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Ötztal & Pitztal

A 15-day adventure by Julia, Xilef Remark, Lea & Nele Read more
  • Trip start
    August 2, 2025

    Berlin - Niederthai

    August 2, 2025 in Austria ⋅ 🌧 8 °C

    Nach gewohnt stressigem Pack-Tag halten uns Neles Bauchschmerzen und Fieber bis tief in die Nacht wach. Sie wird doch wohl keine Blinddarmentzündung ausbrüten? Wir beschließen nachts spontan nach Befund zu entscheiden und da es ihr eher etwas besser geht und wir ja schließlich nicht in die äußere Mongolei fahren, beschließen wir das Risiko einzugehen und fahren gegen halb vier los.
    Entgegen finsterer Prognosen hinsichtlich Ferienstaus kommen wir problemlos durch, die Kinder schlafen geradezu vorbildlich und selbst ich schlummere mal kurz ein. Nur der arme Felix muss Auto fahren und traut sich gar nicht, für einen Fahrerwechsel anzuhalten, weil wir alle so selig schlummern. So tauschen wir erst bei Ingolstadt, es regnet fast ununterbrochen, also halten wir uns gar nicht lange auf und fahren weiter. Wir fahren kurz in München ran um nochmal den Tank aufzufüllen damit wir noch bis über die Grenze kommen und besorgen zur Abschreckung eine Flasche Antibiotikum für Nele. Sie hat immer noch Bauchschmerzen und sieht ganz schön mau aus, aber sie sagt es ginge schon besser.
    Schon mittags sind wir im Ötztal und greifen zunächst in der Touri-Info noch einige Flyer und Broschüren ab und holen uns Inspiration für einen kalten, verregneten Nachmittag.
    Anschließend fahren wir nach Niederthai, das sah auf der Karte wie ein ganz kurzer Abstecher von der Ötztal-Hauptstraße aus - tatsächlich haben wir die knapp 400 Höhenmeter ignoriert, die man sich hier 10min lang in Serpentinen hochkämpft.😅 Aber es ist natürlich deutlich ruhiger hier oben.
    Wir haben eine super schöne, gemütliche Ferienwohnung mit Balkon und schöner Aussicht (so weit man das bei den tiefhängenden Regenwolken sagen kann) und zum Glück dürfen wir auch schon rein, obwohl es ja erst 13 Uhr ist.
    Nach dem Auspacken gibt es mitgebrachte Restpizza von gestern; anschließend beschließen wir hier direkt in Niederthai auf einen kleinen Rundwanderrweg mit Geocaching zu starten. Die entsprechende Schatzkarte gabs in der Touri-Info und so statten wir uns regenfest aus und starten direkt von der Haustür aus. Die frische Luft tut so gut! Zum Glück nieselt es nur noch leicht.
    Es geht erstmal ganz sportlich bergauf und dann auf einem kleinen Pfad auf die ca 5km lange Tauferbergrunde. Unterwegs finden wir Walderdbeeren, Heidelbeeren und Preiselbeeren im tropfnassen Wald - herrlich! Bald sind wir am ersten Geocache und notieren die gefundenen Buchstaben auf unserer Schatzkarte. Es macht wirklich Spaß und ist auch für die Kinder sehr unterhaltsam. Beim dritten Cache bleiben wir erfolglos und hoffen, mit Hilfe der anderen Buchstaben trotzdem das Lösungswort zusammenzukriegen! Der Weg ist insgesamt durch den ganzen Regen der letzten Tage und Wochen super matschig und mit Pfützen durchsetzt, das ist dann gleich mal die erste Bewährungsprobe zum Thema Wasserdichtigkeit von Wanderschuhen.😅
    Ab dem fünften Cache fängt es leider doch wieder an zu regnen und wir haben auch die Temperaturen gehörig unterschätzt! Es sind ungefähr 10°C - im August (!), und so bereuen wir schon, die Mützen und Handschuhe in der Unterkunft liegen gelassen zu haben. 🙈
    Felix opfert alle seine Jacken für unser krankes Hühnchen, damit ist es zumindest für Nele deutlich besser. Den letzten Cache verpassen wir, weil wir irgendwo falsch abgebogen und leider die blöde Forststraße bergab gelatscht sind, aber wir können unser Rätsel noch retten indem wir einen kleinen Umweg machen.
    Nun wird es aber auch höchste Zeit, nochmal tanken zu fahren, in der Touriinfo die Belohnung für das gelöste Geocachingrätsel abzuholen (Lea sucht sich einen kleinen Kompass und Nele eine Taschenlampe aus) und einkaufen zu gehen, denn 18 Uhr macht hier wirklich alles zu.
    Zurück in der Unterkunft asseln Felix und die Mädchen wohlverdient gemütlich auf dem Sofa, während ich die unvermeidlichen Nudeln zubereite.
    Nach einer heißen Dusche müssen wir jetzt eigentlich alle nur noch ins Bett!
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  • Greifvögel, Ötzidorf & Stuibenfall

