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Family Gathering Ramsau 2022

A 14-day adventure by Julia, Xilef Remark, MaTho and 2 others Read more
  • Trip start
    July 9, 2022

    Berlin- Ramsau

    July 9, 2022 in Austria ⋅ ☁️ 15 °C

    Alle Jahre wieder...geht es um 3 Uhr in der Frühe los Richtung Süden in die Berge! Diesmal wollen wir in erweiterter Runde mit Eltern, Schwestern, Nichten, Neffen und Schwagern nochmal nach Ramsau fahren. Und damit das Once-upon-a-Time-Feeling stimmt, muss man eben auch schon nachts losfahren.
    Bei Jena ist die A9 vollgesperrt wegen eines Unfalls und der gesamte Verkehr wird abgeleitet aber es geht doch verhältnismäßig gut und glatt über die Bühne.
    Kurz vor München fährt dann vor uns ein wohlbekannter Seat Alhambra, wir haben Familie Schneider getroffen! Aber wir trennen uns gleich wieder, denn wir Kramers wollen eine Pause im Wildpark Poing einlegen.
    Kurz vor halb zehn laufen wir los durch den kleinen Park, die Kinder füttern die freilaufenden, teils recht aufdringlichen Rehe und Hirsche mit großer Begeisterung. An dem riesigen tollen Spielplatz laufen mehrere Pfaue rum und überbieten einander aufgrund der anwesenden Pfauendamen mit den schönsten Rädern. Wir packen unser Frühstück aus und entern anschließend den Spielplatz und -als die Sonne rauskommt- den megacoolen Wasserspielplatz. Aber die Cousinensehnsucht ist groß und die Zeit schreitet voran und so machen wir uns 12:30 Uhr wieder auf den Weg.
    Der von Sarah prophezeite Stau hinter München ist leider dermaßen gründlich eingetreten, dass wir über die Landstraßen bis Bad Reichenhall kurz vor Salzburg fahren - ein sehr ermüdendes und langwieriges Unterfangen. Auf der A8 kaufen wir noch schnell eine Mautplakette, tanken noch ein paar Liter billiges deutsches Benzin und den Rest des Weges rollt es gut.
    Als wir 15:30 Uhr in Lehen eintreffen sind Helene, Lisbeth, Lydi, Mike, Anton und Mila am und im Pool, Lea und Nele schmeißen sich natürlich sofort mit großer Wonne ebenfalls in die Fluten.
    Sarah und Torsten kaufen schon heldenhaft für unseren großen Troß ein, anschließend schleppen wir wie die Ameisen die Lebensmittel in die Kühlschränke unserer Ferienwohnungen.
    Wir schmeißen den Grill an und als 18 Uhr meine Eltern eintreffen sind wir vollzählig. Die Kinder sind vollkommen miteinander beschäftigt und tauchen nur sporadisch am Tisch auf um ein Würstchen zu stibitzen.
    Abends, als die Kinder-Akkus endlich leer sind, sitzen wir noch lange bei dem einen oder anderen Glas Wein zusammen und überlegen mögliche Pläne für den morgigen (Regen-)tag. Als es kühl wird, schließen einige von uns den Tag noch mit einem Saunagang sowie einer Runde im durchaus erfrischenden Hallenbad ab - dann fordert der frühe Start seinen Tribut und wir sinken in die Federn!
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  • Hauser Kaibling

