aber insgesamt war es doch sehr gemütlich. Besonders Nele war es etwas kalt nachts und so schläft sie unter meiner Decke noch tief und fest als der Wecker klingelt. So müssen wir es ertragen, dass bereits alle Brötchen weg sind und wir mit Mischbrot vorlieb nehmen müssen. Die Frühaufsteher Lea und Felix sind da deutlich besser dran, die haben noch Brötchen erwischt.
    Draußen strahlt die Sonne vom wolkenlosen Himmel, es verspricht ein warmer Tag zu werden. Kurz vor 9 Uhr wandern wir los, diesmal am Südufer des unteren Giglachsees entlang und dann ein kleines Stück zurück Richtung der zauberhaften Giglachalmen. Hier treffen wir heute als Gipfel des Kinderglücks auf eine Herde grasender Pferde mit den entsprechenden Konsequenzen - es gibt eine lange Streichel- und Füttersession. Nebenbei wird hier der erste Splitter aus Neles Finger entfernt.
    Jetzt geht es über den Weg 775 angenehm bergauf, vorbei an der Grobfeld-, Giglachalm- und Murspitze. In die andere Richtung sehen wir in der Tiefe die Giglachalmen und den Landauersee von gestern vorüberziehen. An einem schönen Aussichtspunkt machen wir eine Frühstückspause, bevor wir weiter über deutlich ausgesetzte Pfade wandern. Schließlich erreichen wir den Murspitzsattel (2013m) hier eröffnet sich der Blick hinab ins Duisitzkar mit dem See tief unter uns. Nach Abgreifen eines Gipfelstempels geht es an den langen Weg bergab, zunächst über eine etwas haarige, seilversicherte Stelle, die wir aber gut meistern und dann geht es einfach unglaublich lange bergab und bergab und bergab. Zermürbenderweise hat man ja das Ziel die ganze Zeit vor Augen. Irgendwann erreichen wir die Baumgrenze, ab hier geht es durch schattigen, duftenden Nadelwald, bis wir gegen 13:30 Uhr das Seeufer erreichen und zur Fahrlechhütte laufen: unser Übernachtungsziel für heute Nacht. Auf der schönen Seeterrasse gibt es Heidelbeerkaiserschmarrn und Palatschinken mit Vanilleeis um den sich die Kinder reißen. Die Szenerie am See ist einfach unglaublich, eine absolute Traumkulisse! Felix traut sich als erster, von der Plattform ins Wasser zu springen, dann folgen Lea, Nele und ich. Es ist eiskalt!!!! Man hält es wirklich nur kurz aus, die Gliedmaßen werden sofort taub, aber es erfrischt unglaublich.
    Den Rest des Tages verdaddeln wir auf der kleinen Plattform am See mit Sonnen und Faulenzen und Aussicht-Genießen, das Solarpaneel leistet derweil gute Dienste und lädt alle unsere Geräte auf. (Zwischenzeitlich schaffen es sowohl Lea als auch Felix und Nele sich an den Holzbänken Splitter an diversen Extremitäten einzufangen, die ich alle fachmännisch entferne😎 )
    Lea und Nele spielen aufs Schönste in dem kleinen Spielhäuschen und servieren uns imaginäre Gerichte, außerdem bewundern sie die umherhoppelnden Hasen. So lässt es sich aushalten!
    Gegen halb fünf brechen Felix, Lea und Nele nochmal auf, um die Pferde auf der anderen Seeseite zu besuchen und weitere Streicheleinheiten zu verteilen. Danach gibt es Abendessen (die Küche schließt schon 18 Uhr), anschließend bleibt nichts zu tun als den schönen Sommerabend zu genießen.
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