    August 3, 2025 in Austria ⋅ ⛅ 16 °C

    Wir schlafen in Ruhe aus und beginnen mit einem entspannten Frühstück - von unserer Vermieterin gibt es einen Krug frische Milch von den Kühen aus dem Stall dazu (die bei weitem nicht so schlimm schmeckt wie ich stallfrische Milch in Erinnerung habe).
    Da das Wetter auch heute unter seinen Möglichkeiten bleibt, beschließen wir lokal zu bleiben und fahren hinunter zum Ötzidorf und dem daneben gelegenen Greifvogelpark. Unterwegs halten wir kurz an einem Aussichtspunkt, wo man das Ötztal und den Stuibenfall sehen kann. Wir beginnen bei den Greifvögeln, da 11:30 Uhr dort eine Flugvorführung stattfindet und das zeitlich gut für uns passt. Die Flugshow ist total beeindruckend und atemberaubend, wir sehen Milane, Turmfalken, Europäische Seeadler, Kolkraben, Geier, Wüstenbussarde sowie einen Riesenseeadler; es wird auch ziemlich viel Interessantes zu den Vögel erzählt!
    Anschließend dürfen die Kinder einen Turmfalken auf dem Arm halten, was natürlich auch fotografisch festgehalten wird :-)
    Danach ziehen wir durch das Ötzidorf, wo man sehr aufwendig ein Dorf aus der Jungsteinzeit rekonstruiert hat. Dort ist heute auch irgendein Steinzeitfest, was die Sache eher anstrengend macht, da es sehr voll ist. Wir besichtigen Hütten mit gegerbten Fellen, Feuerstellen, Werkstätten zum Herstellen von Steinwerkzeug, die Kinder dürfen noch ein kleines Brot backen, bevor wir viel über die damalige Kleidung bei einer Art Steinzeitmodenschau lernen. Nachdem wir den Zorn einer schwer genervten Angestellten auf uns ziehen indem wir versuchen auf der Brotbackplatte auch einen Pancake wiederzuerwärmen, ziehen wir langsam von dannen. Es gibt noch eine kleine, ziemlich interessante Ausstellung zum Ötzimann - die Kontroversen und wissenschaftlichen Debatten um den Fund sorgen bei uns noch den ganzen Tag für Gesprächsstoff!
    Anschließend wollen wir nochmal geocachen aber auch zum Stuibenfall, sodass wir beides kombinieren und über einen sehr schönen Waalweg zum Fuß des Wasserfalls wandern. Von hier führt eine sehr krasse Brücken- und Treppenkonstruktion mehrere Hundert Meter bergauf am Wasserfall entlang. Hier kommt auch ein wenig die Sonne heraus, so dass wir ganz schön ins Schwitzen kommen und uns unterwegs bereitwillig von der stiebenden Gischt abkühlen lassen :-)
    Oben am Berg gibt es einige Unstimmigkeiten bei der Wegführung, weshalb wir ziemlich viel hin- und herlaufen. Schlussendlich ist dies unser Glück, da es gerade zünftig zu regnen beginnt, als wir endlich am Gasthof Stuibenfall eintreffen - perfektes Timing für einen heißen Kakao und einen Kaiserschmarrn! (Dieser ist dermaßen krass mit Zucker karamellisiert, dass wir sehr froh sind dass wir nur einen bestellt haben.)
    Anschließend geht es strammen Schrittes über den schönen Umhauser Höhenweg leicht bergab, bevor wir auf einen steil abfallenden Pfad durch zauberhaften Mooswald abbiegen.
    Dann schlagen wir die Kurve auf den schönen und sehr unkomplizierten Geocaching-Weg und haben wieder viel Spaß beim Finden der Buchstaben. Nur der letzte Cache liegt jetzt nicht mehr auf dem Weg, aber es reicht langsam auch - erst 19:30 Uhr kommen wir ziemlich erschlagen wieder am Auto an.
    Nach dem Abendessen reicht es nach dem langen Tag nur noch fürs Sofa und einen Filmabend 😅
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  • Horlachtal

    August 4, 2025 in Austria ⋅ ☁️ 9 °C

    Nach zunächst etwas hoffnungsvolleren Wettervorhersagen ist es nach wie vor nasskalt und wolkenverhangen. Da große Bergtouren bei dem Wetter einfach keinen Sinn machen, starten wir heute direkt an der Unterkunft in Niederthai und wollen das Horlachtal bis zur Schweinfurter Hütte ablaufen. Morgens beobachten wir eine Gruppe, die mit Alpakas durch Niederthai zieht, das weckt gleich Begehrlichkeiten😅 Aber wir machen uns zunächst ohne tierische Unterstützung auf über einen kleinen Waldweg und versuchen den einsetzenden Nieselregen so gut es geht zu ignorieren. Links unter uns rauscht der Horlachbach bergab in Richtung Ötztal, nach gut einer Stunde treffen wir den Bach wieder an der Jausenstation Larstigalm. Die hat heute Ruhetag, aber netterweise gibt es trotzdem einen Stempel für die Wanderpässe, bevor wir weiter durch das wunderschöne, sattgrüne Horlachtal taleinwärts ziehen, jetzt auf der nicht ganz so charmanten Schotterstraße. Zum Glück ergibt sich irgendwann die Möglichkeit, für die letzte halbe Stunde wieder auf einen kleinen Pfad abzubiegen, der quer über eine wahnsinnig matschige Kuhweide bergan führt. An der Schweinfurter Hütte fängt es wieder stärker an zu regnen, aber man empfängt uns hier eher etwas unterkühlt, also bleibt es bei einem Stempel. Nach 5 Minuten weiterem Wandern im Regen erreichen wir die Zwieselbacher Sennhütte, welche uns in Niederthai kaiserschmarrntechnisch empfohlen wurde. Hier ist die Wirtin wahnsinnig nett, hat aber generell nur draußen Sitzgelegenheiten mit einem einzigen überdachten Tisch, den wir uns also mit zwei Herren aus dem Rheinland teilen. Drinnen steht man tatsächlich gleich in der Küche, wo man uns den versprochenen, superleckeren Kaiserschmarrn zu erstaunlich humanen Preisen zubereitet.
    Währenddessen geht der Regen hinter uns in Strömen nieder, so dass wir eigentlich alles anziehen was wir mithaben 🥶 und uns ansonsten zu unserem Timing beglückwünschen.
    Als der Regen nachlässt machen wir uns auf den Rückweg, und da es ja jetzt grad trocken ist, machen wir uns noch an den Abstecher zur Finstertaler Sennalm über einen ganz zauberhaften Bergpfad mit mehreren Wasserfallquerungen. Die Sennalm ist einfach traumhaft schön gelegen, aber leider können wir hier wegen erneut einsetzenden Regens auch nicht verweilen. Es geht auf einem matschigen, nicht endend wollenden Pfad steil hinab zur Schotterstraße, der wir zurück zur Larstigalm folgen. Hier queren wir den Horlachbach und folgen dem Bergmahderpfad zurück nach Niederthai. (Aufgrund des extremen Gefälles werden die Bergwiesen hier immer noch mühevoll von Hand gemäht!)
    Zurück an der Unterkunft stellen wir fest, dass es doch knapp 18 km geworden sind und unsere Erschöpfung dementsprechend gerechtfertigt ist 😅
    Nach dem Essen spielen wir noch Uno und Biberbande und hoffen, dass das Wetter morgen wirklich mal besser wird!
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  • Wildes Mannle & Breslauer Hütte