    July 10, 2022 in Austria ⋅ ☁️ 7 °C

    Der Wetterbericht hatte Regen angekündigt, weshalb wir den Tag eher entspannt beginnen. Außerdem ist Mikes Geburtstag, weshalb es ein ausgiebiges Frühstück mit Sekt und Lachs und Rührei und allerlei Köstlichkeiten gibt.
    Danach geht das wilde Packen los, bevor wir mit allen zusammen zur Seilbahn des Hauser Kaibling aufbrechen. Das Wetter ist tatsächlich etwas unbeständig, die Wolken hängen tief, aber von Dauerregen kann nun wirklich nicht die Rede sein!
    Mit der Gondelbahn geht es halb den Berg hinauf, hier lockt ein toller kleiner Streichelzoo mit flauschigen Hasen, verfressenen Ziegen und schmusewilligen Ponies und Eseln, sodass die Nachricht, dass wir jetzt mit dem Sessellift noch weiterfahren müssen, erstmal keine große Begeisterung hervorruft. Der Lift selber gefällt dann aber doch sehr und oben an der Bergstation wartet schon der nächste tolle Spielplatz!
    Nach einer kurzen Spielrunde soll es dann jetzt aber doch mal ans Wandern gehen. Wir teilen uns auf, Mama und Lydi mit Mila gehen den einfachsten Weg zur Kaiblingalmhütte, der Rest steigt tapfer bergan Richtung Gipfelkreuz des Hauser Kaibling. Die Temperaturen fallen mit jeden Meter und der Wind pustet uns doch ganz schön stramm durch. Wir verteilen die glücklicherweise mitgeführten Buffs und Regenjacken und erreichen nach ca. 30min glücklich das Gipfelkreuz. Auch Anton ist an Neles und Opas Hand den ganzen Weg alleine gestapft!
    Dann geht es weiter über einen Grat bergab, hier eröffnen sich tolle Blicke über wilde Seitentäler mit stillen Bergseen sowie das Ennstal, gegenüber thront das Dachsteinmassiv.
    Wieder mal zeigt sich, man braucht nicht unbedingt 28°C und Sonnenschein, die Berge sind auch bei Mistwetter spektakulär!
    Erneute Gruppenteilung kurz vorm Rossfeldsattel, Nele, Anton, Mike und Papa steigen jetzt direkt zur Kaiblingalmhütte ab, der Rest nimmt noch die Bärfellspitze (2150m) in Angriff. Auf schönen Bergpfaden steigen wir stetig und steil empor, man kommt ganz schön aus der Puste, es wird kälter und kälter, jetzt kommen auch Handschuhe zum Einsatz. Die Motivation der Kinder droht erheblich ins Wanken zu geraten, aber es schleppen sich alle bis zum zweiten Gipfel des Tages. So stolz! Nach einem kurzen Brötchen- und Tyrolinistopp und dem versprochenen Motivations-Mentos müssen wir aber gleich weiter, denn es ist wirklich affig kalt. Nun geht es auf schmalem Pfad also steil und matschig bergab, das letzte Stück ist dann Straße, die uns als letzte eintreffende Fraktion zur Kaiblingalmhütte führt. Hier gibt es Pferde zum Streicheln, das lockt sogar noch mehr als Kaiserschmarrn und Almdudler, die in Windeseile verzehrt werden, um wieder raus auf die Weiden zu kommen.
    Aber lange können wir eh nicht mehr bleiben, denn die letzte Seilbahn fährt 16:30 Uhr. Also geht es über den Schafpfad mit vielen Quiz- und Mitmachstationen, die wir jetzt etwas links liegen lassen müssen, zurück.
    An der Unterkunft in Lehen gibt es eine kurze Runde Schwimmen, dann haben wir schon eine Reservierung zum Geburtstagsabendessen in Ramsau am Dachstein. In der Waldschenke gibt es reichhaltige und sehr leckere lokale Kost, die Kinder sitzen komplett separat an ihrem eigenen Tisch, was erstaunlich gut funktioniert. Zum Tagesabschluss stürzt Lea beim Sprung über einen kleinen Bach ins Wasser und verliert überdies ihren Schuh, der lustig flussabwärts schwimmt, aber noch von Torsten gerettet werden kann.
    Den restlichen Abend powern sich die Kinder erneut beim Baden aus, es ist ein Gejuchze und Geschreie das man Mitleid mit den ebenfalls hier wohnenden Hauseigentümern bekommt.
    Wir Erwachsenen machen einen gemütlichen Couchabend, wälzen Kartenmaterial für morgen und killen den restlichen Geburtstagssekt.
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  • Auf der Planai

    July 11, 2022 in Austria ⋅ ⛅ 11 °C

    Das Wetter bleibt weiterhin unter seinen Möglichkeiten und so beeilen wir uns wieder nicht übermäßig. Klein-Mila ist auch nicht so gut in den Tag gestartet und so wird es wieder 10:30 Uhr bis wir losfahren; diesmal rüber nach Schladming und mit der Gondel hoch auf die Planai.
    Hier oben trifft uns wieder ein kleiner Temperaturschock, es sind nur 7°C und es weht ein heftiger Wind!
    Damit die Kinder nicht sofort dem Zauber des Hopsilandes erliegen, schleifen wir sie hoch auf den Gipfel der Planai, mit etwa 80 Höhenmetern ein durchaus schaffbares Unterfangen. Auf weitere Wanderungen mit Kindern wird verzichtet, die Mädels ziehen mit Sarah gleich wieder bergab zum Hopsiland. Felix, Mama, Papa, Torsten und ich laufen noch weiter zum Krahbergzinken. Leider muss Torsten noch vor der Hälfte des Weges umdrehen wegen Missplanung bei der Packerei - Sarah steht nun ohne Essen und ohne Geld mit den Kindern am Hopsiland.
    Ein schöner Kraxelpfad führt hier stetig bergauf, zwischendurch offenbaren sich tolle Blicke über einen schroffen Abhang hinweg ins Untertal.
    Kurz vor dem Gipfel wird der Weg immer schmaler und gratartiger, das allerletzte Stück führt über glatten Felsen mit Steighilfen - da sind wir doch jetzt froh, dass die Kinder nicht mit sind! Oben am Gipfelkreuz ist auch nur wenig Platz zum Verweilen, ein Fehltritt hätte hier fatale Folgen! Aber diese Aussicht!!!
    Verschwitzt wie wir sind, wird es im eisigen Wind auch sehr schnell seeeeehr kalt, sodass wir nur eine kurze Pause machen, bevor wir uns an den Abstieg machen. Über den Panoramaweg der Planai treffen wir im Hopsilandrevier ein. An der Onkel-Willy-Hütte kehren wir für ein Getränk ein, allgemeine Heiterkeit eregt der als "Hodenbrandy" bezeichnete Eierlikör.
    Die tapferen Kinderbespaßer treffen kurze Zeit später mit der Meute ein, 3 von 5 Kindern haben Splitter in den Händen, ansonsten hatten sie aber eine gute Zeit!
    Wir fahren wieder bergab (und erwischen schon wieder eine Hopsi-Gondel!), leider bleibt die Seilbahn nach wenigen Metern stehen und so hängen wir da am Seil in der Luft und warten bestimmt 15 Minuten, bevor es - sehr stockend - weitergeht.
    Trotzdem werden keine neue Leute mehr in die Bahn gelassen, so dass Lydi, Anton und Mike oben noch ganz schön lange warten müssen bevor es dann richtig weitergeht.
    Die Kinder gehen mit Papa, Torsten und mir noch ins Erlebnisbad Schladming, bevor wir gegen 18 Uhr alle wieder zu Hause landen. Dort brutzelt schon das Abendessen, wir essen draußen, da die Sonne jetzt noch durchbricht. Danach werden noch diverse Splitter entfernt und die Kinder dürfen zum Cooldown noch Fernsehen gucken, denn heute soll es mal früher ins Bett gehen.
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  • 3-Seen-Wanderung im Seewigtal

