• Bilbao City

    August 1 in Spain ⋅ ☁️ 25 °C

    Nach tiefem und traumlosem Schlaf klingelt der Wecker unbarmherzig um 8 Uhr morgens. Unser Slot fürs Frühstück beginnt 08:15 Uhr, es gibt Brot, Croissants, Naturjoghurt, frische Orangen zum selber pressen und alle möglichen Sorten Kaffee. Um 09:30 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Guggenheimmuseum. Der Himmel ist heute wolkenverhangen, die Luft feucht und riecht nach Meer; wir schlendern durch die noch verschlafenen Gassen des Abandoviertels, in einer Bäckerei nehmen wir einen Cookie und ein Pastel für später mit. An dem berühmten Blumenhund vorm Museum treffen wir die Schneiders wieder, prompt fängt es leicht zu nieseln an. Grund genug, sich das Museum vielleicht doch lieber von innen anzusehen... die Onlinetickets waren ja schon länger ausverkauft, aber vor Ort können wir zum Glück noch Tickets für Kurzentschlossene erwerben. Während also draußen richtig mieser Sprühregen niedergeht, bilden wir uns intensiv kulturell - es ist tatsächlich sehr interessant, auch wenn nicht alle Ausstellungen den persönlichen Geschmack treffen.
    Der Wetterbericht prophezeit munter aufklarendes Wetter, aber es will einfach nicht aufhören zu sprühregnen. Wir schlagen so viel Zeit wie möglich im Museum tot, bummeln noch durch ein Krimskramsgeschäft in der Nähe und vernichten die Cookies. Gegen 13:30 Uhr erlaubt das Wetter dann doch einen Außenbesichtigung des Museums einen Abstecher zum Wasserspielplatz und der berühmten Spinnenskulptur, anschließend laufen wir die schöne Promenade am Wasser entlang in Richtung der Altstadt Casco Viejo. Hier gibt es unzählige kleine Bars und Geschäfte, leider ist durch die Siestazeit nicht alles geöffnet, aber ein bisschen Shopping geht ja immer 😄
    Die Kathedrale gucken wir bei einem Eintrittspreis von 10€ p.P. nur von außen an und enden irgendwann ziemlich fußmüde auf der Plaza Nueva, wo wir mit einiger Mühe einen Tisch ergattern und uns riesige Gläser Sangria sowie baskische Pintxos genehmigen. Hier stellt es sich als unangenehm schwierig heraus, vegetarische Optionen zu finden, es ist tatsächlich eine sehr fleisch- und meeresfrüchtelastige Küche.
    Die Markthalle Erriberako Merkatua stellt sich dann als Enttäuschung heraus, hier ist alles verriegelt und verrammelt, also laufen wir am Wasser etwas ziellos wieder zurück gen Guggenheim und geraten in einen bolivianischen Festumzug mit lateinamerikanischer Musik und unzähligen Tänzern in farbenfrohen, traditionellen Kostümen. Hier gucken wir lange zu und machen dann abends doch noch spontan einen Abstecher zur Zahnradbahn Funicular de Artxando. Wir können ganz vorne sitzen und freuen uns über die ganzen Höhenmeter die wir nicht per pedes zurücklegen müssen. Oben hat man einen tollen Ausblick über die Stadt und die Sonne kommt auch langsam raus. Ach was ist es schön hier!
    Nach Sekt und einem kleinen Snack sind wir ausreichend gestärkt um nochmal ins Abandoviertel zu laufen und Empanadas zum Abendessen zu holen, die wir im Park auf einer Bank verzehren.
    Die Kinder und Felix versacken schonmal im Hotel, ich laufe nochmal zurück, den vergessene Rucksack bei Sarah abholen und werde mit einem tollen Blick auf das Guggenheimmuseum im Abendlicht belohnt.
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