    August 5, 2025 in Austria ⋅ ⛅ 11 °C

    Endlich gutes Wetter! Als wäre nix gewesen, strahlen uns morgens blauer Himmel und Sonne entgegen. Wir stehen früh auf, schmieren Brötchen und fahren mit dem Auto tief ins Ötztal hinein nach Vent, um heute mal etwas höheralpine Luft zu schnuppern und unseren ersten Dreitausender in Angriff zu nehmen - das Wilde Mannle (3023m).
    Ein paar Höhenmeter sparen wir uns dennoch, indem wir den Sessellift bis zum Stableinalm (2354m) nehmen. Ab hier genießen wir schon die klare Luft und den fabelhaften Blick auf die zahlreichen Dreitausender-Gipfel des Venter Talschlusses. Es geht stetig bergan, zunächst nicht ganz so reizvoll auf breiten Wegen unter einem derzeit geschlossenen weiteren Lift empor bis zu dessen Bergstation. Ab hier schlagen wir den hochalpinen Weg zum Wilden Mannle ein, der schon Trittsicherheit, Konzentration und einige Unbefangenheit gegenüber ausgesetzten Wegen und Abhängen erfordert. Aber wir schaffen gut Höhe, (besonders auf einem steilen, seilversicherten Abschnitt muss man eher klettern als wandern) und warm wird uns auch, sind wir doch bei knalliger Sonne am Südhang unterwegs. Zum Glück sind wir relativ früh gestartet!
    Um ca 11:15 Uhr stehen wir nach gut 2h Gehzeit am Gipfelkreuz des Wilden Mannle und freuen uns wie die Schneekönige über den Wahnsinnsausblick, die schneebedeckten Gipfel rundum, den Blick zum zweithöhsten Berg Österreichs, der Wildspitze, zum Rofenkarferner und seinem kleinen Gletschersee sowie über den strahlenden Sonnenschein.
    Nach ausgiebiger Pause ziehen wir weiter über den blockgerölligen Gipfelgrat bevor wir durch den Rofenkarsteig absteigen. Auch hier geht es sportlich in die Tiefe, aber zum Glück immer mit Seil und Trittstufen, und ehe wir es uns versehen laufen wir über einen kleinen Grat entspannt weiter bergab zum Gletschersee. Wir nutzen Neles Sachkundekenntnise um die nun rasch aufziehenden Wolken richtig einzuordnen😁, beglückwünschen uns erneut zum frühen Aufbruch bevor wir den Gletscherfluss queren und in ziemlich viel Auf und Ab auf ganz zauberhaften Höhenwegen noch etwa eine Stunde am Hang entlang zur Breslauer Hütte wandern.
    Hier lassen wir uns auf die Terrasse fallen, machen Mittagspause und laben uns an Spaghetti (die Kinder sind kreativ in ihrer Wahl...), Nudelsuppe und Käsespätzle.
    Zurück zur Seilbahnstation geht es jetzt etwa eine Stunde nur noch bergab, wir vertreiben den Kindern die Zeit mit Ratespielen und sehen noch Pferde, bevor wir wieder zu Tale schweben.
    Kurz überlegen wir noch irgendwo schwimmen zu gehen, aber das Ötztal wartet mit einer beeindruckenden Leere an geeigneten Schwimmhallen auf und Freibad ist uns bei 19 Grad und ziemlich dichten Wolken jetzt auch zu frisch.
    Außerdem haben wir ja noch 1h Fahrt vor uns, also lösen wir in Längenfeld noch die Belohnung vom Geocaching von vorgestern ein und essen ein Eis. (Sowohl hier in Längenfeld als auch in Sölden ist aber dermaßen viel Trubel und Hektik, dass ich inzwischen mit Niederthai mehr als versöhnt bin!)
    Nach kurzem Einkauf kehren wir also in die traute Heimat zurück und verbringen einen ganz entspannten Abend, erstmalig auch unter Beteiligung des Balkons :-)
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  • E-Bike-Tour am Ötztal-Radweg

    August 6, 2025 in Austria ⋅ ☁️ 17 °C

    Heute wollen wir mal was anderes machen als wandern und haben deshalb gestern Abend schon in Umhausen Fahrräder reserviert.
    Als 07:30 Uhr der Wecker klingelt, hängen fette Nebelwolken im gesamten Tal fest und man sieht kaum das Haus auf der anderen Straßenseite - wir beeilen uns daher nicht übermäßig mit dem Frühstück und fahren erst 9 Uhr los nach unten. Beim Sportgeschäft herrscht schon ziemlicher Betrieb, gerade noch so kann man der Gruppe vor uns das offensichtlich einzige Kinder-E-Bike entreißen, das wir für Nele reserviert hatten. Aber schlussendlich hat jeder von uns ein Fahrrad und eine Einweisung; langsam kommt auch die Sonne raus und wärmt, weshalb wir kurzentschlossen die Daunenjacken ausziehen und im Auto lassen - ein Fehler, da wir zunächst talabwärts fahren, es somit eigentlich nur bergab geht und der Fahrtwind im ständigen Rollen doch noch sehr kalt ist 🥶. Wir machen uns warme Gedanken und lassen uns den wunderschönen, durchgehend geteerten Ötztalradweg entlangrollen, von Umhausen vorbei durch die Wiesen an der imposanten Engelswand entlang nach Tumpen und dann weiter zünftig bergab nach Habichen und Oetz. Erste Bedenken wegen des Rückweges kommen auf, E-Bike hin oder her....das waren wirklich einige Höhenmeter! (Merkt man ja im Auto immer kaum.)
    In Oetz biegen wir ab nach Piburg, jetzt geht es auch streng bergauf und die E-Bike-Motoren können mal zeigen, was sie so drauf haben. Die Kinder sind begeistert, so macht Radfahren gleich viel mehr Spaß! 😄
    In Piburg checken wir das Kartenmaterial und fahren auf einer Schotterstraße in den Wald hinein, die steil emporführt zum Ausblickspunkt Seejöchl - hier stellen wir die Räder kurz ab, laufen zur Aussichtsplattform, genießen den Blick auf den schönen Piburger See unter uns und beißen in die mitgebrachten Brötchen.
    Anschließend führt der Weg auf steilen Waldpfaden bergab, es kommt richtiges Mountainbike-Feeling auf und ich kann aufrichtig sagen, dass das absolut nicht mein Sport ist 😅. Aber irgendwann werden die Wege wieder breiter und nach einigem Auf und Ab erreichen wir das Seeufer. Hier gibt es eine (kostenpflichtige) Badeplattform sowie ein Hütte zum Einkehren. Wir nutzen nichts davon, sondern laufen (gratis 🤪) einmal um den zauberhaften See. Am Schluss halten wir wenigstens mal die Füße rein, immerhin soll es der wärmste See Tirols sein. Da er wahrscheinlich mit lauter Bergseen konkurriert, mag das nicht viel heißen, uns kommt es jedenfalls sehr frisch vor. Mit nunmehr erfrischten Füßen treten wir in die Pedale, da es zurück ja jetzt bergauf geht und wir rechtzeitig 14 Uhr zurück in Umhausen sein müssen. Wir treffen in Habichen wieder auf den Ötztalradweg, aber es ist dank noch voller E-Bike-Akkus überhaupt kein Problem, wieder hochzustrampeln und wir sind viel schneller zurück als gedacht. Inzwischen strahlt die Sonne und wärmt wirklich gut, deshalb gibt es noch ein sehr leckeres Eis in Umhausen, in der verbleibenden Zeit bis 14 Uhr üben wir unsere Fähigkeiten im Bikepark Umhausen.
    Nachdem wir die Räder los sind (Nele wünscht sich jetzt übrigens ein E-Bike zum Geburtstag) schnappen wir die Badesachen und laufen zum Badesee Umhausen. Ich hätte gedacht, bei dem Wetter steppt da der Bär, aber es sind ungefähr 5 Leute da und im Wasser niemand. Hätte einem vielleicht zu denken geben sollen, nach einem mutigen Sprung ins Nass kommt einem der Piburger See retrospektiv doch SEHR warm vor.🤣
    Wir verbringen einen wunderbaren faulen, sonnigen Nachmittag in dem schönen Freibad, auch die Kinder beschäftigen sich mit Sonnen, Faulenzen, Musik hören und Frisuren machen. Das abends spontan angepeilte Burgerrestaurant ist leider schon voll, also steuern wir den Supermarkt an und fahren doch nach Hause zum Speisen.
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  • Wanderung zum Peerler See