    July 12, 2022 in Austria ⋅ ⛅ 12 °C

    Wir bleiben auf der Schladminger-Tauern-Seite des Ennstals und fahren heute ins schöne Seewigtal.
    Nachdem die Karawane glücklich über die Mautstraße auf dem Parkplatz am Seewigtalstüberl eingetroffen ist, geht es auf ebener Straße zum Steirischen Bodensee. Dieser liegt idyllisch in einem Talkessel, ein Wasserfall stürzt malerisch zu Tale. Hier bewundern wir die Forellenzucht und die Kinder füttern begeistert die Forellen mit Fischfutter.
    Am Ostufer entlang umrunden wir den See und nehmen gemeinschaftlich den Anstieg zum Hüttensee in Angriff. Lea, Lisbeth und Helene laufen wie die Gemsen vorneweg, der Rest folgt in verschiedenen Fraktionen. Anton wird erst von Lydi und dann von Torsten tapfer in der Trage nach oben geschleppt, während Mike den kleinen Mila-Heizofen umgeschnallt hat. Es geht wirklich ziemlich sportlich bergauf, 400 Höhenmeter werden in ca. 1 Stunde überwunden. Unterwegs gibt es einen schönen Aussichtpunkt zum Wasserfall, der Blick zurück zum Bodensee ist fantastisch! Am Weg finde ich mit Nele später noch Heidelbeeren, bevor wir schließlich verschwitzt und erhitzt an der Hans-Wödl-Hütte am Hüttensee eintreffen.
    Hier gibt es Kaiserschmarrn, Nudelsuppe und Johannisbeerschorle (und selbstgepflückte Heidelbeeren) auf der schönen Terrasse, unter uns liegt der stille See, eingebettet im verwunschenen Grün der Berghänge.
    Mama, Sarah, Felix und ich laufen noch die letzte Etappe zum Obersee, während sich die restliche Mannschaft schon mal an den Abstieg macht.
    Der Blick zurück auf den Hüttensee beim Aufstieg ist unglaublich malerisch, die Almblumen am Wegesrand blühen in kräftigem Lila, Weiß, Blau und Gelb, ab und zu kommt auch die Sonne raus und überall plätschert Wasser über Steine und Felsen.
    Etwa 30 Minuten später stehen wir an dem kleinen Wasserfall, in dem Mama und Papa damals vor über 30 Jahren mal baden waren und erreichen über die letzte Kante den Obersee. Eine kurze Fotodokumentationsrunde, dann machen wir uns auf den Rückweg und eilen den Berg im Laufschritt hinunter. Tatsächlich treffen wir auf die anderen am Seeufer des Bodensees. Das Mädels-Trio ist schon vorgelaufen und erwartet uns ungeduldig auf der Terrasse des Gasthofes Forellenhof. Wir essen hier noch ein Eis, bevor wir uns auf den Rückweg zum Auto machen.
    Den geplanten Abstecher zum Mountain-Go-Kart-Fahren lassen wir sausen, dafür schwimmen wir im heimischen Pool, während Felix und Mama einkaufen, dann ist es auch schon Zeit, Abendessen für die Meute zuzubereiten. Morgen wollen wir ja auch früh los, deswegen soll es heute nicht zu spät werden! Wir Erwachsenen beschließen den Abend mit einigen Saunagängen und abendlichem Schwimmen im Hallenbad - was geht es uns gut!
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  • Königsetappe

