• Hängebrücke, Erdpyramiden & Freibad

    12. august 2025, Østrig ⋅ ☀️ 30 °C

    Nach der eher suboptimalen Schlafqualität auf den Hütten schlafen wir heute erstmal gründlich aus und gehen erst um 9 Uhr zum Frühstück. Es ist superlecker mit verschiedenen Eierspeisen, Brötchen, Marmeladen, Früchten, verschiedenen Müslis, Säften und so weiter. Am besten ist natürlich, dass man hinterher einfach aufstehen und den Tag beginnen kann 😊
    Wir haben uns geschworen, heute etwas zu unternehmen, was keine Wanderschuhe erfordert, und so fahren wir talauswärts nach Arzl zur Benni-Raich-Brücke um dort eine kleine Rundwanderung durch die hoffentlich kühle, schattige Pitzeklamm zu machen. Leider müssen wir vor Ort feststellen, dass der Luis-Trenker-Steig durch die Schlucht wegen Steinschlaggefahr gesperrt ist 🤨
    Also bleibt es bei einem Spaziergang über die Brücke, es ist auch schon wieder brutal heiß und wir beobachten einige Todesmutige, die sich hier an Seilen in die Tiefe stürzen.
    Dann fahren wir ein Stück weiter zu einem kleinen Rundweg in der Nähe, wo man geologisch sehr wertvolle und einzigartige Erdpyramiden sehen können soll (nadelartige aufragende Reste von Gletschermoränen mit einem Stein obendrauf). Es ist ein sehr schöner schattiger Rundweg, der immer wieder einen kleinen Bach kreuzt. Wir passieren die kleine Siedlung Hohenegg, wo der Brunnen für Abkühlung und viel Spaß sorgt. Zurück im dunklen Wald folgen wir dem Steig zu einem kleinen, sehr naturbelassenen Wasserfall, wo wir lange auf den feuchten Steinen herumklettern und die kühle Gischt genießen. Irgendwie haben wir die Erdpyramiden nicht so richtig gesehen, wir sehen nur noch eine, die aber ihren "Steinhut" inzwischen verloren hat und dementsprechend nun der Erosion preisgegeben und eher weniger spektakulär ist.
    Egal, jetzt wollen alle eigentlich nur noch ins Freibad und wir steuern den Pitzpark an, der glücklicherweise trotz des Bombenwetters nicht übermäßig überlaufen ist, aber zwei herrlich kühle Naturschwimmteiche sowie ein Sprungbecken hat. Einen kleinen Kiosk gibt es auch, also haben wir alles was wir für einen unproduktiven Nachmittag brauchen. Nele stürzt sich ununterbrochen vom 3-Meter-Turm, während Lea ihre Kopfsprünge perfektioniert.
    Die Sonne verschwindet ja immer recht zeitig hinter den Bergen, also packen wir 18 Uhr zusammen und fahren nach Hause zum Abendessen – heute wird gegrillt!
    Bade- und sonnenmüde asseln wir danach nur noch rum, betreiben ein bisschen Recherche für morgen und hören vom Balkon der rauschenden Pitze zu - ein erstaunlich aggressives Gewässer, welches wahrscheinlich das bei den Temperaturen rapide abschmelzende Gletschereis Richtung Inn befördert.
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