    August 7, 2025 in Austria ⋅ ⛅ 14 °C

    Heute ist wieder strahlend schöner Sonnenschein und nach der gestrigen Wanderpause geht es heute natürlich wieder hoch in die Berge! Wir fahren frühzeitig nach Sölden und biegen kurz vor dem Ortseingang nach Granstein ab. Hier gibt es ungefähr 4 Parkplätze, von denen zum Glück noch einer frei ist. Schon 9 Uhr am Morgen brennt die Sonne ganz schön in der dünnen Bergluft, also cremen wir uns extra sorgfältig ein und machen uns auf den Weg. Wir folgen der Straße bis zur Jausenstation Hochwald, wo wir mehrere Männer mit Sensen an den Steilhängen bei der Mahd beobachten - das ist echt eine Sch***arbeit!
    Wir biegen ab auf eine Forststraße, die uns über blühende Almwiesen mit Heuballen und durch schattige Wälder bergan führt, bis es irgendwann auf einem ganz zauberhaften kleinen Steig wirklich straff bergan geht. Zum Glück sind wir noch unterhalb der Baumgrenze, da geht es am Südhang noch, aber wir kommen trotzdem gut ins Schwitzen und ins Schnaufen! An der ersehnten Gransteinalm ist alles verriegelt und verrammelt, trotzdem machen wir eine kleine Pause mit Wahnsinnsaussicht und füllen am Brunnen die Wasservorräte, bevor wir weiter unter der gnadenlos brennenden Sonne aufsteigen - jetzt geht es ohne Bäume über weite Flächen mit Gräsern, Sträuchern, Heidekraut und üppig mit Früchten behangenen Heidelbeersträuchern. Das Bergpanorama hinter uns ist eine absolute Wucht und lädt immer wieder zum Stehenbleiben, Staunen und Durchatmen ein. Und keine Menschenseele hier!
    Irgendwann haben wir die etwa 1100 Höhenmeter geschafft und treffen auf den Dr.-Bachmann-Höhenweg, dem wir das letzte Stück zum Peerler See folgen - nun mit deutlich entspannterer Wegführung.😅
    Der See ist traumhaft schön gelegen, schimmert in fast karibischen Farben und es sind überraschend wenig Leute hier. Wir stürzen uns mutig ins Wasser, aber man hält es kaum mehr als 20 Sekunden aus, dann fängt es an regelrecht weh zu tun, so kalt ist es.
    Nunmehr erfrischt gibt es eine lange Pause mit Picknick auf den Steinen am Seeufer, wir hören Murmeltiere pfeifen und beobachten Greifvögel, faulenzen in der Sonne - es ist wirklich so zauberhaft hier oben, dass wir alle vier mit dem langen Aufstieg versöhnt sind!
    Gegen halb zwei raffen wir uns aber auf und folgen nun dem Dr.-Bachmann-Höhenweg in Richtung Hochsölden. Als Panoramaweg führt er in wenig Auf und Ab immer am Hang mit Blick auf die gegenüber liegenden Berge entlang, man könnte sich dumm und dämlich fotografieren! Bevor die Skitourismus-Bettenburg Hochsölden mit den pistenverschandelten Berghängen diesen phänomenalen Ausblick beleidigt, biegen wir ab und folgen dem Pfad bergab zur Leitersbergalm. Hier gibt es noch auf der schönen Terrasse im Schatten den versprochenen Almdudler, die Kinder sind bester Laune und die letzte Stunde Forststraße bergab läuft es sich dann fast wie von selbst. Das war eine Wahnsinnstour!
    Abends gehen wir in Umhausen noch leckere Burger essen (diesmal hatten wir reserviert😄), bevor wir reichlich erschöpft heimkehren und uns auf die Dusche freuen!
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  • Ausruhtag

    August 8, 2025 in Austria ⋅ ☀️ 27 °C

    Bevor es morgen auf Hüttentour geht, wollen wir heute einen Ausruh- und Entspannungstag machen. Die eigentlich anvisierte freitägliche Alpakawanderung in Niederthai ist trotz empörender Preise schon für Wochen im Voraus ausgebucht, also haben wir gestern abend noch umgeplant und für Lea und Nele einen Pferdeausritt in Längenfeld organisiert.
    Langsam wird es auch ziemlich hochsommerlich und es sind 27 Grad prophezeit, schon bei Ankunft am Reiterhof spüren wir die Sonne ganz schön brennen. Es gibt neben Pferden auch Ziegen, Enten, Hühner und - fatalerweise - Hundewelpen. Nele ist wie festgeklebt und die Geburtstagswunschliste wurde um einen weiteren Punkt ergänzt 😅
    Nach dem unvermeidlichen Striegeln der Pferde werden diese gesattelt und an die Kinder verteilt, dann geht es los über die Felder und Wiesen sowie am Waldrand entlang. Felix und ich sind fotoverantwortlich und warten anschließend auf dem Hof im Schatten. Fazit nach 45 Minuten Reiten: Lea: "Ich will richtig reiten lernen!!!", und Nele: "Können wir einen Hund mitnehmen?"🤣
    Nachdem wir noch kurz mit einer kleineren Wanderung zu den Plengerosseen geliebäugelt hatten, entscheiden wir uns aufgrund der Hitze doch für den Badesee. Sollte ja auch ein Ausruhtag werden!
    Am Badesee ist heute deutlich mehr los als vor zwei Tagen, aber im Verhältnis zu Berliner Freibädern ist es noch geradezu leer. Das Wasser scheint nicht mehr ganz so kalt, ist aber immer noch SEHR erfrischend.
    So verdaddeln wir den Rest des Tages mit Baden, Sonnen, Federball, Lesen und essen nachmittags noch einen Eispalatschinken auf der Terrasse der Pizzeria. Gegen 17 Uhr ist Aufbruch, Geld abheben, Vorräte für die Hüttentour kaufen, Resteessen und dann Packen stehen auf dem Abendprogramm. Die Zeit reicht aber noch für ein längeres Schwätzchen mit unserer Wirtin auf der Terrasse im wunderbar warmen Abendlicht - wir nehmen schweren Herzens Abschied vom Ötztal und hoffen, dass die Hüttentour und das Pitztal genauso schön werden wird!
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  • Gehsteigalm - Wildgrat - Erlanger Hütte