    July 14, 2022 in Austria ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute gehen wir alle getrennte Wege. Familie Smyk trifft sich mit Freunden nochmal auf dem Hauser Kaibling, Sarah und Torsten fahren mit den Kindern zu den Riesachfällen. Für Mama, Papa, Felix und mich wird es ein früher Start - um 6 Uhr klingelt der Wecker, um 6:45 Uhr stehen wir bereits auf dem Wanderparkplatz am Hotel Feisterer. Von dort geht es bei zunächst wolkigem Himmel den Südhang hinauf zu einem alten Bekannten aus vergangenen Wandertagen - dem Guttenberghaus. Rund tausend Höhenmeter geht es stetig hinauf, vorbei an der malerischen Lärchbodenalm schraubt sich der Pfad immer weiter durch bergblumenbewachsene Hänge und Geröllfelder empor. Dank des frühen Startes ist es noch kühl und die Sonne bleibt hinter dem östlichen Bergkamm. Der Blick nach Süden reicht fast so weit wie gestern vom Dachstein, obwohl heute teilweise erhebliche Wolken über den Bergen hängen.
    Um 09:05 Uhr stehen wir am Guttenberghaus, machen unser Erinnerungs-Revival-Foto und kehren fürs Frühstück ein. Mama und Papa erkennen den Wirt aus dem damaligen Panoramahotel von 1991, der heute das Guttenberghaus betreibt. Man kommt ins Gespräch, zum Schluss bekommen wir noch einen selbstgebrannten Zirbenschnaps verabreicht.
    Da es bis hierher so gut lief, es noch früh am Tage ist und auf der Hütte die Stempelpässe für die Königsetappe rumliegen, geraten wir in so eine Wenn-nicht-jetzt-wann-dann-Stimmung und nehmen die Königsetappe in Angriff, anstatt direkt abzusteigen! Der Weg führt über die Feistererscharte und dann in einem Bogen um den Sinabell herum in Richtung Silberkarsee. Die Sonne bretzelt jetzt unbarmherzig vom inzwischen blauen Himmel auf uns hernieder und es zieht sich ganz schön hin, aber die Alpenblumen blühen so schön und schließlich erblicken wir auch tief unter uns den unglaublich schönen türkis-blauen See. Kurze Trinkpause, dann geht es an den Abstieg Richtung Silberkarklamm, als erstes passieren wir die unbewirtschaftete Stanglalm, wo man nur ein Loch in sein Heft stanzen muss.
    Dann geht es äußert unschöne 800 Höhenmeter am Südhang bergab, der Weg ist steil abfallend, geröllig und hat teilweise enorme Stufen, kurzum erfordert höchste Konzentration, starke Knie und Oberschenkel. Und es will einfach kein Ende nehmen! Schließlich erreichen wir schon ziemlich erledigt, hochrot, verschwitzt und mit vor Anstrengung zitternden Beinen die Silberkarhütte am Oberrand der Klamm. Hier steppt natürlich der Bär, alle Tische sind voll, wir quetschen uns irgendwo mit dazu, leeren eine Runde Getränke und stempeln unsere Hefte ab.
    Eigentlich wollten wir über den Ramsauer Höhenweg etwas abkürzen, aber die Wirtin rät eindringlich davon ab aufgrund erheblicher Unwetterwegschäden. Mama, Papa und Felix wollen es trotzdem versuchen aber ich lege mein Veto ein und wir steigen also durch die Klamm ab. Es ist längst nicht so voll wie befürchtet, dafür schön kühl; es geht auf hölzernen Stegen auf und ab, außerdem können wir die Wasserflaschen in den Wasserfällen nochmal mit eiskaltem Wasser befüllen. Das letzte Stück zurück zum Feistererhof - obwohl im schattigen Wald und halbwegs eben - zieht sich dann noch ganz schön, so dass wir ziemlich erschöpft gegen 14:30 Uhr humpelnd den Hof erreichen. Wir tauschen ein letztes Getränk beim Feisterer gegen den letzten fehlenden Stempel, dann können wir im Intersport unsere "Gelben Trikots" für die erfolgreich absolvierte Königsetappe abholen.
    Völlig fertig trudeln wir nach Hause, werfen Mama und Papa ab und fahren ins Freibad von Haus. Hier treffen wir auf Sarah, Torsten und 4 überbordend gut gelaunte Kinder. Das kühle Wasser tut jetzt unglaublich gut!!!
    Abends wird wieder gegrillt, Sarah und Torsten fahren anschließend noch zum Stadtfest nach Schladming, der Rest kann sich nicht mehr aufraffen und verbringt den lauen Abend auf unserem Hof.
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  • Reiteralm und Spiegelsee

    July 15, 2022 in Austria ⋅ ⛅ 13 °C

    Heute gibt es wieder einen deutlich entspannteren Tagesstart mit Ausschlafen und ruhigem Frühstück, das Wetter ist auch wieder eher durchwachsen. Gegen halb elf fahren wir los in Richtung Preunegg und dann mit der Seilbahn zur Reiteralm. Von dort geht ein schöner kleiner Wanderweg in ca. 45 min zum Spiegelsee. Bei schönem Wetter und Windstille spiegelt sich hier das Dachsteinmassiv auf der Seeoberfläche - aber heute gibt das Wetter dies eher nicht her. Egal, wir wandern mit unserem kompletten Tross hinauf, auch Anton läuft alles allein. Der Weg ist ziemlich gut frequentiert, vor allem sehr viele wild entschlossene Rentner sind unterwegs. Oben suchen wir uns eine Pausenstelle und packen den Kocher aus - eine weitere Hommage an vergangene Wandertage, wo wir so gut wie nie auf Hütten eingekehrt sind, sondern immer unsere mitgebrachte Tütensuppe gekocht haben. 😀
    Heute stellen wir fest, dass das Mitführen von Löffeln für Suppe auch nicht schlecht gewesen wäre und müssen daher mit kleinen Tupperboxen kreativ werden. Die Kinder stürzen sich auf die Nudelsuppe und streiten wie die Kesselflicker um die letzten Reste.
    Der See liegt wunderschön, wenn die Sonne rauskommt und die Oberfläche still ist, sieht man zumindest die Spiegelung des Wolkengebirges gegenüber - aber der Dachstein bleibt versteckt.
    Sarah, Torsten und Papa gehen anschließend übers Rippeteck und die Gasselhöhe zurück, Felix und ich machen mit den vier Mädels noch einen Abstecher zum Untersee, wo man sich mit einem Floß selber übersetzen kann, was wir mehrfach in beide Richtungen tun. Dann kann man entlang des Themenweges "Stille Wasser" gehen, es gibt Mühlräder, Wasserpumpen und zahlreiche Wasserspielgelegenheiten, sodass wir schlussendlich als Letzte wieder an der Reiteralm sind. Hier gibt es den obligatorischen Kaiserschmarrn und Kasnocken, während die Kinder hingerissen eine lebensgroße Plastikkuh melken. Dann bleiben wir noch auf dem Spielplatz mit Hüpfkissen und Trampolin und Riesenhängematte hängen, bevor wir wieder runterfahren und den Rest des Tages mit Baden, Saunieren und dem Verzehr eines riesigen Berges Pellkartoffeln verbringen. Daneben müssen wir natürlich packen, denn morgen werden sich unsere Wege trennen. Es war eine fantastische, entspannte Woche!
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  • Hopfriesen - Giglachseehütte