    August 9, 2025 in Austria ⋅ ☀️ 20 °C

    Heute geht es wieder auf Hüttentour!Unfassbarerweise haben wir genau so ein Kaiserwetter wie vor 3 Jahren, als wir in Schladming auf Hüttentour waren.
    Nach der üblichen Last-Minute-Packerei stehen wir pünktlich auf dem Hof des Hüttentaxi-Unternehmens, welches uns bei den prognostizierten 30°C die ersten 900 Höhenmeter abnehmen wird. Zusammen mit drei unaufhörlich schwatzenden Erlanger Damen fährt uns ein Minibus einen wirklich abenteuerlichen, serpentinigen Forstweg fast eine Stunde bergauf zur Gehsteigalm.
    Von hier geht es in der prallen Sonne auf kleinen Pfaden den Hang empor, nirgendwo ist Schatten, es ist wirklich brennig! Bis auf die Erlanger Damen, die wir bald hinter uns lassen, ist aber keine Menschenseele unterwegs und es herrscht die vollkommene Ruhe der Berge, nur unterbrochen von gelegentlichen Vogelrufen und Murmeltierpfiffen.
    Leider geht es Lea gar nicht gut, ihr ist übel und sie klagt über Magenschmerzen. Also tragen Felix und ich abwechselnd ihren Rucksack zusätzlich zum eigenen Gepäck, mehrfach glaubt sie sich übergeben zu müssen, aber es kommt nichts. Armes Mäuschen! Nach einer längeren Pause, etwas Ablenkung und dem Knabbern einer Karotte geht es ihr dann aber auch schnell besser, bevor ernsthafte Zweifel am Unternehmen aufkommen können.
    Nachdem wir uns so 600 Höhenmeter den Hang emporgekämpft haben, biegen wir unterhalb des Kreuzjöchles ab auf eine Traverse, die in langem Bogen immer eben am Hang entlangzieht bis zur Erlanger Hütte, die wir schon gegen Mittag erreichen. Die Sichtung mehrerer Schafe und Lämmer sorgt für äußerst vergnügte Kinder, und der äußerst süße Hüttenhund sowie das Erkunden unseres schönen Zimmers für die Nacht sorgt für noch mehr Freude.
    Nach einem Getränk ziehen wir mit kleinerem Gepäck hinauf zum Wettersee, picknicken dort und nehmen ein äußerst erfrischendes Bad.
    Da es noch früh am Tag ist, verfallen wir auf die fatale Idee, wir könnten ja noch auf den nahe gelegenen Wildgrat steigen, quasi den Hausberg der Erlanger Hütte. Wir umrunden den See und steigen über endlose Geröllfelder bergauf. Es ist so heiß!
    Nach etwa einer Stunde endet das, was man landläufig als Pfad bezeichnen würde und wir klettern relativ abenteuerlich steil über schottrige Felsen empor - jetzt bloß keinen Fehltritt und bloß nicht nach unten gucken! 🙈 Der Gedanke an den Rückweg treibt mir regelrecht den Angstschweiß ins Gesicht und auch oben auf dem Gipfel (auf 2971m) wo in alle Richtungen der Fels steil abfällt, hat man zwar einen wahnsinnig tollen 360° Rundumblick, aber braucht auch entschieden mehr Schwindelfreiheit, als ich besitze. Entspannen kann man hier oben nicht wirklich, also drehen wir nach dem obligatorischen Gipfelfoto gleich wieder um und kriechen mit klopfendem Herzen im Krebsgang millimeterweise wieder nach unten. Völlig unverständlich, warum es hier keinerlei Seilsicherung gibt 🤨
    Sicher zurück auf den Geröllfeldern laufen wir erleichtert zügiger bergab und springen zum Abschluss der Tour noch mal in den herrlichen See.
    Den frühen Abend verbringen wir chillend im warmen Abendlicht in Liegestühlen vor der Hütte.
    Zum Abendessen gibt es ein Drei-Gang-Menü, bestehend aus Nudelsuppe, dem berühmten butterzarten Steinbockragout der Erlanger Hütte mit Rotkohl und Kartoffelbrei sowie Pudding zum Nachtisch. Lea verweigert dieses kategorisch aus Sternzeichengründen, aber die Kinder halten sich eh lieber an das Bergsteigeressen (Nudeln mit Bolognesesoße). Zwischendurch gibt es Würfelspiel und Uno, aber zum Ende hin haben alle schon reichlich glasige Augen und sind durch die Strapazen des Tages ziemlich fertig.
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  • Erlanger Hütte - Ludwigsburger Hütte

    August 10, 2025 in Austria ⋅ ☀️ 27 °C

    Der Morgen auf den Hütten beginnt ja immer sehr früh, und so treten wir 07:15 Uhr zum Frühstück an. Da wir heute nur etwa 3,5h Weg vor uns haben, trödeln wir noch ein bisschen mit dem Packen rum und sind trotzdem schon 08:30 Uhr startklar. Wir daddeln hinüber zum See und nehmen ein erfrischendes Morgenbad. Erst dann machen wir uns ernsthaft auf den Weg zur Ludwigsburger Hütte, es geht auf gerölligen Wegen hinauf auf eine Scharte und am Gegenhang recht sportlich ebenfalls über Schotter und Geröll hinunter; hier zählt auf jeden Fall wieder Trittsicherheit! Anschließend geht es weitgehend eben in Richtung Süden, vorbei an mehreren kleine Seen und über kleinere Wasserläufe, bevor wir den ziemlich benignen Anstieg zum Lehnerjoch in Angriff nehmen. Ehe wir es uns versehen, stehen wir oben und machen am Gipfelkreuz eine Picknickpause. Hier oben ist es ordentlich windig und wird beim Sitzen dann auch ziemlich kühl, sodass auch mal die mitgeschlepptem Pullover ihre Berechtigung bekommen. Wir beobachten Falken bei der Jagd und freuen uns über die zahlreichen Schafen am Hang, der hinauf zu einem Gipfel namens Schafhimmel führt 😅
    Außerdem können wir von hier hinab ins Pitztal blicken. Am Südhang geht es jetzt auf kleinen Pfaden etwa 600 Höhenmeter bergab bevor wir 14Uhr bei wirklich sengender Hitze an der Ludwigsburger Hütte eintreffen.
    Leider gibt es hier keinen See zum Abkühlen, aber eine schattige Terrasse, kühle Getränke und einen Brunnen für zumindest lokale Erfrischung.
    Den Nachmittag vertrödeln wir im schönen Garten der Hütte in der Sonne bzw im Schatten mit Hörspielen, Lesen und Würfelspielen. Abends gibt es leckere Bratkartoffeln, Spiegeleier und Leberkäse sowie einen Kaiserschmarrn zum Abschluss.
    Nachdem wir schon frohlockt haben, in unserem Lager allein zu sein, treffen gegen 20:15 Uhr doch noch drei weitere Wanderer ein - hoffentlich sind keine Schnarcher dabei!
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  • Ludwigsburger Hütte - Jerzens/Pitztal

    August 11, 2025 in Austria ⋅ ☀️ 27 °C

    Die Nacht war eher suboptimal, da unser Lager unter dem Dach der Ludwigsburger Hütte ungefähr 30°C Raumtemperatur hatte und Lüften mit Schlafen nicht zu vereinbaren war, weil direkt unter unserem Fenster die Westterrasse der Hütte lag, wo eine größere Gruppe sehr lautstark gezecht hat. Erst nachdem Felix um 22 Uhr unten war um auf die Hüttenruhe hinzuweisen, wurde es ruhiger. So fiel der frühe Start umso schwerer, da wir aufgrund der abartigen Temperaturen den Anstieg zum Gipfel des Hohen Gemeindekopfes noch in der Morgenkühle schaffen wollen. Um 07:30 Uhr sind wir aber planmäßig auf der Piste, die Bergkulisse ist wieder traumhaft, und wir stehen so früh am Morgen über den Wolken, die noch überm Pitztal hängen. Der Weg schraubt sich am noch schattigen Südwesthang empor über wunderschöne Almenwiesen, wir treffen eine Gruppe Pferde, von denen eines sehr zutraulich ist (andere würden vielleicht aufdringlich sagen) und mit den Resten eines Apfelgriebschs gefüttert wird. Irgendwann kommt die Sonne doch rum, aber da haben wir schon etwa 500 Höhenmeter geschafft und die restlichen 350 Höhenmeter laufen sich dann auch erstaunlich gut weg. Immer wieder bieten sich fantastische Ausblicke ins Pitztal und später dann bis ins Inntal hinein.
    Um kurz vor 10 Uhr erreichen wir in aufgeräumter Stimmung das Gipfelkreuz. Unter uns sehen wir schon den türkis schimmernden Kugleter See, so dass wir uns nach einem schnellen Gipfelkeks an den Abstieg über ein ziemlich mieses Geröllfeld machen. Am See heißt es nur noch Klamotten aus und rein ins kalte Nass! Es ist wie immer herrlich erfrischend und als wir alle blaugeforeren sind, lassen wir uns auf den Felsen am Ufer von der Sonne wärmen und picknicken unsere Reste. Ach wie ist es herrlich hier!
    Einige in der Nähe grasende Schafe kommen mit großem Interesse den Brotboxen aufdringlich nahe und lasen sich nur recht mühevoll mit Hilfe der Wanderstöcke wieder vertreiben.
    Als wir uns wieder aufraffen, geht es bergab und unerbittlich rückt die Zivilisation näher, wir treffen am Großsee vermehrt auf Menschen und schlagen den Weg auf eine lange Traverse ein, die in der Gluthitze zur echten Belastungsprobe wird. Immerhin duftet es hier angenehm nach Zirbe. Der letzte kleine Anstieg über den finalen Kamm bringt die Kinder fast zu Tränen vor Erschöpfung und Hitze, aber da sehen wir auch schon die Mittelstation der Seilbahn und laufen auf ein erschreckendes Ungetüm aus Skiliften, Mountainbikern, Go-Kart-Fahrern, Riesenrestaurant, Touristenrummel und Spielplatz zu. Wir fühlen uns hier total fremd, lassen uns aber trotzdem ermattet in den Schatten fallen für ein Eis und ein kühles Getränk, bevor wir die Hochzeigerseilbahn bergab nehmen.
    Hier warten wir in der Gluthitze auf den Bus, der uns nach Jerzens fährt - von hier aus nimmt Felix den Bus zurück in Richtung Ötztal, wo ja noch das Auto steht; Lea, Nele und ich müssen noch 30 min schmoren, bevor unser Bus taleinwärts endlich kommt. Nele muss sich im Bus übergeben, zum Glück haben wir schnell eine Tüte parat. Wir steigen in Stillebach aus, wo es einen kleinen Naturbadeteich gibt, den wir verschwitzt und überhitzt sofort entern. Anschließend geht es uns deutlich besser, wir kaufen noch eine Waffel für die Kinder, die sie mit großer Freude verzehren, gehen nochmal ins Wasser und lassen uns anschließend von Felix einsammeln.
    Ein paar Kilometer weiter liegt unser ziemlich schickes Hotel, man empfängt uns ein wenig unterkühlt, aber das kann auch an den dreckigen Wandersachen und den Badelatschen liegen, in denen wir hier aufkreuzen ("Der Doktor aus Berlin...").😅
    Unser Zimmer ist aber sehr schön und nach ausgiebiger Dusche und Haarwäsche schmeißen wir uns in Schale fürs Helbpensions-Abendessen. Es gibt ein ausgedehntes Salat-und Vorspeisenbuffet, zwei verschiedene Suppen sowie als Hauptspeise Zander mit Safranrisotto oder Schweine-und Rinderfilet mit Herzoginnenkartoffeln; die Kinder streiken schon vor dem Nachtisch (Eis bzw. Raffaelomousse), das Käsebuffet lassen wir dann auch weg. So werden wir die durch die Hüttentour abtrainierten Kilos auf jeden Fall bald wieder drauf haben 🤣
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  • Hängebrücke, Erdpyramiden & Freibad