    July 16, 2022 in Austria ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute morgen geht das große Packen weiter, bis alles in den Taschen oder Rucksäcken verstaut ist. Mama und Papa sind schon in den frühen Morgenstunden aufgebrochen. Für uns gibt es noch ein letztes Frühstück in großem Kreise, dann fährt uns Sarah um 09:45 Uhr zum Obertal. Dort startet für uns am Wanderparkplatz Hopfriesen unsere Hüttentour. Nach einem kleinen Abstecher zum Nickelmuseum geht es auf kleinen Pfaden durch moosigen, felsigen Wald stetig bergauf. Der Giglachbach plätschert munter neben uns her. Hier ist es herrlich schattig und kühl, wir finden Walderdbeeren und jede Menge Heidelbeeren am Wegesrand.
    Nach etwa 250 Höhenmetern gibt es eine erste Verschnauf- und Picknickpause an der schönen, verlassenen Lackneralm, bevor wir den Fluss queren und es erst über die Forststraße und dann über einen kleinen überwucherten Pfad ordentlich bergauf geht. Erste Blasen werden mit Pflaster versorgt... Weitere 600 Höhenmeter quälen wir uns so mit den Rucksäcken bergauf, bevor wir hinter dem Knappenkreuz den Landauersee rechts liegen lassen und erst noch mal eine kleine Pause im Gras machen, die wir wegen meiner neuentdeckten Gräserallergie vorzeitig abbrechen müssen. Nun geht der Weg das allerzauberhafteste Stück über die Giglachalmen, immer am sprudelnden Bach entlang, die Wiesen blühen in voller Sommerpracht. Hinter den verlassenen alten Knappenhäusern, wo die Kinder nochmal die Füße in den Bach halten, sehen wir ein paar szenisch sehr stimmungsvoll platzierte Hochlandkühe, bevor wir wenig später endlich am Unteren Giglachsee eintreffen. Der Weg zur Ignatz-Mattis-Hütte zieht sich noch ganz schön, aber schlussendlich greifen die Kinder ihre wohlverdienten Stempel ab und es gibt einen - unerfreulich lauwarmen - Almdudler auf der Terrasse. Leider gibt es ein Malheur, da Felix' Radler über Leas Stempelheft (sowie meiner Hose und meinen Schuhen) landet, aber es gelingt doch noch das Heft zu retten.
    Dann sind es nur noch 15 Minuten an den schönen Seen entlang bis zur Giglachseehütte, wo wir um 16:45 Uhr eintreffen und unser schönes Zimmerlager beziehen. Anschließend fallen wir zum Essen in der Gaststube ein und laben uns an Kasnocken, Gulasch, Würstchen und Kaiserschmarrn. Anschließend gibt es Würfelspiele und Uno, die Kinder sind bester Laune und kichern und lachen um die Wette.
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  • Giglachseehütte - Duisitzkarseehütte