    August 12, 2025 in Austria ⋅ ☀️ 30 °C

    Nach der eher suboptimalen Schlafqualität auf den Hütten schlafen wir heute erstmal gründlich aus und gehen erst um 9 Uhr zum Frühstück. Es ist superlecker mit verschiedenen Eierspeisen, Brötchen, Marmeladen, Früchten, verschiedenen Müslis, Säften und so weiter. Am besten ist natürlich, dass man hinterher einfach aufstehen und den Tag beginnen kann 😊
    Wir haben uns geschworen, heute etwas zu unternehmen, was keine Wanderschuhe erfordert, und so fahren wir talauswärts nach Arzl zur Benni-Raich-Brücke um dort eine kleine Rundwanderung durch die hoffentlich kühle, schattige Pitzeklamm zu machen. Leider müssen wir vor Ort feststellen, dass der Luis-Trenker-Steig durch die Schlucht wegen Steinschlaggefahr gesperrt ist 🤨
    Also bleibt es bei einem Spaziergang über die Brücke, es ist auch schon wieder brutal heiß und wir beobachten einige Todesmutige, die sich hier an Seilen in die Tiefe stürzen.
    Dann fahren wir ein Stück weiter zu einem kleinen Rundweg in der Nähe, wo man geologisch sehr wertvolle und einzigartige Erdpyramiden sehen können soll (nadelartige aufragende Reste von Gletschermoränen mit einem Stein obendrauf). Es ist ein sehr schöner schattiger Rundweg, der immer wieder einen kleinen Bach kreuzt. Wir passieren die kleine Siedlung Hohenegg, wo der Brunnen für Abkühlung und viel Spaß sorgt. Zurück im dunklen Wald folgen wir dem Steig zu einem kleinen, sehr naturbelassenen Wasserfall, wo wir lange auf den feuchten Steinen herumklettern und die kühle Gischt genießen. Irgendwie haben wir die Erdpyramiden nicht so richtig gesehen, wir sehen nur noch eine, die aber ihren "Steinhut" inzwischen verloren hat und dementsprechend nun der Erosion preisgegeben und eher weniger spektakulär ist.
    Egal, jetzt wollen alle eigentlich nur noch ins Freibad und wir steuern den Pitzpark an, der glücklicherweise trotz des Bombenwetters nicht übermäßig überlaufen ist, aber zwei herrlich kühle Naturschwimmteiche sowie ein Sprungbecken hat. Einen kleinen Kiosk gibt es auch, also haben wir alles was wir für einen unproduktiven Nachmittag brauchen. Nele stürzt sich ununterbrochen vom 3-Meter-Turm, während Lea ihre Kopfsprünge perfektioniert.
    Die Sonne verschwindet ja immer recht zeitig hinter den Bergen, also packen wir 18 Uhr zusammen und fahren nach Hause zum Abendessen – heute wird gegrillt!
    Bade- und sonnenmüde asseln wir danach nur noch rum, betreiben ein bisschen Recherche für morgen und hören vom Balkon der rauschenden Pitze zu - ein erstaunlich aggressives Gewässer, welches wahrscheinlich das bei den Temperaturen rapide abschmelzende Gletschereis Richtung Inn befördert.
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  • Rifflsee, Fuldaer Höhenweg & Canyoning

    August 13, 2025 in Austria ⋅ ⛅ 20 °C

    Nach dem erneut sehr leckeren Frühstück, bei dem wir unter Lebensgefahr eine Laugenstange herausschmuggeln, fahren wir in Halbwanderausrüstung zur Rifflseebahn. Diese bringt uns per Gondel ca. 600 Höhenmeter den Hang hinauf zum gletschermilchfarbenen Rifflsee. Wir drehen eine Runde auf bequemen Wegen um den wirklich sehr schön gelegenen See, bestaunen dessen türkise Farbe und treffen unterwegs auf einer wahrlich sehr matschigen Wiese eine Herde szenisch sehr wirkungsvoller Pferde und Esel. Nele verliebt sich in ein kleines schwarzes Shetlandpony, welches ihr zeitweise wirklich wie ein Hund an der Seite bleibt.😅
    Nachdem alle halbwegs trockenen Fußes wieder auf dem Weg sind, biegen wir ab auf den dramatisch schönen Fuldaer Höhenweg ins Taschachtal hinein. Den gesamten Weg von 11 km bis zum Taschachhaus werden wir nicht schaffen, da wir nachmittags noch Termine haben, aber wir folgen dem Höhenweg am Sonnenhang für eine knappe Stunde und bewundern die tolle Aussicht in Richtung des Taschachferners und der Wildspitze. Die Landschaft entlang des Weges wechselt immer wieder zwischen ausgetretenen Pfaden auf Grashängen, steinigen Passagen und sumpfigen Feuchtwiesen.
    Hach ja, nachdem wir nach der Hüttentour etwas wandermüde waren, packt uns jetzt doch wieder die Bergsehnsucht und es wäre so verlockend, in der klaren Bergluft bei der Wahnsinnsaussicht einfach weiterzulaufen bis zum Taschachhaus und dann weiter talwärts...
    Wie gesagt sind wir aber schon verplant und leider fiel auch schon am Anfang des Höhenweges auf, dass sich bei Leas Turnschuh die Sohle fast komplett abgelöst hat. Mithilfe einer unorthodoxen Schnürsenkelbindetechnik konnten wir sie aber so weit fixieren, dass Laufen irgendwie möglich ist 😅
    Nach einer kleinen Pause am Bach mit Wer-hält-es-am-längsten-mit-den-Füßen-im-eiskalten-Bach-aus-Challenge müssen wir umdrehen und zurück zur Rifflseebahn spurten. Ganz pünktlich 12:30 Uhr sind wir wieder unten am Parkplatz und fahren in ca. 1 Stunde aus dem Pitztal hinaus ins Inntal, wo wir eine Canyoningtour gebucht haben - das hatte uns ja letztes Jahr auf Korsika solchen Spaß gemacht!
    Schon bei der Buchung hatten wir jedoch den Eindruck, dass die Familientour (ab 7 Jahre) durch die Rosengartenschlucht deutlich (!) seichter ist als das, was wir auf Korsika gemacht haben. Wir hätten eigentlich lieber die Tour durch die Alpenrosenklamm gebucht, die klang deutlich spaßiger, aber da ist die Altersgrenze 12 Jahre 🙄
    Sei es drum, zusammen mit einer anderen Familie werden wir nach Einkleidung mit Neoprenanzügen, Neoprensocken und Wanderschuhen sowie Helmen noch ein Stück durch die Gegend gefahren bis zum Einstiegspunkt in die Schlucht. Wir kriechen durch eine kleine Höhle zum Anfang der Tour, es ist wie vermutet eher seichtes Terrain mit ganz vielen kleinen Rutschen, aber ohne Sprünge. Dafür gibt es eine tolle Stelle, wo wir 7m tief in einem Wasserfall abgeseilt werden 😃 Die Kinder verstehen sich super zu viert und haben auch richtig viel Spaß bei der Tour - und dann hat es sich doch schon gelohnt 😍
    Nach etwa 1,5 Stunden sind wir am Fuß der Schlucht angekommen, zurück am Ausgangsort gibt's noch ein Glas Schnaps bzw. Orangensaft zum Anstoßen und dann ziehen wir wieder unserer Wege, um pünktlich zum Abendessen zurück zu sein.
    Nach einem Filmabend für Lea und Nele sowie provisorischem Wäschewaschen für uns geht es ins Bett, denn morgen es soll ein früherer Start werden!
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  • Kaunergrathütte

    August 14, 2025 in Austria ⋅ ⛅ 16 °C

    Heute soll mal wieder ein Wandertag werden und aufgrund wärmster Empfehlungen wollen wir zur Kaunergrathütte wandern. Dass es vom Startpunkt Plangeross (ca. 1600m ü. NN.) bis auf 2800hm hinaufgeht, verschweigen wir den Kinder lieber und sprechen unbestimmt von "geht schon ein bisschen nach oben ".🙈
    Pünktlich zum Frühstücksbeginn stehen wir 07:30 Uhr schon gestiefelt und gespornt am Buffett, im Radio werden fröhlich 37°C angesagt und derart motiviert schaffen wir es, um 8 Uhr am Ausgangspunkt der Wanderung zu stehen. Den ersten straffen Anstieg am Südosthang schaffen wir noch im Schatten der Berge bzw. im Wald. Bis hierhin, verkündet Lea glücklich, war es gar nicht so schlimm. Dann geht es erstmal mit nur leichter Steigung weiter durch ein schönes Tal mit Blick auf den Plangerossferner, bevor es wieder steil bergauf geht. Zu unserem Glück schiebt sich ein hauchzarter Wolkenschleier vor die Sonne, weshalb sie nicht ganz so unbarmherzig auf uns niederbrennt. An diesem zweiten Hang kriegt Lea wieder einen Übelkeitsanfall und lässt ihr Frühstück am Hang zurück, danach geht's aber sofort besser. Obwohl die Steigung etwas nachlässt, ist sie doch immer da und es zieht sich ganz schön hin. Neben uns rauscht mit großem Getöse milchiges Gletscherwasser zu Tale, sicherlich auch der enormen Hitze der letzten Tage geschuldet. Mit Blick auf die spärlichen Reste des Plangerossferners stimmt es einen schon etwas traurig, dem Gletscher so aktiv beim Sterben zuzusehen.
    Der letzte Anstieg zur Hütte erfordert wirklich die letzten Kraftreserven, aber schlussendlich sinken wir dankbar auf eine Bank bzw. lassen uns in die Hängematten fallen. Lea schläft vor Erschöpfung sogar ein in ihrer Hängematte.🙈 Bei Getränken und einer geteilten Portion Käsespätzle tanken wir neue Kraft, bevor wir angesichts der sich auftürmenden Wolkenberge hinterm Geigenkamm doch den Rückweg antreten. 1200 Höhenmeter abwärts, was gibt es Schöneres für die Knie!
    Wir stoppen unterwegs noch an einem Gletscherbach, wo wir uns alle Erfrierungen ersten Grades an den Füßen zuziehen😅 und um 15:30 Uhr sind wir (inzwischen sehr fußlahm) wieder am Auto.
    Wir fahren nochmal in den Pitzpark zum Downcooling und Baden, aber da sich die Wolken zusehends verdichten und dunkler werden, fahren wir nach Hause, wo Felix und ich der Sauna einen Expressbesuch abstatten um die müden Muskeln zu entspannen. Abends gibt es Spaghetti Bolognese, um die Kohlenhydratspeicher wieder aufzufüllen 😁
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  • Tiroler Gletscherwelt & Steinbockzentrum

    August 15, 2025 in Austria ⋅ ☁️ 22 °C

    Auf die letzten Meter müssen wir doch unbedingt noch ein bisschen Pitztal-Pflichtprogramm betreiben und mit Gletscherexpress und Wildkogelbahn auf den Hinteren Brunnenkogel schweben. Hier bietet das Panoramacafe "Café 3440" – bei guten Sichtverhältnissen – einen umwerfenden Blick auf die umliegenden Dreitausender bzw. Berggipfel aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich; außerdem kann man mehrere wirklich imposante Gletscher Tirols bewundern.
    Das Wetter meint es heute nicht ganz so gut mit uns, als wir aus dem Gletscherexpress steigen und dank guter Sprintfähigkeiten mit der allerallerersten Wildspitzbahn-Gondel hochfahren, liegt der Gipfel noch komplett in den Wolken, also Sicht=Null.
    Wir üben uns in Geduld und spazieren von der Sichtplattform hinüber zum "Gletscherkino", eigentlich nur ein Foto-Holzrahmen mit allerdings kinoreihenhafter Bestuhlung davor. Nele und Lea bauen Steintürmchen, wir machen allerlei Quatschfotos mit dem Rahmen und langsam schält sich auch der riesige Taschachferner aus dem Nebel und man kann die Wildspitze, Tirols höchsten Berg, erahnen. Immer wieder taucht unerwartet hier und dort ein Tal auf und ist genauso schnell wieder in den Wolken verschwunden. Irgendwann zeigt sich auch die beeindruckende Wildspitze in all ihrer Pracht, mit scharfen Augen kann man mehrere Gletschererxpeditionen sehen, die Richtung Gipfel ziehen. Wir fotografieren uns dumm und dämlich!
    Zurück am Café mit den umlaufenden Glaswänden nehmen wir bei bestem Blick in der Sonne Platz und spendieren den Kindern einen Donut (zu Preisen, über die man nur den Mantel des Schweigens legen kann)
    An der Mittelstation laufen wir noch eine Runde um die Kapelle des Lichts und begucken den Mittelbergferner, aber insgesamt ist die Umgebung eher abschreckend bis dystop, da sie durch unzählige Liftanlagen, Pistenraupen und Schneekanonen mondlandschaftsähnlichen Charme hat.
    Wieder unten im Tal machen wir uns auf den Weg zum Tiroler Steinbockzentrum, da für den Nachmittag zunehmend Wolken und evtl. Gewitter prophezeit waren.
    Für den Eintrittspreis ist es eher etwas enttäuschend, die Ausstellung sehr klein und nur mittelmäßig informativ, im Freigehege sehen wir zwei Steinböcke und zwei Steingeißen, Murmeltiere sind leider gar nicht zu sehen.
    Da das Wetter viel besser ist als angesagt, fahren wir zurück ins Hotel, greifen ein Stück Kuchen ab und schnappen unsere Badesachen, um zu dem kleinen Naturbadeteich in Stillenbach zu fahren; hier gibt es auch eine Kneippanlage. Die Kinder gehen baden, dann kneippen wir noch fleißig, aber jetzt sind die versprochenen Wolken doch noch gekommen und auf dem Weg zurück klatschen bereits ein paar Regentropfen auf die Windschutzscheibe.
    Felix und ich nutzen die verbleibende Zeit bis zum Abendessen mit Saunagängen, um den Muskeln nach dem Kneippen ein wenig Kontrastprogramm zu bieten.
    Nach dem Abschluss-Abendessen steht dann noch das verhasste Packen an 🫩
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    Trip end
    August 16, 2025