    July 17, 2022 in Austria ⋅ ☀️ 18 °C

    Wir schlafen unterschiedlich gut in unserem Lager, aber insgesamt war es doch sehr gemütlich. Besonders Nele war es etwas kalt nachts und so schläft sie unter meiner Decke noch tief und fest als der Wecker klingelt. So müssen wir es ertragen, dass bereits alle Brötchen weg sind und wir mit Mischbrot vorlieb nehmen müssen. Die Frühaufsteher Lea und Felix sind da deutlich besser dran, die haben noch Brötchen erwischt.
    Draußen strahlt die Sonne vom wolkenlosen Himmel, es verspricht ein warmer Tag zu werden. Kurz vor 9 Uhr wandern wir los, diesmal am Südufer des unteren Giglachsees entlang und dann ein kleines Stück zurück Richtung der zauberhaften Giglachalmen. Hier treffen wir heute als Gipfel des Kinderglücks auf eine Herde grasender Pferde mit den entsprechenden Konsequenzen - es gibt eine lange Streichel- und Füttersession. Nebenbei wird hier der erste Splitter aus Neles Finger entfernt.
    Jetzt geht es über den Weg 775 angenehm bergauf, vorbei an der Grobfeld-, Giglachalm- und Murspitze. In die andere Richtung sehen wir in der Tiefe die Giglachalmen und den Landauersee von gestern vorüberziehen. An einem schönen Aussichtspunkt machen wir eine Frühstückspause, bevor wir weiter über deutlich ausgesetzte Pfade wandern. Schließlich erreichen wir den Murspitzsattel (2013m) hier eröffnet sich der Blick hinab ins Duisitzkar mit dem See tief unter uns. Nach Abgreifen eines Gipfelstempels geht es an den langen Weg bergab, zunächst über eine etwas haarige, seilversicherte Stelle, die wir aber gut meistern und dann geht es einfach unglaublich lange bergab und bergab und bergab. Zermürbenderweise hat man ja das Ziel die ganze Zeit vor Augen. Irgendwann erreichen wir die Baumgrenze, ab hier geht es durch schattigen, duftenden Nadelwald, bis wir gegen 13:30 Uhr das Seeufer erreichen und zur Fahrlechhütte laufen: unser Übernachtungsziel für heute Nacht. Auf der schönen Seeterrasse gibt es Heidelbeerkaiserschmarrn und Palatschinken mit Vanilleeis um den sich die Kinder reißen. Die Szenerie am See ist einfach unglaublich, eine absolute Traumkulisse! Felix traut sich als erster, von der Plattform ins Wasser zu springen, dann folgen Lea, Nele und ich. Es ist eiskalt!!!! Man hält es wirklich nur kurz aus, die Gliedmaßen werden sofort taub, aber es erfrischt unglaublich.
    Den Rest des Tages verdaddeln wir auf der kleinen Plattform am See mit Sonnen und Faulenzen und Aussicht-Genießen, das Solarpaneel leistet derweil gute Dienste und lädt alle unsere Geräte auf. (Zwischenzeitlich schaffen es sowohl Lea als auch Felix und Nele sich an den Holzbänken Splitter an diversen Extremitäten einzufangen, die ich alle fachmännisch entferne😎 )
    Lea und Nele spielen aufs Schönste in dem kleinen Spielhäuschen und servieren uns imaginäre Gerichte, außerdem bewundern sie die umherhoppelnden Hasen. So lässt es sich aushalten!
    Gegen halb fünf brechen Felix, Lea und Nele nochmal auf, um die Pferde auf der anderen Seeseite zu besuchen und weitere Streicheleinheiten zu verteilen. Danach gibt es Abendessen (die Küche schließt schon 18 Uhr), anschließend bleibt nichts zu tun als den schönen Sommerabend zu genießen.
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  • Duisitzkarsee - Schladming - Kirchremda

    July 18, 2022 in Germany ⋅ ☁️ 29 °C

    Wir haben wunderbar in dem Matratzenlager der Fahrlechhütte am Duisitzkarsee geschlafen, obwohl es sich doch noch ganz gut gefüllt hat. Aber wir ratzen alle miteinander so tief und fest, dass der erste Wecker um 07:30 Uhr böse Blicke erntet 😅
    Draußen begrüßt uns erneut strahlendes Postkartenwetter und ein im Morgenlicht still ruhender See. Direkt vor dem Lagereingang brüten irgendwelche Vögel und man hört das aufgeregte hungrige Piepsen der Vogelküken. Wir sind auch hungrig, aber die Hütte liegt noch verlassen da. Gegen 8 Uhr kommt dann aber jemand angebraust, kocht Kaffee und Kakao und bereitet Frühstück. Wir frühstücken in der Sonne, die schon ziemlich Kraft hat! Die Mutigen springen nochmal in den See als letzte Erfrischung vor dem Abstieg, dann geht es los auf den letzten Abschnitt runter zum Parkplatz an der Eschachalm. Es fällt schwer, sich von den Bergen zu trennen, und noch dazu an einem so perfekten Tag!
    Den ursprünglich anvisierten Weg über die Neualm lassen wir aus Zeitgründen weg und gehen direkt auf kürzestem Wege bergab. Auf halben Weg hinunter treffen wir wie vereinbart an den Saghütten die Schneiders um Autoschlüssel und Papiere gegen Hüttenschlafsack und Wanderstöcke zu tauschen. Dabei fällt auf, dass Felix seinen Ehering vor dem morgendlichen Sprung in den See an Lea abgegeben hatte, die ihn dann aus Langeweile auf einen Aschenbecher gelegt hat... und da liegt er wohl immer noch.😱
    Wutschnaubend und panisch macht sich Felix wieder auf den Weg nach oben und erreicht den See in rekordverdächtigen 20min - und der Ring ist noch da!
    Nach dieser unfreiwilligen Einlage geht es dann weiter, es kommen uns ganze Horden entgegen, aber schließlich erreichen wir den Parkplatz. Schön war's! Und eigentlich viel zu kurz🤨
    Um 12Uhr rollen wir los, holen noch die wohlverdienten goldenen Wandernadeln in der Touriinfo Schladming ab und machen uns auf den Weg nach Norden. Baustellen, Staus und Unfälle machen das Vorankommen mühselig, erst gegen 20 Uhr erreichen wir das Tagesziel, den Landkulturhof Glücksbringer in Kirchremda - mitten im thüringischen Nirgendwo. Hier ist wirklich der Hund begraben! Der Hof ist sehr schön, die Fereinwohnung tipp topp und wir hoffen, morgen noch ein paar der Bewohner kennenzulernen. Katzen und Kaninchen haben wir schon gesehen, aber der Pferdestall ist leer, wahrscheinlich sind die alle auf irgendeiner Weide. Hühner soll es auch geben, aber vorerst geben wir uns mit dem Erwerb einer Packung Eier zufrieden.
    Schnell ein paar Spaghetti auf dem Balkon in der untergehenden Sonne verzehrt, dann ist es schon fast 22 Uhr und wir sind alle ziemlich erledigt von der langen Fahrt!
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  • Saalfelder Feengrotten

    July 19, 2022 in Germany ⋅ ☀️ 33 °C

    Nach entspannter Nacht gehen die Kinder schonmal runter auf den Hof die Lage checken. Wunderbarerweise werden grade die Pferde von der Weide geholt und die Mini-Shetties auch, da geht der Tag schonmal gut los! Kurze Zeit später werden die Hasen ins Freigehege gelassen und als ich Nele dazusetze, setzt eine Art Sternmarsch ein und sie verschwindet fast unter einem Meer von Hasen. Nun müssen also Unmengen Gras verfüttert werden, auch ein Apfel muss geopfert werden und findet großen Anklang.
    Um 9 Uhr essen wir auf dem Balkon Frühstück, man merkt schon dass es ein heißer Tag werden wird! Um 10Uhr ist Ponyreiten für alle, die wollen - klar wollen wir. Die Auswahl steht zwischen dem Shetlandpony Pedro und dem riesigen Friesenpferd Tikko. Auf der Weide, die in der prallen Sonne liegt, werden nun also abwechselnd Runden gedreht, man kann reiten oder führen. Zum Reiten ist Tikko eindeutig der Favorit, fast alle wollen auf dem "großen Pferd" sitzen. Aber die Hitze ist wirklich mordsmäßig, die Luft flimmert, die Weizenfelder liegen gelb und staubtrocken da, an den Wegrändern summen träge einige Insekten in den Pflaumenbäumen und Disteln. Nach anderthalb Stunden geben wir auf und flüchten in unsere wunderbar kühle Wohnung. Die Kinder finden derweil schnell Anschluss, sodass es wenig Begeisterung hervorruft, als wir gegen 12 Uhr zu den Saalfelder Feengrotten aufbrechen. In den Grotten sind nur 10°C, sodass wir uns bei knapp 40°C draußen mit langen Hosen und festen Schuhen beim Warten auf die Kinderfühurng erstmal recht unwohl fühlen.😅 Kurz vorher werden alle zusätzlich mit Capes und nach Wunsch mit Zwergenmützen ausgestattet, dann fahren wir in den Stollen ein. Es ist interessant und kurzweilig (und kalt!) und man erfährt einiges über das Bergmannshandwerk. Nach Besichtigung einiger schöner Grotten sind wir nach ca. 1h zurück in der abartigen Hitze des Tages. Wir halten uns eine ganze Weile beim Schatzsuchen/Goldwaschen auf und finden einige schöne kleine Edelsteine. Mit einem Eis geht es dann auf ins Feenweltchen, hier werden die Kinder von den Feen zunächst geschminkt, dann geht es durch den Magischen Garten der Feenpflanzen, den Hain der Lichtelfen, die bunte Elfenwiese und das dunkle Reich der Waldgeister. Es gibt unglaublich viel zu entdecken und auszuprobieren, Feenxylophone, Kletterfiguren, Wasserspiele, Schaukeln, Trollgold suchen, Wippen, den Zwitscherdom, ein Vogelnest zum Reinklettern aber auch die düstere Trollburg und ein riesiges Spinnennetz zum Klettern. Der Park schließt unerwarteterweise um 17 Uhr, was uns erst auffällt als es plötzlich ziemlich leer wird und wir alleine sind. Über eine steile Rutsche geht es hinaus aus der Feenwelt zurück zum Auto.
    Es war ein sehr schöner Ausflug, bei etwas entspannteren Temperaturen wäre es wahrscheinlich noch schöner gewesen! Zurück auf dem Hof verschwinden die Kinder sofort und ich lese noch zwei entspannte Stündchen auf dem Balkon bevor es dann Salat und Pizza zum Abendessen gibt. Nach Sonnenuntergang kann man endlich aufatmen, es ist angenehm, Zeit für ein entspanntes Glas Rotwein!
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  • Freibad Saalfeld

    July 20, 2022 in Germany ⋅ ⛅ 37 °C

    Der Tag bricht erneut heiß und trocken herein, schon früh am Morgen sind es fast 30°C.
    Lea und ihre neue Freundin füttern gleich wieder hingebungsvoll die Hasen und sie lässt sich nur ungern durch Profanitäten wie das Frühstück unterbrechen.
    Um die Hasen vor dem Überfütterungstod zu bewahren, brechen wir doch irgendwann auf in Richtung Freibad - etwas anderes kann man bei erwarteten 39° im Schatten nun wirklich nicht machen. Im Saalfelder Freibad ergattern wir einen Schattenplatz, das Wasser ist sauber und herrlich kühl, eine große Rutsche und allerlei Wasserspeierzeugs ist auch da. Treffer! So vergammeln wir den ganzen Tag am und im Wasser mit Schwimmen und Tauchen und Plantschen und ernähren uns hauptsächlich von Eis.
    Gegen 17 Uhr reicht es dann langsam, nach einer Runde Speedshopping neuer Sportsachen für Leas neues Schuljahr holen wir in Rudolstadt noch einen gemischten Tapasteller aus einer Taverne ab und fahren über einige Umwege heim - eine unangekündigte Straßensperrung und äußerst ungeeignete Umfahrungalternativen über Betonsteinstraßen mit reifendicken Lücken lassen uns um unsere Stoßdämpfer bangen.
    Während wir unsere Tapas mit einem Gläschen Rotwein verzehren und wegen der Hitze literweise Wasser dazu trinken, sind die Kinder schon wieder mit ihren jeweiligen Gangs unterwegs... nach Sonnenuntergang ist es immer noch 30 Grad warm, der Sommerabend nimmt kein Ende, bis 22 Uhr spielen die Kinder noch sorglos auf dem Hof - das scheint so das inoffizielle Ins-Bett-Geh-Limit aller Familien hier zu sein.😅
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  • Wartburg & Drachenschlucht

    July 21, 2022 in Germany ⋅ ⛅ 26 °C

    In den Morgenstunden hat es endlich geregnet, so dass es heute früh angenehm kühl und wolkig ist. Der Tag beginnt mit einem schönen Frühstück auf dem Balkon, heute auch mit Sekt zur Feier des Tages. 10 Jahre verheiratet! Kinder wo ist die Zeit nur hin?!?
    Heute ist auf dem Hof großer Abreisetag, alle anderen Familien reisen ab, da passt es ganz gut, dass wir heute auch wieder Pläne haben. Wir fahren nach Eisenach um DIE deutsche Burg schlechthin zu besichtigen - die Wartburg. Wir ergattern einen der letzten Parkplätze und steigen die restlichen Höhenmeter hoch zur Burg, besichtigen die Zugbrücke, den schönen Innenhof; die Kinder begeistern sich für einen "abscheulichen" Brunnen, einen alten Reiseplanwagen wie aus Luthers Zeiten sowie die schneeweißen Tauben der Burg, wir uns mehr für die alten Mauern und das Fachwerk. Ich kassiere leider einen Bienenstich (zum Glück führen wir Eisakkus im Kühlrucksack mit), dann reihen wir uns noch schnell ein für die nächste Führung durch die Innenräume. Kinderadaptierte Führungen gibt es leider nicht und so hat die Führung doch einige Längen für Lea und Nele, aber sie machen tapfer und brav alles mit. Die Gemächer der Ritter mit einem riesigen Kamin sowie das Esszimmer mit königlich anmutenden Mobiliar gefallen aber sehr, und der Raum der Frauen ist sowieso der Hammer, über und über mit goldenen Mosaiken besetzt! Martin Luther interessiert Lea und Nele eher weniger, es gelingt uns auch irgendwie nicht, seine immense Bedeutung richtig zu vermitteln 😅 Egal, die Lutherstube wird trotzdem bestaunt, in der aktuellen Ausstellung verliebt sich Nele in eine alte Schreibmaschine und tippt hingebungsvoll darauf herum, in der Leseecke lesen wir noch ein paar Bibelgeschichten in einer Kinderbibel.
    Nach dem Erwerb eines kleinen Souvenirs gibt es draußen ein Picknick, bevor wir noch den Südturm erklimmen und die Aussicht genießen.
    Gegen 15 Uhr machen wir uns auf den Weg zurück zum Auto und fahren noch zur Drachenschlucht, die wir vom Parkplatz Hohe Sonne nach einem Eis abwärts durchwandern. Zwischen den Felswänden ist es kühl und moosig, ein kleiner Bach gluckert unter unseren Füßen. An der engsten Stelle sind nur 68cm zwischen den Felsen, es ist wirklich ziemlich abenteuerlich! Die Kinder sind bester Laune und albern mit Felix herum, so dass die ganze Schlucht von ihrem Gegiggel profitiert 😀
    Dann fahren wir erstmal nach Hause, da es uns zum Essen gehen noch etwas früh erscheint. Aber die moderne Küche scheint nicht grad eine Stärke von Mittelthüringen (eher so Sülze und Würzfleisch), so dass wir uns erst nach recht mühseliger Recherche für ein indisches Restaurant in Rudolstadt entscheiden. Das Essen ist hier aber sehr sehr lecker, die Kinderkarte bietet neben Chicken Korma auch Fischstäbchen und Chicken Nuggets, so dass auch unsere Mäkelliesen was finden. Aber sie probieren tapfer Bhatura, Palak Paneer, Chicken Korma und Mango Lassi 😊
    Auf dem Bauernhof ist inzwischen eine Hochzeitsgesellschaft für morgen angereist, so dass wir uns ein bisschen fehl am Platze fühlen. Trotzdem sitzen wir noch lange draußen auf dem Balkon und genießen den Sommerabend, die Kinder gestalten Neles neues Wisch-und-Weg-Buch und amüsieren sich endlos - es gibt ja nichts Ansteckenderes als Kinderlachen!
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    Trip end
    July 22, 2022